Handball-Krimi im Sportcenter Markranstädt: Spitzenreiter HC Leipzig gewinnt 30:29 gegen die TG Nürtingen
HC Leipzig
2. Bundesliga
HBF
Heimsieg
Saison 2025/26

Es stand Handballspektakel drauf, es war Handballspektakel drin: Die Handballerinnen des HC Leipzig haben das Weihnachtsspiel in der 2. Alsco Handball Bundesliga der
Frauen im ausverkauften Sportcenter Markranstädt gegen die TG Nürtingen gewonnen. Dank des großen Kampfgeistes und einiger Paraden von Torhüterin Janine Fleischer in der Schlussphase stand am Ende ein 30:29-Erfolg (15:15). Die Leipzigerinnen verteidigten mit dem zehnten Sieg im zehnten Saisonspiel die Tabellenführung und verabschiedeten sich vor 1.200 begeisterten Zuschauern damit bestens gelaunt in die Weihnachtstage. Erfolgreichste HCL-Werferin war Marlene Tucholke mit sieben Toren.
„Wir waren am Ende etwas zielstrebiger. Das hat am Ende den Ausschlag gegeben“, sagte HCL-Trainer Erik Töpfer nach dem Spiel: „Ich habe immer dran geglaubt, dass wir das Spiel gewinnen, weil ich an meine Mannschaft glaube. Wenn wir besser werden wollen, müssen wir solche Spiele gewinnen. Das haben die Mädels geschafft.“
Nervosität deutlich spürbar
Angesichts der speziellen Situation im Sportcenter Markranstädt war den Leipzigerinnen in der Anfangsphase die Nervosität deutlich anzusehen. Durch einige leichte Fehlpässe kam das Angriffsspiel nur schwer in Schwung. Dank der gewohnt starken Abwehr und Torhüterin Nele Kurzke, die in der Anfangsphase mit starken Paraden glänzte, konnten sie den Rückstand in Grenzen halten.
Mit einem Zwischenspurt Mitte der ersten Halbzeit machten die Gastgeberinnen aus einem 3:5 (10. Minute) ein 8:6 (13.). Damit schien das Spiel endgültig in die aus Leipziger Sicht gewünschten Bahnen zu laufen. Doch die Gäste aus Baden-Württemberg kämpfen sich zurück und machten deutlich, warum sie den stärksten Angriff der Liga stellen – auch, weil die Leipzigerinnen sechs Minuten ohne eigenen Treffer blieben.
Bis zum Ende der ersten Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Lisa Lammich erzielte fünf Sekunden vor dem Halbzeitpfiff den Treffer zum 15:15.
Rückstand, Aufholjagd, Krimi
Nach dem Seitenwechsel übernahmen zunächst die Gäste das Geschehen – dank der in dieser Phase überragenden Torhüterin Kerstin Sander, die den HCL-Spielerinnen immer wieder mit starken Paraden den Zahn zog. Weil den Leipzigerinnen bis zur 40. Minute gerade einmal drei Tore gelangen (18:22), versuchte Trainer Erik Töpfer das Spiel mit einer Auszeit neu zu justieren – mit Erfolg. Angetrieben von den Zuschauern und der eingewechselten Torhüterin Janine Fleischer startete das junge HCL-Team seine Aufholjagd. Lilly Glimm sorgte mit zwei Treffern in Folge in der 50. Minute für die erste HCL-Führung seit der 15. Minute (26:25). Weil die Gäste nicht aufgaben, entwickelte sich in der Schlussphase ein echter Handball-Krimi, in dem die Leipzigerinnen dank ihrer starken Abwehr das bessere Ende für sich hatten. Kapitänin Pauline Uhlmann sorgte in der 59. Minute für den 30:29-Endstand. Da beide Mannschaften in den letzten 90 Sekunden torlos blieben, ging der Schlusspfiff im blau-gelben Jubel unter.
„Es war ein Wahnsinnsspiel. Ich bin froh, dass ich mit meinen Paraden am Ende etwas zu diesem Sieg beitragen konnte. Am Ende haben uns die Zuschauer getragen. Es hat unfassbar viel Spaß gemacht“, freute sich Torhüterin Janine Fleischer über den erfolgreichen Handball-Krimi.
Weitere Informationen unter www.hc-leipzig.de
HC Leipzig
Nele Kurzke (7 Paraden/1 Tor), Janine Fleischer (8 Paraden); Pauline Uhlmann (6/1 Tore), Kim Angelina Lang, Emely Theilig, Alina Gaubatz (1), Laura-Sophie Klocke (2), Hanna Rahnhöfer-Ferber (2), Sharleen Greschner, Lilly Glimm (3), Marlene Tucholke (7), Lara Tauchmann (2), Wiebke Meyer (2), Lisa Lammich (4).
Siebenmeter
HCL 1/2; Nürtingen 2/4
Strafminuten
HCL 2; Nürtingen 4
Zuschauer: 1.200