Handball-Club Leipzig

33:24-Kantersieg im Spitzenspiel: Tabellenführer HC Leipzig deklassiert Verfolger Füchse Berlin 

Januar 5, 2026

2. Bundesliga

Gleich zehn Treffer steuerte Lisa Lammich zum überragenden Sieg des Tabellenführers gegen die Füchse Berlin bei, mit dem der HC Leipzig seinen Vorsprung in der Tabelle auf sechs Punkte ausbauen konnte.

Ausverkauftes Haus, tolle Stimmung, überragendes Ergebnis: Die Handballerinnen des HC Leipzig haben gleich im ersten Spiel des Jahres in der 2. Alsco Handball Bundesliga der Frauen ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Im Top-Spiel gegen die Füchse Berlin feierten sie in der ausverkauften heimischen Sporthalle Brüderstraße einen unerwartet deutlichen 33:24-Sieg (16:12). Überragende HCL-Werferin war Lisa Lammich mit zehn Toren. Nach dem Erfolg gegen den stärksten Verfolger haben die Leipzigerinnen ihren Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz auf sechs Punkte ausgebaut.

„Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft. Die Mädels haben viele Dinge konstant gut umgesetzt. Zum Ende der ersten Halbzeit haben wir es geschafft, kompakter zu stehen und das Berliner Tempospiel gut zu verteidigen. Auch unsere Wurfquote war deutlich besser als in den letzten Spielen“, freute sich Trainer Erik Töpfer nach dem überzeugenden Sieg und ergänzte: Die Vorzeichen vor dem Spiel waren nicht so gut. Wir mussten einige kranke und verletzte Spielerinnen ersetzen.“ Mit Marlene Tucholke, Lara Seidel, Jana Walther und Torhüterin Janine Fleischer musste der Coach gleich auf vier Stammspielerinnen verzichten. Dafür standen mit Torhüterin Saskia Richter, Jenny Illge und Linnea Radzeviciute drei Spielerinnen aus dem Perspektivkader im Spieltagskader.

Spannende Anfangsphase, starker Endspurt

In der Anfangsphase entwickelte sich vor 800 Zuschauern das erwartet spannende Duell, in dem die Leipzigerinnen mit maximal zwei Toren vorn lagen. Die Berlinerinnen, bei denen Naomi Conzemit elf Toren die überragende Werferin war, konnten immer wieder ausgleichen und in der 20. Minute zum einzigen Mal in Führung gehen (10:9) – auch, weil das HCL-Team in dieser Phase fünf Minuten ohne eigenen Treffer blieb. Danach stabilisierten sich die Leipzigerinnen und kassierten bis zur Halbzeitpause nur noch zwei Gegentore. Dank einer starken Abwehr inklusive Torhüterin Nele Kurzke und schnellem Tempospiel erspielten sie sich bis zum Seitenwechsel einen Vier-Tore-Vorsprung (16:12).

Starker Beginn nach der Halbzeit, offener Schlagtausch in der Schlussphase

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung schnell auf sechs Tore ausbauen (19:13, 36. Minute). Dann taten sich die Leipzigerinnen in der Offensive schwer und der Vorsprung schmolz auf vier Tore (20:16, 43. Minute). Trainer Erik Töpfer reagierte mit einer Auszeit brachte sein Team erfolgreich wieder auf Kurs. Mit drei Toren in Folge (2x Lisa Lammich, einmal Hanna Ferber-Rahnhöfer) und einer beruhigenden 23:16-Führung ging es in die Schluss-Viertelstunde. In der bekamen die begeisterten Zuschauer einen offenen Schlagabtausch zu sehen. Weil den Gastgeberinnen in der Offensive nun wieder alles gelang und die zunehmend verzweifelt agierenden Gäste einige Würfe neben das Tor setzten, stand am Ende ein überzeugender 33:24.

Standing Ovations der Zuschauer

Schon Sekunden vor dem Abpfiff feierten die Zuschauer das HCL-Team mit Standing Ovations. „Über unsere starke Abwehr haben wir uns schnell ein gutes Gefühl geholt. Mit einem so deutlichen Sieg haben wir natürlich nicht gerechnet“, freute sich Kapitänin Pauline Uhlmann über den erfolgreichen Handball-Abend: „Es war schön zu sehen, dass die Halle ausverkauft war. Es hat riesigen Spaß gemacht." Auch Top-Werferin Lisa Lammich war die Freude über den starken Jahresauftakt deutlich ins Gesicht geschrieben: „Wir haben uns sehr gut auf das Spiel vorbereitet und geduldig gespielt. Es ist alles so aufgegangen, wie wir uns das vorgestellt haben.“

Bereits am kommenden Samstag (Anwurf: 18.30 Uhr) wartet mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenachten Bergischen HC das nächste Top-Spiel auf das HCL-Team.

HC Leipzig:

Nele Kurzke (8 Paraden), Saskia Richter; Pauline Uhlmann (7/1 Tore/Siebenmeter), Kim Angelina Lang (3), Emely Theilig, Alina Gaubatz (5), Laura-Sophie Klocke, Hanna Ferber-Rahnhöfer (4), Sharleen Greschner, Lilly Glimm, Lara Tauchmann (2), Wiebke Meyer (2), Lisa Lammich (10/6), Jenny Illge, Linnea Radzeviciute.

Siebenmeter
HCL 7/9; Berlin 5/6

Strafminuten
HCL 8; Berlin 6

Zuschauer: 800