HC Leipzig fordert den Deutschen Meister: Mutiger Auftakt beim 21:32 in Blomberg

15. Okt. 2026

1. Alsco Handball Bundesliga Frauen

1. Alsco HBF

HBF

HC Leipzig

Saison 2026/27

Foto: (c) Timon Peters, 2026

Aufsteiger gegen Deutschen Meister: In den ersten zehn Minuten begegneten die Handballerinnen des HC Leipzig der HSG Blomberg-Lippe auf Augenhöhe, ehe sich der Favorit zunehmend durchsetzte. 

Bevor sich die Bundesliga erneut in eine Länderspielpause verabschiedet, musste sich der HCL am sechsten Spieltag der Alsco Bundesliga Frauen dem amtierenden Deutschen Meister mit 21:32 (11:17) geschlagen geben. Erfolgreichste HCL-Werferin war Marlene Tucholke mit sechs Treffern. Damit warten die Leipzigerinnen auch nach dem sechsten Spiel weiter auf die ersten Punkte der Saison.

„Wir haben gut angefangen und hatten die Chancen, unsere Führung auszubauen. Der Knackpunkt war aber wieder einmal, dass wir zu viele einfache Bälle weggeschmissen haben. Das ärgert mich. Wir hatten viele gute Aktionen, sind aber in vielen Phasen zu hektisch, anstatt einfach mal die Ruhe zu bewahren“, sagte Trainer Erik Töpfer nach dem Spiel und ergänzte: „Im Angriff fehlt die Überzeugung in die eigenen Fähigkeiten. Wir haben viele taktische Möglichkeiten, die wir im Training gut nutzen, uns im Spiel aber nicht trauen. Wir müssen uns mehr zutrauen. Die Spielerinnen sollen mutig spielen und nicht so viel zweifeln. Dieses Vertrauen bekommen sie von uns als Trainerteam, vom Verein und von den Fans.“

Mutiger Auftakt gegen den Deutschen Meister

Gerade in der Anfangsphase zeigten die HCL-Spielerinnen, dass sie auch mit dem Deutschen Meister mithalten können. Nach fünf Minuten führte das selbstbewusst auftretende, junge Team mit 4:2, verpasste es aber, die Führung weiter auszubauen. In der Folgezeit schlichen sich immer wieder einfache Fehler ein, sodass die Gastgeberinnen zunehmend besser ins Spiel kamen. Und wenn die Leipzigerinnen aussichtsreich zum Wurf kamen, scheiterten sie häufig an der Blomberger Torhüterin Lara Lepschi, die allein in der ersten Halbzeit neun Bälle parieren konnte. So wurde innerhalb von nur fünf Minuten aus einer 6:5-Führung ein 6:10-Rückstand. Auch wenn die Leipzigerinnen weiterhin leidenschaftlich um jeden Ball kämpften, konnten sie den Rückstand nicht mehr aufholen. Im Gegenteil: Beim Stand von 10:17 war die Partie bereits in der 28. Minute vorentschieden. Daran änderte auch der Treffer von Wiebke Meyer zum 11:17-Halbzeitstand nichts mehr.

Offener Schlagabtausch in der zweiten Halbzeit

Auch nach dem Seitenwechsel spielten die Gastgeberinnen ihre Stärken aus, sodass der Rückstand für das HCL-Team in der 38. Minute erstmals auf zehn Tore anwuchs (12:22). In den folgenden Minuten lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, in dem die Leipzigerinnen immer wieder eigene Akzente setzen konnten. Den Rückstand konnten die Gäste allerdings nicht mehr verkürzen – auch weil die ehemalige HCL-Torhüterin Nicole Roth im Blomberger Tor in der zweiten Halbzeit neun Würfe parierte. So stand am Ende ein 21:32 aus Sicht der Leipzigerinnen.

Weiter geht es für die HCL-Handballerinnen nach der Länderspielpause am Sonntag, dem 1. November (Anpfiff: 14.30 Uhr), im Sportcenter Markranstädt mit dem Sachsenderby gegen den BSV Sachsen Zwickau. Für die Leipzigerinnen ist es gleichzeitig der Auftakt zu den Derby-Wochen. Schließlich folgen direkt im Anschluss die Partien beim Thüringer HC (Sonntag, 8. November um 14.30 Uhr) und gegen den SV Union Halle-Neustadt (Samstag, 21. November um 19 Uhr, Sportcenter Markranstädt).

HC Leipzig

Aleksandra Orowicz (5 Paraden), Janine Fleischer (2); Marlene Tucholke (6 Tore/1 Siebenmeter), Kim Angelina Lang (3), Wiebke Meyer (3), Sharleen Greschner (2), Jana Walther (2/1), Lara Tauchmann (1), Jasmin Eckart (1), Pauline Uhlmann (1), Lilly Glimm (1), Emma Niemann (1), Emely Theilig, Laura-Sophie Klocke, Alina Gaubatz.

Siebenmeter:
Blomberg: 2/4; HCL 2/2.

Strafminuten:
Blomberg 2; HCL 6.

Zuschauer: 924.