Gut begonnen, dann den Faden verloren, am Ende stark gekämpft und letztlich doch verloren: Die Handballerinnen des HC Leipzig sind mit einem Dämpfer in die Saison gestartet. In der ersten Runde des DHB-Pokals mussten sich die Leipzigerinnen im Sachsen-Derby beim HC Rödertal unglücklich mit 22:23 (9:12) im Sachsen-Derby beim HC Rödertal geschlagen geben. Daran konnte auch Torhüterin Alexandra Orowicz, die ein starkes Debüt für den HCL feierte und ihr Team in der zweiten Halbzeit mit zahlreichen starken Paraden im Spiel hielt, nichts ändern. In der Schlussminute vergaben die HCL-Spielerinnen dann gleich zweimal vom Siebenmeterpunkt aus die Chance zum Ausgleich. Erfolgreichste HCL-Werferin war Marlene Tucholke mit fünf Toren.
„Wir waren offensiv nicht gut genug. 23 Fehlwürfe und 19 technische Fehler sprechen für sich. Da hat uns leider die Konsequenz gefehlt. Dafür haben wir eine Megaabwehr gespielt. Leider hat dann nach vorne das Tempo gefehlt. Außerdem haben die Mädels zu lange mit ihren Fehlern gehadert. Am Ende hat Rödertal zurecht gewonnen“, sagte HCL-Trainer nach dem ersten Pflichtspiel der Saison: „Wir haben aber auch gesehen, dass wir mit Aleksandra Orowicz undJanine Fleischer ein starkes Torhüter-Duo haben. Gerade Aleksandra hat uns mit ihren Paraden das Comeback in der Schlussphase ermöglicht.“
Guter Start, dann reißt der Spielfaden
Das HCL-Team legte vor mehr als 500 Zuschauern einen guten Start hin. Dank einer stabilen Defensive und schnellen erfolgreichen Tempogegenstößen führten die Leipzigerinnen nach zehn Minuten souverän mit 5:2. Dann häuften sich die Fehler und sie verloren mehr und mehr den Spielfaden. Dazu scheiterte der HCL immer wieder an der starken Rödertal-Torhüterin Larissa Schutrups. Auch wenn HCL-Torhüterin Janine Fleischer ihr Team mit einigen guten Paraden im Spiel hielt, kamen die Gastgeberinnen immer besser ins Spiel und führten sehr zur Freude der eigenen Fans nach 26 Minuten mit 9:7. Auch die Auszeit von Trainer Erik Töpfer konnte das Blatt nicht wenden – im Gegenteil. Wenig später führten die Gastgeberinnen sogar mit 12:8. Mit der Schlusssekunde der ersten Halbzeit verkürzte Lilly Glimm noch auf 9:12 aus HCL-Sicht.
Krimi in den Schlussminuten
Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Mannschaften zunächst einen offenen Schlagabtausch, ohne dass die Leipzigerinnen allerdings den Rückstand verkürzen konnten – im Gegenteil. Nach drei Gegentoren in Folge verkündete die Anzeigetafel in der 43. Minute ein 14:20 aus Leipziger Sicht. Doch mit großer Leidenschaft kämpfte sich das HCL-Team wieder zurück ins Spiel und konnte den Rückstand schrittweise verkürzen. Spätestens nach dem Treffer von Lara Tauchmann zum 20:22 in der 51. Minute war das Spiel wieder offen. Drei Minuten später erzielte Lilly Glimm sogar den Anschlusstreffer zum 21:22. In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Beim Stand von 22:23 vergab Marlene Tucholke vom Siebenmeterpunkt die große Ausgleichschance. Nach einer weiteren starken Parade von Alexandra Orowicz gehörte der letzte Angriff dem HCL – und wieder gab‘s Siebenmeter in der Schlusssekunde. Diesmal scheiterte Lisa Lammich an Torhüterin Anja Rossignoli, die damit den überraschenden Sieg der Gastgeberinnen sicherte. Für das HCL-Team ist der DHB-Pokal damit auch in dieser Saison frühzeitig beendet.
Bundesliga-Saisonstart im Sportcenter Markranstädt gegen Dortmund
Am kommenden Samstag (29. August, Anwurf: 19.30 Uhr) steht für das HCL-Team der Saisonstart in der Alsco Handball Bundesliga Frauen auf dem Programm. Beim Comeback in der obersten deutschen Spielklasse empfangen die Leipzigerinnen im Sportcenter Markranstädt den Deutschen Vizemeister Borussia Dortmund.
HC Leipzig
Janine Fleischer (4 Paraden), Aleksandra Orowicz (9 Paraden); Marlene Tucholke (5 Tore/1 Siebenmeter), Laura-Sophie Klocke (3), Jana Walther (4/1), Lilly Glimm (5), Lara Tauchmann (2), Lisa Lammich (2), Wiebke Meyer (1), Nelly Gonschorek, Emely Theilig, Jasmin Eckart, Sharleen Greschner, Emma Niemann, Kim Angelina Lang.
Siebenmeter
Rödertal: 3/3; HCL 3/1
Strafminuten
Rödertal: 2; HCL 2
Was für ein Fest für die sächsischen Handball-Fans: Gleich zum Auftakt der neuen Saison können sich die Anhänger des HC Leipzig auf ein Sachsen-Derby freuen. In der ersten Runde des DHB-Pokals sind die Leipzigerinnen am Freitag, den 21. August, um 19:30 Uhr zu Gast beim Zweitligisten HC Rödertal. Eine Woche später startet dann die Alsco Handball Bundesliga Frauen in die neue Saison.
„Das Spiel hilft uns auf jeden Fall gut in die Saison zu starten, da ist die Spannung sofort da.“, blickt Trainer Erik Töpfer auf das erste Pflichtspiel der kommenden Saison voraus: „Wir werden sehen, wie sich beide Mannschaften vom Start der Vorbereitung bis zum Pokalspiel gefunden haben. Es wird aber auf jeden Fall ein sehr spannendes Spiel – wie jedes Derby.“ Als frischgebackener Erstligist gehen die Leipziger zumindest auf dem Papier als leichter Favorit in das Pokal-Derby beim Viertplatzierten der vergangenen Zweitligasaison. In der zurückliegenden Aufstiegs-Spielzeit konnten die Leipzigerinnen beide Partien gegen die Rödertalbienen gewinnen (25:22 und 30:28).
Ein ganz besonderes Spiel wird die Partie in Großröhrsdorf auf jeden Fall für Kreisläuferin Jasmin Eckart. Die 26-Jährige wechselt zur neuen Saison nach acht Jahren beim HC Rödertal nach Leipzig. „Ich verlasse den HC Rödertal mit großer Dankbarkeit. Die Zeit im Verein hat mich sowohl sportlich als auch persönlich geprägt. Der Abschied fällt nicht leicht, gleichzeitig sehe ich den Wechsel als Chance, neue Impulse zu setzen und mich weiterzuentwickeln“, so der HCL-Neuzugang: „Der Wechsel zum HCL ist für mich der nächste Schritt in meiner sportlichen Entwicklung. Der Verein steht für ambitionierten Handball, professionelle Strukturen und klare Perspektiven.“
Tickets für den Gästeblock gibt es ab sofort unter nachfolgendem Link: https://roedertalbienen.vbotickets.com/event/1_Runde_DHBPokal_HC_Rdertal_vs_HC_Leipzig_Gste/204033
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