TG Nürtingen – HC Leipzig 32:33 (13:15)
Beim Stand von 32:32 nimmt HCL-Trainer Erik Töpfer 13 Sekunden vor der Schlusssirene eine Auszeit, um den letzten Spielzug anzusagen. Sein Gegenüber, TGN-Trainer Manel Cirac versucht mit einer offenen Abwehr den Spielaufbau zu stören, was gelingt. Er schickt Marie-Christine Beddies auf Marlene Tucholke und Lisa Fuchs auf Lisa Lammich, nimmt diese praktisch aus dem Spiel. Keine Leipzigerin erkennt die verwaiste Mitte, niemand läuft in den offenen Raum. Stattdessen fasst sich Lara Seidel ein Herz, dribbelt zur rechten Seite, hat plötzlich mit Leonie Dreizler und Maileen Seeger zwei Gegnerinnen vor sich und wirft aus spitzem Winkel durch beide hindurch und überwindet die überraschte Torhüterin zur erneuten Führung. In den verbleibenden sechs Sekunden hat Nürtingen noch einen Wurf aus dem Rückraum, der von Nele Kurzke gehalten wird und einen direkten Freiwurf, der im Block der Sächsinnen hängen bleibt. Das Spiel ist aus. Jubel auf Leipziger Seite und Dank der Nürtingener an die 710 Zuschauer (darunter wieder viele Leipziger Anhänger), die eine tolle Stimmung erzeugt haben und die ihrerseits die starke kämpferische Leistung der Turngemeinde honorieren.
Es war ein verrücktes Spiel mit zwei verschiedenen Halbzeiten, großartigem Kampf beider Mannschaften und einem glücklichen Sieg für die Gäste. Der Siegtreffer war ein typisches Lara-Seidel-Tor. Frech, mutig, durchsetzungsstark, unkonventionell und ganz sicher so nicht geplant. Aber egal. Dank Lara und Dank einer abgeklärten Schlussphase, in der der HCL zuerst einen Zwei-Tore-Rückstand vom 24:26 in der 49. Minute durch Jana Walther, Joanna Granicka und wieder Jana Walther zur 27:26-Führung drehte, danach erneut viermal in Rückstand gerät (27:28, 28:29, 29:30 und 30:31, zwischen der 55. und 58. Minute).
Die Youngster sind für Leipzig zur Stelle und halten die Messestädterinnen im Spiel. Zweimal Lisa Lammich (16 Jahre), Jana Walther (18 Jahre) beweist ihre Nervenstärke mit zwei Strafwürfen und Marlene Tucholke (17 Jahre) trifft aus dem Rückraum. Sie sorgen für die zwischenzeitliche 32:31-Führung eine Minute vor Schluss. Nürtingen trifft ebenfalls mit Strafwurf zum Ausgleich. 32 Sekunden sind noch zu spielen und Seidel schafft das Unmögliche.
Dass es am Ende zu dieser Dramatik kommen musste, lag am späten Erwachen der Gastgeberinnen. Eigentlich hatten die Töpfer-Schützlinge, nach sehr nervösem Beginn, alles im Griff. Sie lagen schon mit fünf Toren in Führung (11:6, 12:7 und 13:8). Als Leipzig vor allem in der Abwehr Schwächen offenbarte und sich zudem im Angriff technische Fehler häuften, konnte Nürtingen daraus Nutzen ziehen. Vor allem Lisa Fuchs (8 Tore), Benitta Quattlender (7 Tore) und Leonie Dreizler (5 Tore) waren erfolgreich.
Aufgrund vieler Fehler sahen die Zuschauer kein hochklassiges Spitzenspiel. Immerhin empfing der Vierte den Zweiten. Dafür war es sehr spannend und umkämpft. Mit diesem Erfolg verteidigt der HCL den zweiten Platz und hat kommende Woche in Mainz erneut ein schweres Auswärtsspiel.
TG Nürtingen
Rena Keller (10 Paraden), Sophie Leenen; Britt van der Baan, Lisa Wieder, Nele Nusser, Nora Erhardt (2), Maileen Seeger (3), Benitta Quattlender (7), Marie-Christine Beddies (4), Leonie Dreizler (5/1), Lisa Fuchs (8/2), Annika Distel, Lenya Treusch (3), Julia Symanzik
HC Leipzig
Nele Kurzke (10 Paraden), Janine Fleischer (1 Parade); Pauline Uhlmann, Lara Seidel (3), Jana Walther (5/4), Kim Angelina Kim, Alina Gaubatz (2), Laura Sophie Klocke (1), Hanna Ferber-Rahnhöfer (4), Joanna Granicka (4/1), Lilly Glimm (4), Marlene Tucholke (6), Lara Tauchmann (2), Lisa Lammich (2)
Siebenmeter
TGN 3/4; HCL 5/7
Strafminuten
TGN 8; HCL 4
Marlene Tucholke wieder stark

Hanna Ferber-Rahnhöfer beim Wurf

Lisa Lammich setzt sich durch

Lara Seidels Siegtreffer


Fotos Robby Kunze (Titel: Lara Seidel)
Die Handballerinnen des HC Leipzig hatten, bedingt durch die Länderspielpause, zwei Wochen Zeit, die in der 2. Bundesliga erlittene Derbyniederlage beim Spitzenreiter und designierten Bundesligaaufsteiger Halle-Neustadt zu verarbeiten.
Aber auch der kommende Gegner hat es in sich. Am Karsamstag treten die Töpfer-Schützlinge beim Vierten TG Nürtingen an. Die Württembergerinnen haben ewig nicht mehr verloren, genau seit sieben Spielen. Anfang Februar unterlagen sie mit 31:35 in Halle. Kann passieren, wie wir wissen. Ansonsten spielen sie eine ordentliche Saison und liegen mit 34:14 Punkten nur drei Punkte hinter unserer Mannschaft (37:11) in Lauerstellung. Dazwischen steht nur der HC Rödertal mit 36:12 Punkten an dritter Position.
Das jüngste Bundesligateam will alles daransetzen, den zweiten Platz auch im Ländle zu verteidigen, was allerdings sehr schwer werden wird. Denn Nürtingen hat die zweitbeste Heimbilanz aller Mannschaften und nur zweimal in dieser Saison in eigener Halle verloren (Regensburg 24:28 und Rödertal 33:37). Selbst den sonst so souveränen Wildcats wurde am zweiten Spieltag mit 36:25 das Fell über die Ohren gezogen.
HCL-Cheftrainer Erik Töpfer ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst, trotzdem gibt er vor: „Wir wollen gewinnen. Wir wollen die Lehren, die wir aus dem Halle-Spiel gezogen haben, umsetzen und den nächsten Schritt gehen. Vor allem im Angriff muss der Ball schnell laufen, weil der Gegner uns mit einer offenen Abwehr pressen und uns unter Druck setzen wird. Da müssen wir ruhig bleiben und gute Entscheidungen treffen. Das gleiche gilt für unsere Deckung. Nürtingen hat eine gute Spielkultur. Es macht Spaß ihnen zuzusehen, deshalb wird es eines der besseren Spiele. Wir hatten schon letztes Jahr, nach gutem Start, hintenraus Probleme. Die Halle wird beben. Es ist eine emotionale Mannschaft mit einem emotionalen Trainer. Das wird definitiv kein leichtes Match, aber solche Spiele bringen uns weiter und wir werden alles daran setzen diese Aufgabe zu meistern.“ Verzichten muss der HCL auf Sophie Pickrodt, nach ihrem Trainingsunfall, Juliane Peter sowie auf die Langzeitverletzten Sharleen Greschner und Leoni Spott.
Die letzten beiden Spiele gegen die TGN, sowohl das Heimspiel der Hinrunde als auch das Auswärtsspiel der letzten Saison, endeten jeweils 33:27 für unsere Mädels.
Spielbeginn ist 18 Uhr, Sportdeutschland.tv überträgt ab 17:45 Uhr.
Das Mitteldeutsche Derby vor ausverkauftem Haus hielt, was es versprach. Mitreißenden Handball, großartigen Kampf auf beiden Seiten, eine Rote Karte auf Leipziger Seite und ganz viele leidenschaftlich geführte Duelle auf offener Bühne. 1205 Zuschauer gaben dem Spiel einen würdigen Rahmen und kamen voll auf ihre Kosten.
Nach anfänglichem Abtasten und ausgeglichenem Spielverlauf, gewannen die Gäste zunächst die Oberhand. Pauline Uhlmann, Marlene Tucholke und zweimal Joanna Granicka brachten Leipzig mit 9:6 in Führung. Halle braucht nur drei Minuten um den Gleichstand wieder herzustellen, weil Torhüterin Sara Suba zwei Hundertprozentige entschärft und die einstudierten Kombinationen funktionieren. Das war augenfällig am Spiel des Tabellenführers: Immer wenn sie unter Druck gerieten, funktionierten die Automatismen. Spielverlagerung zu einer und dann der präzise Pass zur anderen Seite, dem nicht selten ein erfolgreicher Abschluss folgte. Aber eben nicht immer. Auch Nele Kurzke konnte sich mehrfach auszeichnen und hielt ihr Team lange im Spiel. Mit 14 gehaltenen Bälle hatte sie knapp die Nase vor ihrer Gegenüber Sara Suba mit 13 Paraden. Beide standen oft im Mittelpunkt des Geschehens. Zum Beispiel nach dem Seitenwechsel, beim Stand von 16:13. Zuerst scheitert Cara Reuthal an Nele Kurzke, im Gegenzug Alina Gaubatz an Sara Suba. Fehlwurf Halle, Fehlwurf Leipzig, 17:13 Halle, Pfostenwurf Leipzig, Fehlwurf Halle, Parade Supa, 18:13 Halle, Ballverlust Leipzig, 19:13 Halle. Sechs Tore Rückstand nach 36 Minuten. Eine zu große Hypothek. Zwar arbeitete sich der HCL allmählich wieder heran und erzielte beim 23:24 durch Marlene Tucholke sowie beim 24:25 durch Joanna Granicka zehn beziehungsweise acht Minuten vor dem Ende zweimal den Anschluss, zur Wende reichte das allerdings nicht. Wieder verloren die Sächsinnen den Ball, scheiterten am Aluminium oder an Suba. So blieb es zwar bis zum Schluss spannend, aber die routinierten Wildcats brachten das Spiel sicher nach Hause, verteidigen ihre weiße Heimweste und können den Sekt für die Aufstiegsfeier kaltstellen.
Für HCL-Trainer Erik Töpfer bleibt die Erkenntnis, dass sich seine junge Mannschaft auf einem guten Weg befindet, doch im Topspiel noch zu unerfahren ist. „Dann unterlaufen uns einige Fehler im Angriff, die Halle zu einfachen Toren einladen, weil unser Rückzug nicht optimal war. In der zweiten Halbzeit kommen wir stark zurück. Dennoch gelingt die Wende nicht. Der Unterschied war heute vor allem die Chancenverwertung von Außen.“
So bitter die Niederlage für unsere Mannschaft ist, das jüngste Bundesligateam wird daraus Kraft für die Zukunft schöpfen. Jede Spielerin kann sich mit dieser Erfahrung und mit den Erkenntnissen dieser Standortbestimmung weiterentwickeln. Bereits in zwei Wochen wartet mit der TG Nürtingen die nächste Bewährungsprobe in fremder Halle.
Aufstellung:
Nele Kurzke, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (1), Lara Seidel (2), Jana Walther, Kim-Angelina Lang, Alina Gaubatz (2), Laura Sophie Klocke, Hanna Ferber-Rahnhöfer (3), Joanna Granicka (11/5), Lilly Glimm, Marlene Tucholke (7), Lara Tauchmann, Lisa Lammich
Siebenmeter
SVU 3/4; HCL 5/6
Strafminuten
SVU 2; HCL 8 (1xD)
Zuschauer: 1205
Marlene Tucholke beim Wurf

Nele Kurzke erneut starker Rückhalt

Dank an die Fans

Fotos Robby Kunze (Titel: Joanna Granicka)
Die Handballerinnen des HC Leipzig fahren selbstbewusst und gestärkt zum kürzesten Auswärtsspiel der Saison, dem Nachbarschaftsduell gegen den SV Union Halle-Neustadt.
Seit 12 Spielen haben die Messestädterinnen nicht mehr verloren. Nach dem Remis in Regensburg am 21. Dezember 2024 folgten 11 Siege in Serie. Alle souverän und keines unter drei Toren Differenz. Das waren die beiden Derbys. Sowohl in Berlin bei den Füchsen als auch bei den Rödertalbienen gewannen wir mit 29:26.
Übertroffen wird unsere beeindruckende Bilanz allerdings vom allen überragenden Spitzenreiter Halle-Neustadt. Die Wildcats haben in dieser Meisterschaft lediglich eine Partie verloren, mit 25:36 bei der TG Nürtingen, am zweiten Spieltag. Danach folgten unglaubliche 21 gewonnene Spiele, darunter das Hinspiel in Leipzig, mit 30:28. Vor allem in der heimischen SWH.arena sind die Hallenserinnen eine Macht und bisher ohne Punktverlust.
Das soll sich, nach dem Willen von HCL-Cheftrainer Erik Töpfer, am Sonnabend ändern. „Wir haben alle Bock. Das ist seit Wochen unser Gefühl und wir haben daraufhin gearbeitet. Es ist klar, wenn wir gegen Halle eine Chance haben wollen, müssen wir uns in einigen Bereichen noch verbessern. Dazu zählen Aufgaben im Angriff sowie in der Abwehrarbeit und das haben wir in den letzten Spielen fast souverän gelöst. Jetzt wollen wir die Woche intensiv nutzen, um uns auf das Derby vorzubereiten. Ziel ist es, viel mehr Härte und Bewusstsein in die Zweikämpfe zu bekommen, um gegen Halle nicht ganz so passiv zu sein wie gegen Rosengarten. Wir müssen bereit für die Zweikämpfe sein, damit es eine ‚Schlacht‘ wird, wie es in einem Derby zu sein hat, meiner Meinung nach. Im Hinspiel waren wir 50 Minuten dran, bevor uns in der Schlussphase einige technische Fehler unterliefen.
Wir sind gut gerüstet, haben fast alle Spielerinnen an Bord. Der Kader ist optimal. Ich finde, dass das Spiel für uns ein guter Gradmesser sein wird um unsere Entwicklung, seit dem letzten Spiel gegen Halle, zu sehen. Wo stehen wir? Vielleicht sehen wir auch Fehler, die es noch abzustellen gilt. Am Besten haben wir alle sehr gut gearbeitet, dann werden wir die Punkte holen. Oder anderenfalls, was auch nicht verkehrt ist, werden uns Fehler aufgezeigt, an denen wir noch weiter arbeiten können.“
Leipzig wird von den eigenen Fans zahlreich und großartig unterstützt. Der offizielle Gästeblock ist bereits ausverkauft. Zum Glück ist die Arena groß genug, um allen Interessierten ein Handballfest zu bieten.
Wer dennoch nicht nach Halle fährt, kann das Spiel im kostenpflichtigen Livestream bei Sportdeutschland.tv verfolgen.
Mit einem überzeugenden 37:28-Erfolg, dem 11. Sieg in Folge, festigen die Handballerinnen des HC Leipzig ihren zweiten Platz in der zweiten Bundesliga.
Dabei war es erneut ein fast schon typischer HCL-Beginn. 0:1, 1:5 nach vier und 3:8 nach acht Minuten, zwangen Trainer Erik Töpfer zur frühen Auszeit. „Ich war enttäuscht über unsere Einstellung, wie wir das Spiel angehen. Wir wissen, dass wir immer voll da sein müssen, dass die Liga kein Selbstläufer ist. Das war heute jugendlicher Leichtsinn, nach dem Motto ‚die letzten Spiele liefen doch gut‘. Mir hat da die körperliche Präsenz gefehlt. Rosengarten hat das aber auch gut gemacht.“ Die Trainerworte zeigten Wirkung. Mit vier Toren in Folge gelang, zwischen der 10. und 12. Minute, der Anschluss zum 7:8. Pauline Uhlmann erzwang nach 17 Minuten den zwischenzeitlichen Ausgleich (9:9). Die nächsten 10 Minuten waren ausgeglichen. Die Gäste legten vor, Leipzig glich aus. Was die Luchse unbeeindruckt lies. Sie gingen erneut mit zwei Toren, von Ossenkopp und Lück, in Führung (14:12). Der folgende 4:0-Lauf durch Granicka, Uhlmann, Tucholke und Gaubatz brachte die 16:14-Halbzeitführung für die Sächsinnen.
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Messestädterinnen, warum sie derzeit so erfolgreich sind. Die Abwehr arbeitete zuverlässig und im Angriff zündeten unsere Mädels, angetrieben von der überragenden Joanna Granicka (14 Tore), ein spektakuläres Feuerwerk. Vor allem mit schnellen Ballstafetten und intensiver Laufarbeit kamen sie immer wieder zu klaren Torchancen. Sehr zur Freude der 521 Zuschauer entwickelte sich ein schnelles und attraktives Spiel.
Gästetrainer Dubravko Prelcec verwies auf das Leipziger Tempo: „Wir wollten so lange es geht das Spiel offen halten, was etwa 15 Minuten gelang. Unser Ziel war über 60 Minuten soviel Tore wie möglich zu werfen. Wenn wir es gegen Leipzig mit diesem Tempo schaffen, selbst 28 Tore zu werfen, bin ich optimistisch, dass wir in den nächsten Spielen das auch schaffen werden. Meine Position war, alles unter zehn Toren Unterschied ist gut. Wir wußten was zu tun ist. Am Ende hatten wir nicht die Kraft und Leipzig hat eine gute Mannschaft.“
Beide Teams stehen kommenden Sonnabend vor schweren Auswärtsspielen. Die Luchse wollen bei der TG Nürtingen Punkte sammeln und der HCL beim Spitzenreiter Halle-Neustadt bestehen. Besonders das Mitteldeutsche Derby steht im Fokus des 24. Spieltages und wirft bereits seine Schatten voraus. „Wir müssen dort anders auftreten, das Spiel bestimmen, sowohl offensiv als auch defensiv und die Härte eines Derbys annehmen.“, so Cheftrainer Töpfer.
HC Leipzig
Nele Kurzke, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (2), Lara Seidel (3), Kim-Angelina Lang, Alina Gaubatz (3), Laura Klocke, Hanna Ferber-Rahnhöfer (3), Sophie Pickrodt (1), Joanna Granicka (14/7), Lilly Glimm (2), Marlene Tucholke (2), Lara Tauchmann (4), Lisa Lammich (3)
HL Buchholz 08-Rosengarten
Danique Troster, Anja Rossognoli; Finja Harms (1), Lene Marie Forsbach, Marla Sophie Mathwig (5/4), Minke van Katwijk (1), Lucia Kollmer (2), Jule Meisner, Lucy Saul, Meret Ossenkopp (3), Wiebke Meyer (3), Lin Elisabeth Lück (2), Selina Jopp (2), Nantke Ackmann (9)
Siebenmeter
HCL 7/8; HLR 4/4
Strafminuten
HCL 4; HLR 6
Zuschauer: 521

Lara Tauchmann mit starkem Comeback

Marlene Tucholke beim Wurf

Aufmerksame Abwehr…

…auf beiden Seiten

Fotos Robby Kunze (Titel: Joanna Granicka)
Am Sonntag empfängt der HC Leipzig in der 2. Bundesliga die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten zum Vergleich.
Gegen den Tabellen-Zehnten wollen die Messestädterinnen erneut ihr Publikum mit Tempohandball und spektakulären Aktionen begeistern. Die Voraussetzungen dafür sind gut. Nach dem Derbysieg im Bienenstock haben sich die Töpfer-Schützlinge geradezu in einen Torrausch gespielt. 41 Tore gegen die Vipers und 44 Tore bei den Bären sind gewaltig. Nun also die Luchse, die ihrerseits aber auch wissen, wie sich 44 geworfenen Tore anfühlen. Beim 44:27 ließen sie jüngst den Löwinnen des Bergischen HC, durchaus überraschend deutlich, keine Chance.
Unterschätzen wird den Gegner im Lager des HCL niemand, zumal die künftige Leipzigerin Wiebke Meyer besonders motiviert sein wird und ihre Torjägerqualitäten (91 Feldtore) unter Beweis stellen will.
Außerdem ist die Vorbereitung unserer Mädels auf das Spiel suboptimal. Cheftrainer Erik Töpfer: „Wir hatten leider nur zwei richtige Trainingseinheiten mit reduziertem Kader. Marlene Tucholke und Jana Walther sind erkrankt, zudem hat sich Juliane Peter verletzt und wird länger ausfallen. Einige aus der Mannschaft werden am Freitag beim Juniorteam im Nachholspiel gegen Burgenland (18:30, Brüderstraße) aushelfen. Mit diesen Vorzeichen ist kein Gegner leicht. Wir werden wieder kämpfen müssen und uns mit viel Mentalität der Aufgabe stellen.“
Für Leipzig spricht die makellose Bilanz 2025. Wir sind in diesem Jahr noch ohne Punktverlust und stehen mittlerweile mit 35:9 Punkten sogar auf dem zweiten Platz der zweiten Liga. Das Hinspiel gewannen die Sächsinnen auswärts mit 28:19 deutlich.
Ein Besuch der Sporthalle Brüderstraße lohnt sich in diesen Tagen besonders, weil unsere junge Mannschaft leidenschaftlich und erfolgreich spielt.
Aber auch musikalisch wird den Gästen einiges geboten. Vor der Halle spielt ab 15:15 Uhr das ‚Fanfarenorchester Leipzig – die Oldies‘ auf. Die ‚Oldies‘ waren schon zu DDR-Zeiten ziemlich angesagt und werden vor und in der Halle die Stimmung anheizen.
Karten gibt es für 12 Euro im Vorverkauf oder an der Tageskasse.
Das Spiel wird ab 15:45 im Livestream von Sportdeutschland.tv übertragen.
https://sportdeutschland.tv/hc-leipzig/2-hbf-hc-leipzig-vs-hl-buchholz-08-rosengarten-3
Mit einem 25:44 Auswärtssieg bei den Kurpfalzbären stürmt der HC Leipzig auf Platz 2 der 2. Handball Bundesliga, da Rödertal zeitgleich das Spitzenspiel gegen Halle knapp verliert.
Trotz der langen Anreise zeigten sich die Töpfer-Schützling beim Auswärtsspiel in der Pfalz von Anfang an hochkonzentriert, während die abstiegsgefährdete und zudem ersatzgeschwächte Heimmannschaft nur schwer ins Spiel fand. Und so war die Partie, auch dank einiger starker Paraden von Nele Kurzke, beim 2:12 nach zehn Minuten quasi vorentschieden. In der Abwehr fanden die Kurpfalzbären keinen Zugriff und vorne luden sie die Leipzigerinnen mit technischen Fehlern immer wieder zu Gegenstößen ein die konsequent verwertet wurden. In der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit kamen die Hausherrinnen dann etwas besser ins Spiel, während sich bei den Leipzigerinnen ein paar Unkonzentriertheiten einschlichen, so dass es mit einem 13:23 in die Halbzeit ging.
Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist schnell erzählt. Leipzig spielte nun wieder konsequenter in Angriff und Abwehr und konnte den Vorsprung von 15:28 (36. Minute), über 18:36 (47. Minute) bis hin zum 19:39 in der 52. Minute ausbauen, als der Vorsprung erstmalig sogar 20 Tore betrug. Am Ende stand mit dem 25:44 der höchste Sieg der laufenden Saison, der auch in dieser Höhe völlig verdient war. Insgesamt zeigte die jüngste Mannschaft der Liga eine sehr reife und abgeklärte Leistung und ließ zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen. Hervorheben kann man aus einer insgesamt starken Mannschaftsleistung sicherlich Marlene Tucholke mit ihren insgesamt acht Toren sowie Hanna Ferber-Rahnhöfer und Alina Gaubatz, die bei ihren jeweils sechs Toren beide eine 100%-Quote vorweisen konnten.
Nach zehn Siegen in Folge grüßen die Messestädterinnen nun von Platz 2 der Tabelle und wollen diese Top-Platzierung im nächsten Heimspiel gegen HL Buchholz 08-Rosengarten am kommenden Sonntag, den 30. März, um 16 Uhr natürlich verteidigen. Ein Pflichttermin für alle HCL-Fans, aber auch für alle anderen, die die heiße Atmosphäre in der „Brüderhölle“ sowie jede Menge Spaß, Action und Emotionen einmal live erleben wollen.
Tickets für das Spektakel gibt es ab sofort unter www.hc-leipzig.de.

Fotos: Robby Kunze (Titel: Marlene Tucholke)
Wenn die Handballerinnen des HC Leipzig am Sonnabend um 19 Uhr in Ketsch gegen die Kurpfalz Bären um die Meisterschafts-Punkte in der 2. Bundesliga spielen, geht es vor allem darum, die Ergebnisse der letzten neun Begegnungen zu bestätigen und mit einem weiteren Erfolg den Podestplatz zu festigen. Der derzeitige Dritte hat bei den abstiegsgefährdeten Bären die Chance auf den 10. Sieg in Folge. Aber Achtung: Die Mannschaft um Topscorerin Svenja Mann (158 Tore – aktuell Zweite der Torschützenliste) hat, mit einem Punkt Rückstand zum rettenden 13. Platz, realistische Chancen auf den Klassenerhalt. Deshalb werden sie alles in die Waagschale werfen, um nach zwei deftigen Niederlagen, endlich wieder zu punkten.
HCL-Trainer Erik Töpfer möchte natürlich die zwei Punkte mitnehmen, betont aber: „Das ist eine Mannschaft, die uns nicht ganz so gut liegt. Sie haben eine hohe kämpferische Qualität. Sie stecken nie auf, gehen immer voll drauf und kämpfen bis zum Ende. Wir müssen da hellwach sein und vor allem die einfachen Fehler in der Abwehr, wie zuletzt, abstellen. Außerdem ist es wichtig, die Trefferquote hoch zu halten. Das haben wir im Hinspiel gemerkt. Nach 18 Fehlwürfen wurde das Spiel plötzlich knapp. Wir sind selbst gefordert, unsere Aufgaben zu lösen. Das heißt, über eine stabile Abwehr ein hohes Tempo zu gehen und für einfache Tore zu sorgen. Außerdem müssen wir die Fehler der Vorwoche vermeiden. Dann bin ich optimistisch, dass wir das lösen werden.“
Das Spiel wird ab 18:45 im Livestream von Sportdeutschland.tv übertragen.
https://sportdeutschland.tv/kurpfalz-baeren/2-hbf-kurpfalz-baeren-vs-hc-leipzig-4
Mit ganz viel Energie und Herzblut gewinnen die Handballerinnen des HC Leipzig ihr Heimspiel gegen den Bundesliga-Absteiger HSG Bad Wildungen Vipers 41:30. Zum einen, weil sich nach zwei spielfreien Wochenenden alle auf dieses Match freuten und zum anderen, weil der Spieltag von der Leipziger Gruppe präsentiert wurde.
Nach ausgeglichenem Beginn und dem 3:3 in der siebenten Minute schaltete der HCL erstmal für drei Minuten auf Sparflamme und lies die Gäste auf 8:3 davonziehen. Trainer Erik Töpfer war gezwungen, mit Hilfe einer Auszeit, nachzujustieren. Tatsächlich dauerte es nur fünf Minuten bis unseren Mädels durch Hanna Ferber-Rahnhöfer, Marlene Tucholke, Lisa Lammich und Joanna Granicka der zwischenzeitliche Anschluss und nach zwei weiteren Minuten, durch Lara Seidel und Laura Klocke der 9:9-Ausgleich gelang. Der Bann war gebrochen. Leipzig spielte nunmehr druckvoll und zielstrebig. Man hatte sich auf die vorwiegend sehr offensive Gäste-Abwehr eingestellt und erzwang eine Vier-Tore-Führung zur Pause. Vor allem die Deckung und Nele Kurzke im Tor erwiesen sich als Grundpfeiler für den Umschwung.
Nach dem Wechsel erhörte sich die Dominanz der Messestädterinnen, die die sich bietenden großen Lücken in der gegnerischen Abwehr erkannten und leichtfüßig wie dynamisch nutzten. Die offensive Ausrichtung der Vipers verstanden die Seidel, Tucholke, Lammich und Granicka als Einladung zu unnachahmlichen Durchbrüchen. Schnell lagen die Töpfer-Schützlinge mit sechs (20:14/34. Minute), acht (24:16/40.), zehn (27:17/43.) sowie 11 Toren (35:24/53.) in Führung. Da die Abwehr souverän stand und auch Janine Fleischer sich im Tor auszeichnen konnte, hielt dieser Vorsprung bis zum Ende. Mit 41 Toren gelang sogar der Saison-Rekord. 475 Zuschauer gingen sehr zufrieden nach Hause.
Erik Töpfer verwies auf die ungewöhnliche Vorbereitung, die durch Auswahlverpflichtungen einiger sowie durch krankheitsbedingter Ausfälle, im kleinsten Kreis stattfand. „Deshalb hatte ich den schlechten Start erwartet. Ich habe viel Vertrauen in die Mannschaft, dass wir das positiv gestalten. Heute war es mir egal wie wir gewinnen, Hauptsache dass es am Ende reicht. Wie wir uns gegen den offensiven Gegner durchgesetzt haben war Klasse. Besonders Marlene Tucholke und Lara Seidel haben ihre körperlichen Vorraussetzungen gegen robuste Abwehrspielerinnen genutzt.“ Sein Kollege Peter Schildhammer verwies auf den Tabellenplatz des HCL: „Nicht umsonst sind sie Dritter. Wir wollten Leipzig offensiv herausfordern, was nicht gelang. Schlussendlich war der HCL besser.“
HC Leipzig
Nele Kurzke, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (1), Lara Seidel (9), Jana Walther (1), Kim-Angelina Lang, Juliane Peter (1), Alina Gaubatz (1), Laura Klocke (1), Hanna Ferber-Rahnhöfer (2), Sophie Pickrodt (1), Joanna Granicka (9/4), Lilly Glimm (2), Marlene Tucholke (8), Lisa Lammich (5)
HSG Bad Wildungen Vipers
Larissa Schutrups, Zoe Krueger; Alea Mattig (2), Farina Meyer (1), Nadia Bury, Hannah Berk (3), Julia Hertha (1), Sina Ulrich (1), Nina Strohmeier (1), Nele Wenzel (8), Melina Hahn (9/3), Vakare Damuleviciute, Fiona Adam (4/2)
Siebenmeter
HCL 4/4; HSG 5/5
Strafminuten
HCL 10; HSG 8
Zuschauer: 475

Pauline Uhlmann erfolgreich

Nele Kurzke erneut stark

Sophie Pickrodt im Wurf

Lisa Lammich setzt sich durch

Fotos Robby Kunze (Titel: Lara Seidel)
Ganze 22 Tage nach dem gewonnenen Sachsenderby empfangen die Handballerinnen des HC Leipzig in der zweiten Bundesliga die HSG Bad Wildungen Vipers in der heimischen Brüderstraße. Solange konnten sich die Töpfer-Schützlinge am Derbysieg erfreuen, mit dem sie nicht nur den dritten Platz festigten (vier Punkte Vorsprung auf Berlin), sondern sogar mit dem HC Rödertal auf 31:9 Punkte gleichzogen. Aller Voraussicht nach wird das in den letzten zehn Meisterschaftsspielen ein spannendes Finish um die Medaillen-Ränge, genauer um Silber und Bronze, denn Halle-Neustadt scheint mit sieben Punkten Vorsprung bereits enteilt zu sein.
Der Osten dominiert die Liga. Halle, Rödertal, Leipzig und Berlin stehen auf den ersten Plätzen. Was für Halle nicht überraschend kommt, denn der Wiederaufstieg in die Bundesliga ist das erklärte Ziel.
Aber warum tun sich die beiden anderen Absteiger so schwer? Solingen-Gräfrath ist Achter und unser kommender Gegner Bad Wildungen mit 12:28 Punkten gar nur Elfter.
Gleichwohl war das Hinspiel für unsere Mädels kein leichtes. Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe und die Entscheidung fiel erst zwischen der 58. und 60. Minute als der HCL das Ergebnis vom 31:32 auf ein beruhigendes 31:35 stellte, Endstand 32:35.
Damit ist das Ziel für Sonntag klar formuliert: Favorit HCL muss an die zuletzt ordentlichen Leistungen anknüpfen und von Beginn an den Kampf gegen die Nordhessinnen annehmen. Denn ohne Kampf wird es definitiv nicht gehen.
So sieht es auch HCL-Cheftrainer Erik Töpfer: „Endlich wieder Bundesliga. Wir werden uns ab Mittwoch mit viel Eifer und klarem Kopf vorbereiten, wie vor jedem Spiel. Wir beschäftigen uns mit dem Gegner und werden deren Stärken analysieren. Wir müssen schnell wieder in den Flow kommen.
Die spielfreie Zeit tat allen gut. Die einen haben in Auswahlteams neue Erfahrungen gesammelt und neue Eindrücke gewonnen, die anderen konnten sich erholen. Wir hatten eine Woche freigegeben, damit alle regenerieren können. In der zweiten Woche wurde mit reduziertem Kader trainiert. Durch die Teilnahme bei den Nationalmannschaften, oder am studienbedingten Skilager (Sophie Pickrodt) sowie durch Krankheiten konnten nur fünf Spielerinnen trainieren. Für uns stand dabei der Spaß im Vordergrund und vornehmlich individuelle Würfe.“
Die Vorfreude auf das Duell mit den Vipers ist groß. Die Spielerinnen um Kapitänin Pauline Uhlmann hoffen auf großes Interesse der Leipziger Anhänger und auf eine gut gefüllte Halle. Schließlich haben sich die stabil guten Leistungen und die attraktive Spielweise der Handballerinnen in der Messestadt herumgesprochen.
Eintrittskarten gibt es für 12 Euro im Vorverkauf oder an der Tageskasse.
Das Spiel wird ab 15:45 Uhr im Livestream bei Sportdeutschland.tv übertragen.
https://sportdeutschland.tv/hc-leipzig/2-hbf-hc-leipzig-vs-hsg-bad-wildungen-vipers
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