HSG Bad Wildungen Vipers - HC Leipzig 32:35 (15:16)
Der HC Leipzig gewinnt beim Bundesliga-Absteiger HSG Bad Wildungen Vipers mit 35:32 und kehrt mit beiden Punkten im Gepäck aus Nordhessen zurück nach Sachsen.
Im Spiel der jüngsten Bundesligateams, auch die Vipers haben wie der HCL einige Teenager in ihrem jungen Kader, zeigten sich die Gäste besonders im Angriff zielstrebiger und variabler als zuletzt. Diesmal hatte man mit der offensiven Abwehr eines Gegners weniger Probleme, weil sich die Mädels besser bewegten, die entstandenen Räume erkannt und genutzt wurden. Cheftrainer Erik Töpfer, als Student derzeit sonnabends im Hörsaal unabkömmlich, hatte es kommen sehen: „Eine große Herausforderung wird die offensive Abwehr des Gegners sein. Die spielen fast Manndeckung. Auf so eine Verteidigung kann man sich nicht normal vorbereiten, wie auf eine 6:0- oder 5:1-Deckung. Die Situationen sind nicht planbar. Da müssen unsere Spielerinnen viel Eigenverantwortung zeigen, sehr viel mit dem Kopf arbeiten. Da sind Cleverness und viel Selbstvertrauen gefragt.“ Genau. Der vom Trainer erdachte und vom Co-Trainer Max Bertold umgesetzte Plan ging im Wesentlichen auf, weil unsere Mädels clever und konzentriert gespielt haben.
Max Bertold: „Gegen Mannschaften mit offensiver Abwehr haben wir uns zuletzt nicht mit Ruhm bekleckert. Heute haben wir das klarer und zielstrebiger gespielt. Bis zur Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe. Nach dem Seitenwechsel verletzte sich mit Melanie Hahn die wohl beste Gegenspielerin, was für Bad Wildungen schwer zu kompensieren war. Wir hatten dann eine bessere Phase, können uns etwas absetzen. Allerdings bekommen wir lange nicht den richtigen Zugriff in der Abwehr. Deshalb sind die 32 Gegentore zu viel. Als sich unsere Abwehr stabilisiert hat und wir im Angriff wieder gute Lösungen finden, können wir unsere Führung halten und sogar etwas ausbauen. Mit der Chancenverwertung bin ich allerdings nicht zufrieden. Trotzdem waren wir heute die etwas erwachsenere Mannschaft und bestimmt abgeklärter. Die Punkte nehmen wir mit sowie die Erkenntnis woran zu arbeiten sein wird.“
Insgesamt eine gute Teamleistung, spielerisch wie kämpferisch. Gleich 10 Spielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein, wobei Joanna Granicka mit 9 Toren wieder besonders treffsicher war und ihren dritten Platz bei den besten Werferinnen verteidigte.
Am kommenden Sonntag kommen die Kurpfalz Bären in die Brüderstraße.
Vipers
Larissa Schutrups, Anita Polackova; Alea Mattig, Dana Gruner, Nadia Bury, Hannah Berk (6), Julia Hertha (2), Sina Ulrich (1), Nina Strohmeier (2), Nele Wenzel (9), Melina Hahn (4/3), Vakare Damuleviciute (4/2), Fiona Adam (4)
HC Leipzig
Nele Kurzke, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (5), Lara Seidel (4), Kim-Angelina Lang (2), Juliane Peter (1), Alina Gaubatz, Laura Klocke (1), Sophie Pickrodt (2), Joanna Granicka (9/2), Lilly Glimm, Marlene Tucholke (1), Lara Tauchmann (5), Lisa Lammich (5)
Siebenmeter
Vipers 5/6; HCL 2/2
Strafminuten
Vipers 10; HCL 6
Zuschauer 370

Lara Tauchmann

Kim-Angelina Lang

Lara Seidel (Fotos Robby Kunze)
HC Leipzig – HC Rödertal 20:24 (9:12)
Der HC Leipzig unterliegt in einem hart umkämpften Sachsenderby, vor stimmungsvoller Kulisse mit 741 Zuschauern, dem HC Rödertal 20:24 (Halbzeit 9:12).
Es war die erwartet schwere Aufgabe gegen robuste und abgezockte Bienen, die von ihrer Trainerin Maike Daniels extrem offensiv eingestellt wurden. Damit hatten die Gäste von Anfang an den Spielaufbau der Messestädterinnen empfindlich gestört. Die Folge: Etliche Ballverluste, suboptimal vorbereitete Würfe sowie ein hoher Laufaufwand um die geplanten Abschlusshandlungen vorzubereiten. Nach der einzigen Führung (1:0) durch Lara Seidel in der zweiten Minute, liefen die Leipzigerinnen fast die gesamte Spielzeit einem Rückstand hinterher. Lediglich beim 6:6 (14. Minute) und beim 7:7 (21. Minute) gab es einen Gleichstand. Die Töpfer-Schützlinge kämpften aufopferungsvoll und mit Hingabe, arbeiteten sich auch nach dem Wechsel immer wieder heran. Jedes Tor wurde mit viel Aufwand erarbeitet.
Leipzig kam voller Energie aus der Kabine und konnte 11 Minuten, zwischen der 32. Minute (11:12/Joanna Granicka) und der 43. Minute (16:17/Lisa Lammich) immer wieder den Anschluss herstellen und die Hoffnung auf ein erfolgreiches Ende am Leben halten.
Allein Rödertal hatte was dagegen und die spielerischen Mittel ihren Matchplan umzusetzen.
Rödertal-Cheftrainerin Maike Daniels: „Das Derby war ein schweres, was zu erwarten war. Unser Ziel war die 1:1-Situationen des Gegners in den Griff zu bekommen. Das haben wir, deshalb bin ich zufrieden. Wir wollten dem HCL den Schwung im Angriff nehmen. Das haben wir heute sehr gut gemacht.“ Über das Saisonziel des HCR hielt sich die Trainerin allerdings bedeckt: „Mir ist wichtig, dass wir unsere Aufgaben erfüllen und uns weiterentwickeln. Die Saison ist noch lang.“
HCL-Trainer Erik Töpfer: „Wir haben das Spiel im Angriff verloren, weil wir es nicht hinbekommen haben den Ball gut laufen zu lassen. Durch technische Fehler haben wir Rödertal viele einfache Tore geschenkt. Deswegen konnten wir trotz der geringen Gegentore nicht gewinnen, obwohl unsere Leistung heute vernünftig aber nicht optimal war.
Der HCL hat zum ersten Mal seit 12 Monaten ein Sachsenderby gegen Rödertal verloren. Trotzdem gingen die Zuschauer nicht unzufrieden nach Hause, sahen sie doch ein spannendes, umkämpftes, in Teilen gutklassiges Zweitligaspiel und einen HCL, der nie aufgesteckt hat. Das macht Hoffnung auf die kommenden Spiele.
HC Leipzig
Nele Kurzke, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (2), Lara Seidel (3), Jana Walter, Kim-Angelina Lang, Juliane Peter, Alina Gaubatz (1), Laura Klocke (2), Hanna Ferber-Rahnhöfer, Sophie Pickrodt (2), Joanna Granicka (4/2), Lilly Glimm (2), Marlene Tucholke, Lara Tauchmann (3), Lisa Lammich (1)
HC Rödertal
Oliwia Kaminska, Andjela Roganovice; Julia Mauksch (4), Vanessa Huth (1), Leonie Meersteiner, Fabienne Büch, (3/1), Anette Rakkolainen (2), Natascha Foley, Bo Dekker, Jasmin Eckart (7), Lena Smolik, Lea Grießer, Alicja Pekala (4), Santina Sabatnig (3), Lena Mailin Schorch
Siebenmeter
HCL 2/2; HCR 1/1
Strafminuten
HCL 2; HCR 6
Zuschauer 741

Lisa Lammich in Aktion

Alicja Pekala (HCR) beim Wurf

Pauline Uhlmann freut sich über ein Tor von Lara Tauchmann (Fotos Robby Kunze)
Am Sonntag steigt das erste der beiden Sachsenderbys der Saison 2024/2025: HC Leipzig gegen den HC Rödertal.
Diese Duelle in der 2. Bundesliga sind übrigens die einzigen Sachsenderbys in den Handball-Bundesligen der Frauen und der Männer. In den drei anderen Ligen ist jeweils nur ein Team aus dem Freistaat vertreten. Umso größer ist die Aufmerksamkeit, die dieses Spiel in Handballkreisen erhält. Mit dem HC Rödertal kommt die zweitbeste sächsische Mannschaft in die Messestadt. Sie haben sich unter ihrer Cheftrainerin Maike Daniels bemerkenswert entwickelt, letzte Saison sehr konstant gespielt und als Zweite relativ knapp den Bundesligaaufstieg verpasst. Das lag nicht nur an den beiden Niederlagen gegen uns. Am Ende fehlten dem HCR sieben Punkte auf Platz 1.
Auch in dieser Saison zählen die Daniels-Schützlinge zu den Aufstiegskandidaten. Nach vier Spieltagen sind die Rödertalbienen noch ungeschlagen, büßten lediglich beim Unentschieden gegen Bundesliga-Absteiger Solingen-Gräfrath einen Punkt ein.
HCL-Cheftrainer Erik Töpfer: „Wir wollen Rödertal die erste Niederlage zuführen. Unsere Mädel sind hoch motiviert und freuen sich auf das Spiel. Für einige der jungen Wilden ist es das erste Derby. Die sind sicher etwas aufgeregt. Umso wichtiger wird sein, dass wir in unser Tempospiel kommen, den Druck hochhalten und dennoch Ruhe bewahren und nicht hektisch werden. Beim Gegner hat sich zur letzten Saison nicht viel verändert, außer dass die Beste jetzt bei uns spielt.“ Damit meint Töpfer Neuzugang Lara Tauchmann, die in den ersten Spielen bereits gezeigt hat, wie wertvoll sie für den HCL ist. Lara hat sich sehr schnell gut in Leipzig eingelebt, wurde von der Mannschaft fantastisch aufgenommen und geht besonders motiviert in das Derby: „Die Vorfreude ist groß. Ein Derby ist immer etwas besonderes. Das habe ich letzte Saison schon gespürt. Natürlich werde ich sehr aufgeregt sein. Dabei hilft mir der Austausch mit dem Trainer und mit Asia (Joanna Granicka / d. A.), mit der ich mir die Position teile, über die wichtigsten taktischen Dinge.“ Nach der PK verabschiedete sich Neustudentin Lara Tauchmann zu ihrer ersten Vorlesung.
Für Bienen-Trainerin Maike Daniels ist der Ausgang des Spiels schwer abzuschätzen. „Wir beschäftigen uns lieber mit unseren Aufgaben. Ich denke, dass die Mannschaft gewinnen wird, die die Ruhe bewahrt und konsequenter den Matchplan umsetzen wird.“ Die Saisonziele formuliert die erfahrene Trainerin realistisch: „Wir wollen diese Saison an unsere Leistung von der Vorsaison anknüpfen.“
Leipzig hofft auf eine volle Sporthalle Brüderstraße und eine grandiose Stimmung. Schließlich sind beide Fanlager für ihren leidenschaftlichen Support bekannt.
Geschäftsführer Lars Lammich: „Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, denn es wird ein attraktives Spiel. Was unsere Mädels derzeit leisten hat einfach viele Zuschauer verdient. Auch wenn es vermutlich ziemlich eng werden wird, es finden alle Zuschauer Platz. Wir lassen jeden rein.“
Spielbeginn ist 16 Uhr, Einlass ab 15:00. Im Vorspiel empfängt in der Regionalliga ab 13 Uhr das Junioteam den BSV 93 Magdeburg.
Karten gibt es an der Tageskasse oder im Vorverkauf.
SV Werder Bremen - HC Leipzig 26:27 (16:11)
Mit einem Herzschlagfinale gewinnt der HC Leipzig gegen den SV Werder Bremen in dessen Halle und entführt erneut beide Punkte aus der Hansestadt.
Danach sah es in den vorangegangenen 55 Spielminuten nun wirklich nicht aus. Nicht zur Halbzeit, Bremen dominierte und führte schon mit sechs, zur Pause immerhin mit fünf Toren. Nicht nach dem Seitenwechsel, als Werder wieder auf sechs Tore stellte (17:11, 18:12/32. Minute) und nicht nach 47 Minuten, als die Bremerinnen einen Vier-Tore-Vorsprung erfolgreich verteidigten. Unsere Mädels taten sich vor 300 Zuschauern, davon wieder viele Leipziger Fans, die ihre Lieblinge lautstark anfeuerten, 55 Minuten schwer. Vor allem im Abwehrverbund blieb vieles Stückwerk, stimmte oft die Zuordnung nicht. Werder konnte immer wieder mühelos kombinieren und ihre Werferinnen in gute Positionen bringen. Zudem hatte Bremen sehr lange das Wurfglück gepachtet. Die Bälle aus dem Rückraum, vom Kreis und von Außen gingen einfach rein, während unsere Mädels ein Abo mit den Torpfosten (viermal), der Querlatte (zweimal) hatten oder nicht an der gegnerischen Torhüterin vorbei kamen. Zahlreiche Technische Fehler auf beiden Seiten beeinträchtigten zudem den Spielfluss und führten immer wieder zu Wechsel im Ballbesitz.
Leipzig nimmt beim Stand von 20:24 eine Auszeit, in der Co-Trainer Max Berthold die Seinen auf die Schlussphase einstimmt und offensichtlich die richtigen Worte gefunden hat. In den folgenden acht Minuten verkürzen wir stetig und schaffen in der 56. Minuten den so wichtigen Ausgleich durch Joanna Granicka (25:25). Es ist die Phase des Spiels, in der Torhüterin Janine Fleischer mit glanzvollen Paraden ihren Kasten förmlich zunagelt und so zur Matchwinnerin avanciert. Sophie Pickrodt, nach langer verletzungsbedingter Leidenszeit mit Spielanteilen und guter Performance (Max Berthold) gelingt die erste Führung zum 26:25/59. Minute. Nach erneutem Ausgleich nur acht Sekunden später, schalten die Leipzigerinnen blitzschnell und erkämpfen überfallartig einen Strafwurf, den Joanna Granicka (9 Tore) zum 27:26 verwandelt. Nach einer letzten Auszeit der Gastgeberinnen verbleiben noch 25 Sekunden, in denen Werder mit sieben Feldspielerinnen angreift und sich tatsächlich noch zwei dicke Torchancen erspielt. Zuerst wirft Madita Probst an die Latte (Spielzeit 59:53), den Nachwurf hält Janine Fleischer (59:58) und den letzten direkten Freiwurf von Anna Lena Bergmann blockt Laura Klocke (60:00). Das Spiel ist aus. Mit großer Moral, kühlem Kopf und tollem kämpferischen Einsatz drehen die Mädels des HC Leipzig das Spiel.
Nach der unvermeidlichen Spielpause war dieser Vergleich sehr wichtig, denn kommenden Sonntag wird der HC Rödertal zum Sachsenderby erwartet. Max Berthold: „Ab Montag werden wir aufarbeiten, was wir besser machen müssen. Wir waren heute in vielen Dingen technisch schlecht. Am Ende waren Kleinigkeiten Ausschlaggebenden. Ein glückliches Ende für uns, das wir gern mitnehmen.“
Werder Bremen
Yasmin Celina Friesen, Wioleta Pajak, Janice Fleischer; Naomi Conze (2), Luca Marie Schumacher, Madita Probst (4), Meike Becker, Mathilda Häberle (3), Emy Jane Hürkamp, Anna Lena Bergmann (4), Emma Ruwe (4/1), Lara Niemann (5), Benita Zemke, Chiara Thorn, Luise Albert, Elaine Rode (4/3)
HC Leipzig
Nele Kurzke, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (5), Lara Seidel (1), Juliane Peter (2), Alina Gaubatz (2), Laura Klocke (2), Sophie Pickrodt (1), Joanna Granicka (9/2), Lilly Glimm (1), Marlene Tucholke (3), Lara Tauchmann, Lisa Lammich (1)
Siebenmeter
SVW 4/5; HCL 2/6
Strafminuten
SVW 4; HCL 2
Zuschauer 300



Fotos Robby Kunze: von oben Sophie Pickrodt, Janine Fleischer, Joanna Granicka
Nach Nationalmannschaftspause und Pokal-Woche startet die 2. Handball-Bundesliga wieder mit dem regulären Ligabetrieb.
HCL-Pokal-Bezwinger Füchse Berlin unterlag dem sächsischen Bundesligisten Sachsen Zwickau. Auch alle anderen Mannschaften der 2. Liga Rödertal, Buchholz-Rosengarten und Halle-Neustadt verloren, sodass im weiteren Pokal-Wettbewerb die Erstligisten unter sich bleiben.
Die Frauen des HC Leipzig haben die freie Zeit hoffentlich gut genutzt, denn auf sie wartet mit dem SV Werder Bremen ein unbequemer Gegner, gegen den in den letzten beiden Jahren zweimal gewonnen und zweimal verloren wurde. Bremen gewann jedesmal in Leipzig (35:32/Februar 2023 und 26:22/Oktober 2023) während unsere Mädels sämtliche Punkte aus Bremen entführten (27:25/September 2022 sowie 31:22/Februar 2024), ein gutes Omen für Sonnabend.
HCL-Cheftrainer Erik Töpfer freut sich auf das Spiel und erwartet einen Gegner, der sich nach drei Niederlagen und dem Sieg gegen die Kurpfalz Bären im Aufwind befindet:
„Wir haben, bis auf zwei Spielerinnen fast alle an Bord. Die Mädels konnten sich gut regenerieren. Seit dieser Woche trainieren wir wieder normal und bereiten uns wie immer akribisch vor. Es wird ein mental kämpferisches Spiel. Bremen war nicht so gut in die Saison gestartet. Das wollen sie in eigener Halle natürlich ändern. Aber auch wir wollen unseren ersten Auswärtserfolg erzielen. Dafür benötigen wir den Flow des letzten Spiels, die Spielfreude und den Spielwitz sowie die volle Konzentration und wir müssen den Kampf in der gegnerischen Halle annehmen. Das sind die größten Aufgaben, die sich uns stellen.“
Wer es nicht in die Bremer Klaus-Dieter-Fischer-Halle schafft, kann das Spiel bei Sportdeutschland.tv im Livestream verfolgen. Spielbeginn ist am Sonnabend um 18:30 Uhr, die Übertragung beginnt 18:15 Uhr.
Am Sonntag, den 20. Oktober ist Derbytime in Sachsen: HC Leipzig vs. HC Rödertal.
Unbedingt vormerken und Karten sichern!
HC Leipzig – HSV Solingen-Gräfrath 29:21 (17:9)
Nach der gefühlt vermeidbaren Niederlage des zweiten Spieltags sind die Bundesliga-Handballerinnen des HC Leipzig bereits am dritten Spieltag wieder in der Erfolgsspur.
Sie bezwangen in der heimischen Sporthalle Brüderstraße den Bundesligaabsteiger HSV Solingen-Gräfrath 76 souverän mit 29:21 (Halbzeit 17:9). Dabei starteten die Gäste überzeugend, druckvoll und entschlossen. Nach der 1:0-Führung durch Carina Senel war es vor allem die unwiderstehliche Paulina Uscinowicz, die aus dem Rückraum nicht zu stoppen war und nach vier Minuten schon dreimal eingenetzt hatte (4:2 für Solingen). Unsere Mädels lagen schon 2:5 hinten und es dauerte bis zur 10. Minute, als Hannah Ferber-Rahnhöfer die erste HCL-Führung zum 7:6 erzielte. Von da an lief es. Alina Gaubatz, in ihrem vielleicht besten Spiel in Blau-Gelb (wobei sie mit der ungewohnten Nummer 7 auflief, sie hatte ihre 11 beim BHC geopfert), mit Doppelschlag zum 9:6. Der Vorsprung wurde innerhalb einer viertel Stunde auf 14:8 und bis zur Pause auf 17:9 ausgebaut.
Auch im zweiten Durchgang blieben die Töpfer-Schützlinge fokussiert. Die Abwehr arbeitete sehr gut. Nele Kurzke hielt gewohnt stark und entschärfte viele gute Möglichkeiten der Gäste. Mehrfach standen der HCL an der Schwelle zur Zehn-Tore-Führung. Allein technische Fehler und ungenaue Würfe verhinderten dies. Solingen atmete noch mal durch und konnte den Abstand von minus acht bis zum Schluss halten. Deren Trainer Jonas Schlender gab zu, dass der Matchplan nicht ganz gelungen ist: „Wir wollten ein gutes Spiel abliefern, mit einer guten Abwehr, schnellen Gegenstößen und druckvollem Angriffsspiel hier etwas mitnehmen. In Leipzig zu verlieren ist keine Schande, aber acht Tore sind schon viel.“ Leipzigs Trainer Erik Töpfer stand die Freude ins Gesicht geschrieben: „Ich bin zufrieden und froh, dass wir das umgesetzt haben, was wir wollten. Wir haben wieder mit viel Selbstvertrauen gespielt und konnten die Breite des Kaders nutzen.“
Ein schöner Erfolg, der vor allem Appetit auf die kommenden Spiele macht und bei den Leipzigern die Hoffnung nährt, künftig wieder mehr Zuschauer begrüßen zu können.
HC Leipzig
Nele Kurzke, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (3), Lara Seidel (2), Jana Walther (3), Juliane Peter (2), Alina Gaubatz (6), Laura Klocke, Hanna Ferber-Rahnhöfer (4), Sophie Pickrodt, Sharleen Greschner (1), Joanna Granicka (5/1), Lilly Glimm, Lara Tauchmann (2), Lisa Lammich (1)
HSV Solingen-Gräfrath
Katja Grewe, Liv-Stine Eckardt; Carina Senel (2), Patricia Nikolic (1), Ronja Bühler (1), Jessi van de Ruit (1) Lara Karathanassis (5/3), Cassandra Nanfack, Mia Elisa Bomnueter (1), Merit Müller (1), Melina Fabisch, Zoe Stens (2), Martina Hoh, Vanessa Brandt, Paulina Uscinowicz (7)
Siebenmeter
HCL 1/1; HSV 3/5
Strafminuten
HCL 6; HSV 6
Zuschauer 435



Fotos Robby Kunze: Alina Gaubatz, Lara Tauchmann, Nele Kurzke und Alina Gaubatz beim Wurf (von oben)
Die Handballerinnen des HC Leipzig haben am Sonntag um 16 Uhr den HSV Solingen-Gräfrath 76 zu Gast.
Nach Solingen ist vor Solingen. Nach dem denkwürdigen Auswärtstrip letzten Sonnabend zum Solinger Newcomer Bergischer HC, kommt es zum Duell mit dem HSV Solingen-Gräfrath. Mit dem Bundesligaabsteiger erwarten die Töpfer-Schützlinge das nächste Schwergewicht in der Sporthalle Brüderstraße. Der Gegner hat ebenfalls 2:2 Punkte auf dem Konto, aber mit dem umgekehrten Torverhältnis 52:50 auf dem siebenten Platz stehend, während unsere Mädels mit 50:52 Toren Platz 12 belegen. Beide Teams eint eine schmerzliche Niederlage am 2. Spieltag, nach eigentlich ordentlicher Leistung mit hoffnungsvollem Spielverlauf. Der HSV verlor 25:28 in Waiblingen, wir 25:28 beim BHC. Eine seltene Parallele. Die Zuschauer dürfen gespannt sein, wer die Niederlage besser verdaut hat. Die Gäste mussten nach dem Abstieg Leistungsträger ersetzen und ebenfalls sieben neue Spielerinnen integrieren, darunter die ehemalige Leipzigerin Patricia Nikolic.
Trainer Erik Töpfer: „Die Niederlage haben wir abgehakt. Es waren 45 sehr gute Minuten, in denen wir das umgesetzt haben, was wir wollten. Dabei haben wir in Angriff und Abwehr sogar einen guten Fortschritt erzielt, nicht nur einen kleinen. Das hat mich zufrieden gestimmt. Über die letzten 15 Minuten sprechen wir in dieser Woche. Die Fehler haben wir erkannt. Es kommt darauf an, uns nicht so schnell aus dem Konzept bringen zu lassen. Die Aufgaben sind bekannt und müssen konsequent bis zum Ende umgesetzt werden. Dass das jetzt so passiert ist, ist schade. Wichtig ist, dass wir in Zukunft wissen, was wir machen wollen und dass wir gestärkt daraus hervor gehen. Solingen ist für mich ein Aufstiegskandidat und Topfavorit. Sie gilt es zu schlagen. Mit einer stabilen Abwehr, vor allem im Spiel Zwei gegen Zwei, schnellem Umkehrspiel sowie einer weiter verbesserten Torwurfeffektivität, könnte das gelingen.“
Karten gibt es an der Tageskasse oder im Vorverkauf.
Das Spiel wird ab 15:45 Uhr bei Sportdeutschland.tv im Livestream übertragen.
Bergischer HC - HC Leipzig 28:25 (13:15)
Dieses Auswärtsspiel im fast 500 Kilometer entfernten Solingen wird die Zweitliga-Handballerinnen des HC Leipzig noch lange beschäftigen.
Trotz aller Widrigkeiten, die Anreise war aufgrund mehrerer Staus und vieler Baustellen extrem nervenaufreibend, weshalb die Halle erst 45 Minuten vor Spielbeginn erreicht wurde und der normale Ablauf vor einem Auswärtsspiel mit langer Busfahrt gestört war, begannen unsere Mädels das Spiel sehr fokussiert. Von Beginn an spielten sie ordentlich mit, verteidigten leidenschaftlich und wirkungsvoll. Vor allem aber spielten sie ihre Angriffe souverän aus, setzten den Matchplan um und konnten so die BHC-Führungen immer wieder ausgleichen. Juliane Peter, Joanna Granicka, Pauline Uhlmann und Marlene Tucholke zum 4:4. Erneut Granicka zum 5:5 und Tucholke erzielt nach 10 Minuten die erste Gästeführung 6:5. Leipzig war im Spiel, beeindruckte durch Geschlossenheit sowie eine sehr gute Deckungsarbeit. Janine Fleischer, die die verhinderte Beach-Weltmeisterin Nele Kurzke vertrat, steigerte sich und hielt unhaltbare Würfe vom Kreis, von Außen, aus dem Rückraum und sogar einen Strafwurf von Prudence Kinlend (mit neun Toren erfolgreichste BHC-Schützin). Die Gäste waren über weite Strecken des Spiels fast dominant. Der HCL hatte alles im Griff, baute seine Führung in der 1. Halbzeit auf 14:11 und nach der Pause sogar auf vier Tore aus (21:17, 22:18, 23:19/47. Minute). Auffallend gut im Spiel waren die Neuen Lara Tauchmann (sechs Feldtore) und Juliane Peter (2), die immer wieder erfolgreiche Durchbrüche schafften.
In den verbleibenden 13 Minuten setzen die Gastgeberinnen unsere junge Mannschaft zunehmend unter Druck. Torhüterin Natascha Krückemeier hält großartig einige 100-prozentige Chancen, während Leipzigs Asia Granicka mit Manndeckung praktisch aus dem Spiel genommen wird. Die Maßnahme von Trainerin Kerstin Reckenthäler zeigt Wirkung. Die Angriffsbemühungen des HCL verpuffen, weil Druck und Überzeugung fehlen. Außerdem häufen sich in der Schlussphase die technischen Fehler. Der BHC dreht zwischen der 52. (23:24) und der 59. Minute (28:24) das Spiel zu seinen Gunsten. Eine bittere Niederlage unseres Teams, aber auch eine wichtige Erfahrung für die Spielerinnen. Schließlich ging die 2. Halbzeit mit 10:15 verloren. Natürlich waren die Gegnerinnen in Summe erfahrener und abgezockter, trotzdem war wohl mehr drin.
Das sieht auch Sportvorstand und Co-Trainer Max Berthold (vertrat Cheftrainer Erik Töpfer) so: „Wir haben 45 Minuten ein ordentliches Spiel gemacht, trotz späterer Ankunft. Es war ein deutlicher Schritt nach vorn, was die Angriffsleistung angeht. Uns sind weniger Fehler unterlaufen als zuletzt und wir haben bessere Lösungen gefunden. Die Abwehr stand über viele Phasen auch nicht schlecht. Die Manndeckung gegen Asia hat uns aus dem Konzept gebracht. Dadurch reihen sich sehr viele Fehler aneinander und wir verlieren das Spiel hintenraus. Das ist bitter und schwer zu akzeptieren. So ist es manchmal im Sport. Einiges hat leider nicht funktioniert, aber die Mädels haben toll gekämpft und wir sollten die sehr ordentlichen 45 Minuten nicht vergessen. Wir müssen jetzt die Aufgaben für die nächsten Wochen gut vorbereiten. Das wir nicht nochmal in die Falle tappen.“
Bergischer HC
Natascha Krückemeier, Leni Wagner, Yelyzaveta Salimova; Anna-Lena Welsch (2), Prudence Kinlend (9/3), Leonie Kockel (4/1), Franziska Thomas, Sofie Hansson Lloyd, Lucy Krahwinkel (3), Djazzmin Trabelsi (4), Vesna Tolic, Lina Seiffarth (2), Lea Friderike Albers (2), Hannah Kamp (2), Emily Kramer, Lea Liebetrau
HC Leipzig
Saskia Richter, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (4), Lara Seidel, Jana Walther, Juliane Peter (2), Alina Gaubatz, Laura Klocke, Hanna Ferber-Rahnhöfer (1), Sophie Pickrodt, Sharleen Greschner (1), Joanna Granicka (9/6), Lilly Glimm, Marlene Tucholke (2) Lara Tauchmann (6), Lisa Lammich
Siebenmeter
BHC 4/5 ; HCL 6/6
Strafminuten
BHC 4; HCL 6
Zuschauer 149
Fotos Robby Kunze
von oben: Lara Tauchmann, Marlene Tucholke, Janine Fleischer, Joanna Granicka



Das erste Auswärtsspiel der noch jungen Saison führt die Handballerinnen des HC Leipzig zum Aufsteiger Bergischer HC nach Solingen.
Dieser Aufsteiger ist ein besonderer, denn die Frauenmannschaft wurde erst 2016 gebildet, fing in der untersten Spielklasse an und kletterte Jahr für Jahr eine Liga höher. 2024 sind sie in der 2. Bundesliga angekommen. Eine beachtliche Leistung. Nach dem Gesetz der Serie werden sie vermutlich umgehend in die erste Liga aufsteigen. Zumindest versprechen die sieben Neuzugänge, zumeist mit Zweitligaerfahrungen, eine hohe Qualität und Wettbewerbsfähigkeit. Ein erster Härtetest für unser junges Team. Der BHC hat seine Zweitligapremiere in Berlin mit 22:21 gewonnen.
Trainer Erik Töpfer erwartet ein hart umkämpftes Match. „Der Aufsteiger hat sich gut verstärkt, erfahrene Kräfte dazu gewonnen. Sie stellen eine solide Deckung, die wir erstmal überwinden müssen. Was schon deshalb schwierig wird, weil wir mit unseren Neuen im Angriff erst Konstanz entwickeln müssen. Da gilt es unsererseits eine sichere Abwehr dagegen zu stellen, um im schnellen Umkehr- und Tempospiel einfache Tore zu generieren. Große Hoffnung setzen wir in unsere Kampfkraft und in den Zusammenhalt in der Mannschaft. Mit unserer Qualität und wenn wir die leichten Fehler minimieren, können wir jeden Gegner schlagen.“
Das Spiel beginnt am Sonnabend um 18:30 Uhr und wird ab 18:15 Uhr bei Sportdeutschland.tv im Livestream übertragen.
https://sportdeutschland.tv/bergischerhcdamen/2-hbf-bergischer-hc-vs-hc-leipzig
HC Leipzig – VfL Waiblingen 25:24 (15:12)
Der HC Leipzig gewinnt sein erstes Meisterschaftsspiel gegen den VfL Waiblingen durch einen direkt verwandelten Anwurf zwei Sekunden vor dem Ende mit 25:24.
Wie schon letzten Sonntag im Pokal gegen Berlin, als der HCL in die Verlängerung musste, wiederum ein Drama in der Brüderstraße mit einem Drehbuch für Hitchcock Fans, aber nichts für schwache Nerven. Doch diesmal mit Happy End. In der Crunchtime lag der HCL zunächst 20:19 (Tor durch Lara Tauchmann) vorn. Joanna Granicka verteidigte aufopferungsvoll aber Regelwidrig was sowohl einen Strafwurf als auch eine Zeitstrafe zur Folge hatte. Den Strafwurf verwandelte Belen Gettwart zum 20:20. Dann Jana Walther eiskalt zum 21:20 (52. Minute), Pauline Uhlmann scheitert von der Sieben-Meter-Linie, im Gegenzug der Ausgleich durch Lotta Gerstweiler für den VfL. Ballverlust Leipzig und Sharleen Greschner verteidigt robust aber auf Kosten einer Zeitstrafe sowie eines Strafwurfes in der 55. Minute und Waiblingen geht mit 22:21 in Führung. Ausgleich (22:22) durch Lara Tauchmann in der 56. Minute. Zwei Minuten später erzielt die erst 15-jährige Lisa Lammich mit einem Durchbruch in der Mitte die 23:22-Führung. Erneuter Ausgleich der Gäste durch Maxime Luber in der 59. Minute. Trainer Erik Töpfer nimmt seine letzte Auszeit, gibt seinen Schützlingen den Spielzug vor. Tatsächlich verwandelt Joanna Granicka zum 24:23 nach 59:26 Minuten. Spielzeit 59:27: Auszeit von Kai Freese für Waiblingen, die nach Wiederanpfiff noch 33 Sekunden haben das Ergebnis zu korrigieren. Sie versuchen es mit sieben Feldspielerinnen auf Kosten der Torhüterin. Zunächst gelingt das auch, weil sie den Angriff schön über die rechte Seite ausspielen und fünf Sekunden vorm Ende durch Maren Beatrice Keil von Rechtsaußen zum 24:24-Ausgleich kommen. Drei Sekunden später entscheidet Hanna Ferber-Rahnhöfer das Spiel mit ihrem Anwurf auf das leere Tor. Janine Fleischer hatte den Ball sofort zur Mitte gespielt und Hanna nervenstark vollendet. Grenzenloser Jubel auf der einen und hängende Köpfe auf der anderen Seite.
Insgesamt war es ein attraktives und schnelles Zweitliga-Spiel zweier gleich starker Mannschaften. Hohes Tempo, gute Abwehrreihen, starke Torhüterinnen auf beiden Seiten und einige Kabinettstückchen in Form von überraschenden Anspielen und clever ausgespielten Angriffen prägten das Spiel. Leipzig war in der ersten Halbzeit besser, hatte sich zur Pause die wertvolle Drei-Tore-Führung erspielt (15:12). Dann kamen die Gäste besser ins Spiel und glichen sechs mal aus, bevor sie selbst kurz vorm Ende in Führung gingen. Beiden Teams merkte man auch an, dass sie sich erst finden müssen. Die vielen neuen Spielerinnen wachsen in die jeweiligen Systeme und werden noch vollends integriert. Technische Fehler und falsche Entscheidungen sind unvermeidlich. Das sahen auch beide Trainer in ihren Analysen. Gästetrainer Kai Freese: „Wir hätten gern den Sieg geholt. Am Ende haben etwas Kraft und die taktische Raffinesse gefehlt. Wir haben hier einen riesigen Fight geliefert. Das nehmen wir mit in den Bus.“ HCL-Trainer Erik Töpfer: „Die Einstellung von uns war gut. Wir haben zwei Mannschaften auf Augenhöhe gesehen. Nach diesem Fight sind wir zwar ein glücklicher Sieger, sehr froh über die Punkte, wissen aber woran wir arbeiten müssen. Am Ende fehlte uns, auch aufgrund der Kadersituation die Puste.“ Der HCL musste krankheitsbedingt oder wegen Verletzung auf fünf Spielerinnen verzichten.
HC Leipzig
Nele Kurzke, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (3), Jana Walther (2), Juliane Peter, Alina Gaubatz (2), Laura Klocke, Hanna Ferber-Rahnhöfer (1), Sophie Pickrodt, Sharleen Greschner (2), Joanna Granicka (8/2), Lara Tauchmann (5), Lisa Lammich (2)
VfL Waiblingen
Sarah Norregaard Thomsen, Laura Waldenmaier; Vivienne Sophi Hildebrandt, Isabel Toth (3), Lena Siebert, Belen Gettwart (5), Isabel Kattner (3), Samira Brand (1), Lotta Gerstweiler (3), Kimberly Gisa, Julia Herbst (1), Maxime Luber (2), Laura Nagy (2), Friederike Jacobi von Wangelin, Maren Beatrice Keil (4)
Siebenmeter
HCL 2/4; VfL 2/2
Strafminuten
HCL 6; VfL 4
Zuschauer 301

Lisa Lammich beim Wurf

Joanna Granicka in Aktion

Lara Tauchmann mit Torerfolg
Fotos Robby Kunze
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