Torhüterin Nele Kurzke verlässt den HC Leipzig im Sommer. Der eigentlich noch bis zum Sommer 2027 laufende Vertrag wurde in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. „Ich plane ab Sommer eine einjährige Auszeit mit meiner Tochter“, erklärt die 35-jährige Torhüterin. Nach der Auszeit will die Beachhandball-Nationalspielerin dem Verein in anderer Funktion erhalten bleiben. Bis zum Saisonende bildet sie noch gemeinsam mit der 21-jährigen Janine Fleischer das HCL-Torhüterinnen-Duo.

Jede Menge positive Erinnerungen

Nele Kurzke war im Sommer 2023 zu ihrem Heimatverein zurückgekehrt, in dem sie alle Nachwuchsmannschaften durchlaufen hatte, bevor sie 2008 zum SC Markranstädt wechselte. Vom SC Markranstädt ging es zum BSV Sachsen Zwickau und dann zurück zum HCL. Nach der Insolvenz 2017 ging es zum HC Rödertal, nach Leverkusen und nach Zwickau. Von hier aus kam sie 2023 zurück an die Pleiße. Am 22. März 2019, in ihrer Zeit beim TSV Bayer 04 Leverkusen, durfte sie sogar ein Länderspiel gegen die Niederlande absolvieren. Im März 2021 hat die HCL-Torhüterin ihre Tochter zur Welt gebracht. 

Im Sommer soll nun Schluss sein mit professionellem Handball. In die einjährige Auszeit und die Zeit danach nimmt die Lehrerin und Mutter jede Menge positive Erinnerungen aus ihrer Karriere mit: „Da sind die Spiele in der Jugend, die internationalen Spiele in der Bundesliga und der Gewinn gegen Metzingen mit einer absoluten Rumpftruppe sowie vielleicht auch die Erfahrung eines Aufstiegs am Ende der Saison“, blickt Nele Kurzke zurück und ergänzt mit Blick auf die verbleibenden Saisonspiele: „Ich genieße jedes einzelne Spiel und verabschiede mich in jeder Halle.“ 

Erfolgreich mit der Beachhandball-Nationalmannschaft

In den vergangenen Jahren war Nele Kurzke auch sehr erfolgreich in der deutschen Beachhandball-Nationalmannschaft aktiv. Nach der Bronzemedaille bei den Europaspielen 2023 in Polen gelang ihr bei den Weltmeisterschaften 2024 mit dem deutschen Team mit dem WM-Titel der große Wurf. Im vergangenen Jahr belegte „Leipzigs Sportlerin des Jahres 2024“ mit „Team Deutschland“ Platz drei bei den Europameisterschaften in der Türkei, wenig später gab es Silber bei den World Games in China, den Olympischen Spielen für nichtolympische Sportarten. 

Erster gegen Zweiter: Mehr Spitzenspiel geht nicht. Wenn die Handballerinnen des HC Leipzig am Ostersonntag, 5. April (Anwurf: 16 Uhr) in der Sporthalle Brüderstraße den HC Rödertal empfangen, ist Top-Handball auf dem Parkett und Derbystimmung auf den Rängen garantiert. Nach dem jüngsten 28:26-Erfolg in Regensburg wollen die Leipzigerinnen am 23. Spieltag der 2. Alsco Handball Bundesliga der Frauen den direkten Verfolger im Kampf um den Aufstieg auf Abstand halten.

„Es wird in diesem Spiel darauf ankommen, wie im Hinspiel eine sichere Abwehr aufs Parkett zu stellen, um den Torhüterinnen einfache Bälle zu ermöglichen und dann mit schnellen Tempogegenstößen zu Toren zu kommen. Dabei ist eine hohe Chancenverwertung nötig“, blickt Trainer Erik Töpfer auf das Sachsen-Derby voraus. „Außerdem geht in diesem Spiel viel über Emotionen und Leidenschaft. So, wie wir es in Regensburg gemacht haben, war das schon ein guter Schritt. Daran müssen wir anknüpfen. Die Mädels sind auf jeden Fall heiß – auf beiden Seiten. Für uns gilt es, ein Feuer in unserer Halle zu entfachen und unsere Fans mitzunehmen, um das Spiel auf unsere Seite zu ziehen.“

Duell der abwehrstärksten Teams

HC Leipzig (504 Gegentore) gegen HC Rödertal (535 Gegentore) – das ist auch das Duell der beiden abwehrstärksten Mannschaften der Liga. Die Zuschauer können sich also auf ein sehr intensives Spiel mit vielen packenden Zweikämpfen freuen. Beide Mannschaften stehen sich zum insgesamt zwölften Mal gegenüber. Von den bisherigen elf Duellen konnten die Leipzigerinnen sieben gewinnen und spielten einmal Unentschieden. Dreimal setzte sich der HC Rödertal durch. Im Hinspiel im November feierte das HCL-Team in Großröhrsdorf einen verdienten 25:22-Sieg. 

Nachdem in Regensburg mit Marlene Tucholke, Sharleen Greschner, Janine Fleischer und Wiebke Meyer gleich vier Spielerinnen fehlten, ist die personelle Lage aktuell „immer noch nicht optimal“, erklärt Erik Töpfer: „Wir müssen schauen, wie sich die Situation der kranken Spielerinnen entwickelt und wer am Sonntag spielen kann. Unabhängig davon werden wir Vollgas geben und fighten, um die beiden Punkte hierzubehalten.“

Alle Augen auf Jasmin Eckart

Im Sommer gab es bei den „Rödertalbienen“, die sich vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit auszeichnen, einen großen personellen Umbruch. Gleich acht Spielerinnen verließen den Verein, sieben Neuzugänge mussten in das Team eingebaut werden. Eine der neuen Spielerinnen ist die niederländische Torhüterin Larissa Schutrups, die im Sommer von Zweitliga-Absteiger Bad Wildungen Vipers zum HCR kam und zu den besten Torhüterinnen der Liga gehört. Im Winter legten die Rödertalbienen noch einmal mit der Verpflichtung der torgefährlichen Rückraumspielerin Arwen Gorb nach, die vom vom BSV Sachsen Zwickau kam. Besonderes Augenmerk gilt natürlich auch Jasmin Eckart. Die 25-jährige Kreisläuferin wechselt im Sommer aus dem Rödertal zum HCL.

Trainerin Maike Daniels

Eine gute Bekannte beim HC Leipzig ist auch HCR-Trainerin Maike Daniels. Sie trug insgesamt sieben Jahre (2002 bis 2005 und 2007 bis 2011) das HCL-Trikot und feierte mit den Leipzigerinnen die Deutsche Meisterschaft 2009 und 2010, den DHB-Pokalsieg sowie den DHB-Supercup 2008. Zu ihren Erfolgen als HCL-Spielerin gehörte außerdem die Deutsche Meisterschaft der A-Jugend 2003. Vor einigen Wochen verlängerte Maike Daniels, die die Mannschaft 2021 übernahm, ihren Vertrag unbefristet.

Fans, die nicht vor Ort in der Sporthalle Brüderstraße dabei sein können, können das Spiel des HC Leipzig gegen den HC Rödertal im Livestream von Sportdeutschland.TV live unter sporteurope.tv/hc-leipzig-frauen/2-hbf-hc-leipzig-vs-hc-roedertal-1 verfolgen (Pay per view: 5 Euro).

Ein starkes Zeichen für nachhaltiges Engagement im Sport und für die Wälder im Freistaat Sachsen: Am Dienstag, den 31. März 2026, fand die gemeinsame Pflanzaktion von „So geht sächsisch.“, der Stiftung Wald für Sachsen und dem TeamSportSachsen e.V. in Röhrsdorf statt. 

Vertreter der 25 Mitgliedsvereine von TeamSportSachsen sowie zahlreiche Fans, Partner und Unterstützer kamen zusammen, um auf einer rund einen Hektar großen und bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche standortgerechte Laubhölzer wie Linden, Stieleichen, Ulmen, Elsbeeren, Vogelkirschen und Esskastanien zu pflanzen. Insgesamt wurden 4.000 Setzlinge in die Erde gebracht. 

Die Aktion bildete zugleich den Höhepunkt der Kampagne „Dein Baum für Sachsen“, mit der bereits seit Ende 2025 an Spieltagen und im Umfeld der TeamSportSachsen-Vereine auf die Arbeit der Stiftung Wald für Sachsen aufmerksam gemacht wird. 

Dirk Rohrbach, Vorstand TeamSportSachsen e.V.: „Die Pflanzaktion in Röhrsdorf zeigt eindrucksvoll, was wir gemeinsam bewegen können. Sport verbindet Menschen und genau diese Gemeinschaft nutzen wir, um Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen. Jeder gepflanzte Baum ist ein Beitrag für die Zukunft unserer Wälder und kommender Generationen.“ 

 Prof. Jörg Junhold, Direktor Zoo Leipzig: „Die Wiederherstellung von Lebensraum ist untrennbar vereint mit dem Artenschutz, für den wir uns tagtäglich lokal, regional und international einsetzen. Wir freuen uns sehr, diese wichtige Aufgabe mit dem sächsischen Teamsport gemeinsam voranzutreiben und 2026 Bäume in die Waldmeisterschaft einzubringen.“ 

Henrik Lindner, Geschäftsführer der Stiftung Wald für Sachsen: „Die langjährige Zusammenarbeit mit TeamSportSachsen und ‚So geht sächsisch.‘ zeigt, wie viel wir gemeinsam erreichen können. Solche Partnerschaften sind ein wichtiger Schlüssel, um unsere Wälder nachhaltig zu stärken und fit für die Zukunft zu machen.“ 

Der Zoo Leipzig und die Sportstadt Leipzig haben sich im Rahmen der sogenannten „Waldmeisterschaft“ rund um die UEFA EURO 2024 schon mehrfach mit dem TeamSportSachsen e.V. zu Pflanzaktionen zusammengefunden. 

Dabei wurde die Begeisterung rund um das internationale Fußballturnier genutzt, um den Gedanken von Wettbewerb und Teamgeist auf den Umwelt- und Naturschutz zu übertragen. Teamsportvereine engagierten sich mit Pflanzaktionen, Spenden und Aufmerksamkeit für den Waldumbau - insbesondere auch im Leipziger Raum in enger Zusammenarbeit mit dem Zoo Leipzig. Mit der Pflanzaktion in Röhrsdorf wurde das Projekt symbolisch abgeschlossen. 

HCL Andreas Kuther

Auch das ehemalige HCL-Präsidiumsmitglied Andreas Kuther beteiligte sich aktiv an der Baumpflanzaktion unseres Partners TeamSportSachsen.

Die Handballerinnen des HC Leipzig sind zurück in der Erfolgsspur. Dank eines starken Endspurts feierten die Leipzigerinnen am 22. Spieltag der 2. Alsco Handball Bundesliga einen 28:26-Sieg (14:15) beim ESV 1927 Regensburg. Damit hat das Team als Spitzenreiter weiter drei Punkte Vorsprung auf die Verfolger. Überragende HCL-Werferin war Lisa Lammich mit zehn Toren.

„Ich bin sehr zufrieden. Es war wieder Feuer drin und wir haben gefightet bis zum Schluss. Jede Spielerin hat alles aufs Parkett gebracht. Der Sieg war auch für die Mentalität wichtig.“, freute sich Trainer Erik Töpfer nach dem Spiel: „Ausschlaggebend war, dass wir wieder eine schlagkräftige Abwehr hinbekommen haben. Wir waren aggressiv und konnten so viele Bälle gewinnen. So hatten wir die Sicherheit, im Angriff nicht jeden Ball treffen zu müssen. Aber auch im Angriff waren wir deutlich effizienter als zuletzt.“ 

Ausgeglichenes Duell

Neben Marlene Tucholke, die noch einige Wochen ausfallen wird, fehlten in Regensburg auch Torhüterin Janine Fleischer, Wiebke Meyer und Sharleen Greschner krankheitsbedingt. Dennoch kamen die Leipzigerinnen gut ins Spiel. Dank einer guten Abwehr und schnellen erfolgreichen Gegenstößen erspielten sie sich in der Anfangsphase eine knappe Führung. Die Gastgeberinnen, bei der die Ex-HCL-Spielerin Franziska Peter kaum zu stoppen war, fanden ihrerseits immer wieder Lücken in der HCL-Abwehr. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell. Abgesehen von den ersten Minuten, als die Leipzigerinnen mit 2:0 und 3:1 führten, konnte sich kein Team mit mehr als einem Tor absetzen. Während das HCL-Team in der ersten Viertelstunde immer ein Tor vorlegen konnte, drehten die Regensburgerinnen dieses Momentum in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit. Zur Halbzeitpause führten die Gastgeberinnen mit 15:14. 

Treffsichere Lisa Lammich

Das spannende Duell setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Lisa Lammich und Emily Theilig brachten den HCL mit ihren Toren schnell mit 16:15 (32. Minute) in Führung. Doch die Regensburgerinnen antworteten wieder mit dem schnellen Ausgleich. In der Folgezeit riss Lisa Lammich das Spiel mehr und mehr an sich. Mit drei Toren in Folge warf die 17-Jährige ihr Team mit 20:18 in Führung (40.).  

In der Folgezeit ließen die Leipzigerinnen allerdings gleich mehrere Chancen liegen, das Spiel frühzeitig auf ihre Seite zu ziehen. Weil sie sieben Minuten ohne eigenen Treffer blieben, drehten die Gastgeberinnen wieder das Spiel (20:21/47. Minute). Erst Lisa Lammich brach den Bann mit ihrem Treffer zum 21:21. Drei Minuten später führten die Regensburgerinnen sogar mit 23:21 (50.). Doch das HCL-Team gab sich nicht auf und konnte wenig später wieder ausgleichen (24:24/56.). Mit starkem Willen und einer starken Nele Kurzke im Tor zogen die Leipzigerinnen das Spiel in der Schlussphase endgültig auf ihre Seite. Beim Stand von 26:26 verhinderte Nele Kurzke mit einer Parade den erneuten Rückstand (59. Minute). Wenig später schloss Hanna Ferber-Rahnhöfer einen Angriff zum 27:26 ab. 23 Sekunden vor Schluss war die HCL-Torhüterin wieder zur Stelle, sodass Lara Seidel mit dem Schlusspfiff den 28:26-Endstand erzielen konnte.  Der Schlusspfiff ging im blau-gelben Jubel unter.

Weiter geht es für die Leipzigerinnen am Sonntag, 5. April (Anwurf: 16 Uhr), in der heimischen Sporthalle Brüderstraße mit dem Sachsenderby gegen den HC Rödertal.

HC Leipzig: Nele Kurzke (acht Paraden), Saskia Richter; Lisa Lammich (10 Tore/0 Siebenmeter), Jana Walther (6/4), Lara Tauchmann (2), Alina Gaubatz (2), Lara Seidel (2), Kim Angelina Lang (2), Emely Theilig (2), Hanna Ferber-Rahnhöfer (1), Laura-Sophie Klocke (1), Lilly Glimm, Pauline Uhlmann.

Siebenmeter
Regensburg 3/4; HCL 4/6; 

Strafminuten
Regensburg 4; HCL 8; 

Zuschauer: 300

Hanna Ferber-Rahnhöfer beendet im Sommer ihre Handball-Karriere. Der Vertrag der Kreisläuferin, der eigentlich noch bis zum Sommer 2027 lief, wird auf Wunsch der 23-Jährigen aufgelöst. 

„Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Handball hat über viele Jahre einen großen Teil meines Lebens ausgemacht. In den letzten Monaten habe ich jedoch gemerkt, dass ich mich künftig stärker auf meine berufliche und persönliche Entwicklung konzentrieren möchte. Deshalb habe ich mich entschieden, nach dieser Saison einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen“, erklärt Hanna Ferber-Rahnhöfer, die in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Sharleen Greschner ein perfekt eingespieltes Duo auf der Kreisposition und im Abwehrzentrum des HC Leipzig bildete. 

Mit Blick auf die letzten Saisonspiele sagt die ehemalige Nachwuchs-Nationalspielerin: „Die letzten Spiele werden für mich sicherlich etwas Besonderes. Einerseits freue ich mich darauf, noch einmal gemeinsam mit der Mannschaft auf dem Feld zu stehen und alles zu geben. Andererseits ist es natürlich auch ein etwas emotionaler Moment, weil eine sehr prägende Zeit zu Ende geht. Umso mehr möchte ich die verbleibenden Spiele bewusst genießen und die Saison gemeinsam mit dem Team bestmöglich abschließen.“

Seit 2019 beim HCL

Die 23-Jährige mit der Trikotnummer 14 war vor sieben Jahren aus Bremen nach Leipzig an die Eliteschule des Sports gekommen. Zunächst spielte sie beim Kooperationspartner SC Markranstädt in der Dritten Liga (Zweitspielrecht), wurde behutsam und nachhaltig für höhere Aufgaben aufgebaut und etablierte sich mehr und mehr im Zweitligateam. „Vor allem das Teamgefühl und die vielen gemeinsamen Momente auf und neben dem Feld werden mir am meisten in Erinnerung bleiben. Wir haben zusammen Höhen und Tiefen erlebt, Siege gefeiert und schwierige Phasen gemeistert. Diese Erfahrungen und Freundschaften werden mir definitiv am meisten in Erinnerung bleiben“, sagt die 1,75 Meter große Wahlleipzigerin: „Der Verein und die Mannschaft werden für mich immer etwas Besonderes bleiben. Ich werde die Spiele weiterhin verfolgen und dem Team fest die Daumen drücken.“

Konzentration auf den beruflichen Weg

Nach der Saison gönnt sich Hanna Ferber-Rahnhöfer zunächst eine kleine Pause, um die intensive Zeit der vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren zu lassen und neue Energie zu tanken. Anschließend möchte sie sich in Leipzig verstärkt auf ihren beruflichen Weg als Physiotherapeutin konzentrieren und sich neuen Herausforderungen widmen. Der Sport soll dabei weiterhin ein wichtiger Teil ihres Lebens bleiben, verrät sie.

Weitere Informationen unter www.hc-leipzig.de

Nach dem hart erkämpften Punktgewinn zuletzt beim 31:31 gegen Bayer Leverkusen und drei Unentschieden in Folge wollen die Handballerinnen des HC Leipzig in der 2. Alsco Handball Bundesliga endlich wieder einen Sieg einfahren. Am 22. Spieltag sind die Leipzigerinnen am Samstag, den 28. März (Anwurf: 18:30 Uhr), zu Gast beim Tabellensiebten ESV 1927 Regensburg.

„Wir haben nach dem Spiel in Leverkusen ein spontanes Teamevent veranstaltet, um die Köpfe wieder freizubekommen und wieder noch mehr aneinanderzurücken“, sagt Coach Erik Töpfer und ergänzt mit Blick auf das Spiel in Regensburg: „Wir haben uns in dieser Woche sehr auf uns konzentriert, um „Problemzonen“ besser lösen zu können. In den nächsten Tagen werden wir uns mit Regensburg beschäftigen, um für das schwere Auswärtsspiel im Bunker optimal gerüstet zu sein.“ Wie schon zuletzt gegen Leverkusen muss die HCL-Mannschaft weiterhin ohne die verletzte Marlene Tucholke auskommen. Außerdem sind drei weitere Spielerinnen angeschlagen. „Das lässt uns in dieser Saison nicht so richtig los“, sagt Erik Töpfer.

Der HCL und der ESV 1927 Regensburg stehen sich zum insgesamt zehnten Mal gegenüber. Von den bisherigen neun Duellen konnten die Leipzigerinnen vier gewinnen und spielten einmal Unentschieden. Viermal setzen sich die Regensburgerinnen durch. Im Hinspiel Anfang November feierte der HCL in der heimischen Sporthalle Brüderstraße einen souveränen 32:22-Erfolg.

Wiedersehen mit Franziska Peter

Regensburg hat in den vergangenen Wochen vor allem auf heimischem Parkett sehr erfolgreich gespielt und konnte vier der letzten fünf Heimspiele gewinnen. Angeführt wird das ESV-Team von Kapitänin Franziska Peter. Die 27-Jährige trug in der Saison 2015/16 für einige Monate das HCL-Trikot, bevor sie im Dezember 2015 in ihre bayerische Heimat zurückwechselte. Gemeinsam mit Julika Birnkammer, die mit 104 Toren die bislang erfolgreichste Werferin des Teams ist, prägt Franziska Peter das Offensivspiel der Regenburgerinnen. Die Rückraumspielerin gehört laut HCL-Coach Erik Töpfer zu den besten Spielerinnen der Liga. In der Defensive ist Torhüterin Joel Arno ein großer Rückhalt für das Team von Trainer Bernhard Goldbach. Wie schon in der vergangenen Saison gehört sie auch 2025/26 zu den besten Torhüterinnen der Liga. 

Fans, die nicht live vor Ort dabei sein können, können das Spiel des HC Leipzig gegen den ESV 1927 Regensburg im Livestream von Sportdeutschland.TV live unter sporteurope.tv/esv-1927-regensburg-frauen/2-hbf-esv-1927-regensburg-vs-hc-leipzig verfolgen (Pay per view: 5 Euro).

Weitere Informationen unter www.hc-leipzig.de

Die Planungen für die kommende Saison laufen beim HC Leipzig längst auf Hochtouren. Jetzt hat Linksaußen Alina Gaubatz ihren im Sommer auslaufenden Vertrag um ein weiteres Jahr, bis zum 30. Juni 2027, verlängert.

Die gelernte Linksaußen mit der Trikotnummer 11 kam 2023 von der HSG Blomberg-Lippe als frisch gekürte Deutsche A-Jugend-Meisterin (Finale gegen HCL) nach Sachsen. Die 21-Jährige hat sich schnell in der Mannschaft etabliert, sorgt mit ihrer positiven Art für gute Laune bei ihren Mitspielerinnen und hat einen guten Draht zu den Fans. Seit der vergangenen Saison bildet sie gemeinsam mit Lilly sie ein starkes Duo auf der linken Seite.

„Ich freue mich, auch in der kommenden Saison den gemeinsamen Weg mit dem HCL fortzusetzen und weiterhin Teil des Teams zu sein. Für die gesteckten Ziele möchte ich auch künftig mein Bestes geben und meinen Teil dazu beitragen“, blickt Alina Gaubatz bereits auf die kommende Saison voraus.

Cheftrainer Erik Töpfer über seine akrobatische Außenspielerin: „Ich freue mich sehr, das Alina Lust hat, weiter mit uns zu arbeiten. Sie macht einfach Spaß – für die Mannschaft und für mich als Trainer. Sie ist ein toller Mensch, ein toller Charakter und eine richtig geile Handballspielerin. Sie hat sich mega entwickelt. Vor allem in dieser Saison ist sie in Abwehr und Angriff eine große Stabilität in ihr Spiel bekommen. für uns ist es eine riesengroße Hilfe, wenn sie auf dem Feld steht.“

Nach zwei Auswärts-Unentschieden in Folge steht für die Handballerinnen des HC Leipzig am Sonntag, 22. März (Anwurf: 16 Uhr) ein echter Klassiker auf dem Programm. Die Leipzigerinnen haben in der heimischen Sporthalle Brüderstraße den Tabellenvorletzten Bayer Leverkusen zu Gast. Im Duell der beiden deutschen Rekordmeister will das Team von Erik Töpfer zurück in die Erfolgsspur und beide Punkte in der Brüderhalle behalten.

„Wir freuen uns riesig auf das Heimspiel gegen Leverkusen. Das ist genau der richtige Zeitpunkt, gemeinsam mit unseren Fans das Feuer neu zu entfachen. Wir wollen zeigen, was wir für eine geile Truppe sind und welches Feuer in uns steckt“, blickt Coach Erik Töpfer auf das Spiel voraus: „Gegen Leverkusen wird es vor allem auf eine harte Abwehr ankommen, um es auch unseren Torhüterinnen etwas einfacher zu machen. Das ist wichtig, um wieder besser in unser Tempospiel zu kommen. Das hat uns in den letzten Spielen gefehlt. Leverkusen ist eine sehr gute Mannschaft, mit einer richtig guten Kreisläuferin und einigen guten Rückraumspielerinnen. Da müssen wir alles raushauen – vor allem in der Abwehr.“ 

Die Duelle zwischen dem HC Leipzig und Bayer Leverkusen waren jahrzehntelang echte Spitzenspiele in der Bundesliga. Nach dem Abstieg der Leverkusenerinnen im Frühjahr sind beide Mannschaften nun Kontrahenten in der 2. Alsco Handball Bundesliga der Frauen. Beide Mannschaften standen sich bereits 37-mal gegenüber. 22-mal gewannen die Leipzigerinnen, acht Mal setzten sich die Werkselfen durch. Sieben Duelle endeten Unentschieden. Im Hinspiel – das erste Duell beider Mannschaften in der 2. Bundesliga überhaupt - feierte der HCL in Leverkusen einen souveränen 34:20-Erfolg.

Nach dem Abstieg: Umbruch in Leverkusen

Nach dem Abstieg aus der Bundesliga und dem großen personellen Umbruch im Sommer (12 Abgänge, 11 Neuzugänge) kämpfen die Leverkusenerinnen auch in der 2. Bundesliga gegen den Abstieg. Unter Trainerin Sibylle Grunert, die das Team im Oktober von Michael Biegler übernommen hat, hat das Team nach acht Niederlagen zum Saisonauftakt wieder den Glauben an den Klassenerhalt zurückgewonnen. Neben dem Klassenerhalt steht bei den Leverkusenerinnen vor allem die Förderung des Nachwuchses sowie die Weiterentwicklung junger Talente im Fokus.

Ein Selbstläufer wird das Spiel auf heimischem Parkett für das HCL-Team garantiert nicht. Seit dem deutlichen 34:20 im Hinspiel in Leverkusen haben sich die Leverkusenerinnen um Kapitänin Sophia Cormann schrittweise stabilisiert – auch wenn sie nach wie vor tief im Tabellenkeller stehen.

Fans, die nicht live in der Sporthalle Brüderstraße dabei sein können, können das Spiel des HC Leipzig gegen Bayer Leverkusen im Livestream von Sportdeutschland.TV live unter sporteurope.tv/hc-leipzig-frauen/2-hbf-hc-leipzig-vs-tsv-bayer-04-leverkusen verfolgen (Pay per view: 5 Euro).

Große Ehre für den HC Leipzig: Mit Marlene Tucholke, Lisa Lammich und Jana Walther wurden gleich drei Spielerinnen für die neue Eliteförderung des Deutschen Handballbundes (DHB) nominiert. Anja Althaus und Martin Heuberger, die seit Januar für die weiblichen und männlichen Top-Talente des deutschen Handballs verantwortlich sind, haben in Absprache mit DHB-Sportvorstand Ingo Meckes und den jeweils zuständigen Bundestrainern insgesamt neun Spielerinnen und zehn Spieler in die Förderung aufgenommen. 

„Die Nominierung von gleich drei Spielerinnen unseres Vereins für die Eliteförderung des Deutschen Handballbundes ist für den HC Leipzig eine besondere Auszeichnung und zugleich eine Bestätigung unserer täglichen Nachwuchsarbeit. Mit Marlene Tucholke, Lisa Lammich und Jana Walther stammen ein Drittel der aktuellen Elitekader-Spielerinnen aus unserem Verein – darauf sind wir sehr stolz“, freut sich HCL-Geschäftsführer Lars Lammich über die Nominierung des HCL-Trios: „Die Aufnahme unserer Talente in dieses Förderprogramm zeigt, dass sich die kontinuierliche Arbeit im Nachwuchsbereich beim HC Leipzig auszahlt. Seit vielen Jahren investieren wir gezielt in die Ausbildung junger Spielerinnen und schaffen ein Umfeld, in dem sie sich sportlich und persönlich entwickeln können. Dass diese Entwicklung nun auch auf nationaler Ebene Anerkennung findet, freut uns sehr. Solche Nominierungen sind nicht nur eine große Anerkennung für die Athletinnen selbst, sondern auch für unsere Trainerinnen und Trainer sowie alle, die im Hintergrund täglich an der Förderung des Nachwuchses arbeiten.“

Gleichzeitig begrüße man ausdrücklich die Weiterentwicklung der Eliteförderung durch den Deutschen Handballbund und die enge Zusammenarbeit zwischen Verband, Vereinen und Trainerteams. Mit den erfahrenen Mentoren Anja Althaus und Martin Heuberger erhalten die Talente zusätzliche Unterstützung auf ihrem Weg in den Spitzenhandball. Für uns als Verein ist es wichtig, diesen Weg weiterhin gemeinsam zu gehen. 

Ziel der Eliteförderung ist es weiterhin, Spielerinnen und Spieler mit besonderem Potenzial noch gezielter auf ihrem Weg in den internationalen Spitzenhandball zu begleiten und sie dabei in ihrer sportlichen sowie persönlichen Entwicklung langfristig zu unterstützen. Viele Spielerinnen und Spieler, die heute in der Bundesliga oder in den A-Nationalmannschaften prägend auftreten, haben die Eliteförderung durchlaufen – darunter Emily Vogel, Viola Leuchter und Nieke Kühne oder Juri Knorr, Nils Lichtlein, David Späth, Renars Uscins und Justus Fischer. 

Eliteförderung weiblich: 

Marie Weiss (Tor, TuS Metzingen, 2004), Chiara Rohr (Linksaußen, TV Hannover-Badenstedt, 2007), Marlene Tucholke (Rückraum links, HC Leipzig, 2007), Lisa Lammich (Rückraum Mitte, HC Leipzig, 2008), Lara Däuble (Rückraum rechts, Frisch Auf Göppingen, 2006), Aylin Bornhardt (Kreis, SG Schozach/Bottwartal, 2006), Ida Petzold (Kreis, TuS Metzingen, 2005), Farrelle Njinkeu (Rechtsaußen, HSG Blomberg-Lippe, 2007), Jana Walther (Rechtsaußen, HC Leipzig, 2007)  

Eliteförderung männlich: 

Arnel Durmic (Tor, HSG Krefeld / VfL Gummersbach, 2006), Finn Knaack (Tor, TUSEM Essen, 2006), David Móré (Linksaußen, Rhein-Neckar Löwen, 2004), Jan Mudrow (Rückraum links, TBV Lemgo, 2007), Linus Schmid (Rückraum links, TSV Neuhausen/Filder / TVB Stuttgart, 2006), Rasmus Ankermann (Rückraum Mitte, THW Kiel / TSV Altenholz 2007), Bennet Strobel (Kreis, HBW Balingen-Weilstetten, 2006), Tim Schröder (Kreis, VfL Potsdam / Füchse Berlin, 2006), Julien Sprößig (Rechtsaußen, TSV Neuhausen/Filder / TVB Stuttgart, 2007), Tim Gömmel (Rechtsaußen, HC Erlangen, 2005) 

Die Handballerinnen des HC Leipzig haben am Freitagabend im Nachholspiel der 2. Alsco Handball Bundesliga beim heimstarken Bergischen HC ein 29:29-Unentschieden (16:13) geholt. Für die Leipzigerinnen, die weiterhin die Tabelle anführen, war es das zweite Unentschieden in Folge. Mit acht Treffern war Kapitänin Pauline Uhlmann die erfolgreichste HCL-Werferin des Spiels.

„Wir haben bis zur 45. Minute viele Sachen richtig gut gemacht. Am Ende wollten wir leider wieder zu viel und haben etwas zu viel nachgedacht. Dazu kamen zwei, drei vermeidbare Fehler. Deshalb ist es am Ende wieder ein Unentschieden geworden, was sehr ärgerlich ist“, erklärte Trainer Erik Töpfer nach dem Spiel: „Insgesamt haben wir trotzdem wieder einen Schritt nach vorn gemacht. Es sind noch zehn Spiele. Acht davon sollten wir gewinnen, um unser Ziel zu erreichen. Wichtig ist, dass wir die Freude am Spiel hochhalten und nicht darüber nachdenken, was wir verlieren können. Die Freude soll überwiegen, die Mädels haben es einfach drauf.“

Erst 0:3, dann Vier-Tore-Führung

Zu Beginn des Spiels hatten das HCL-Team in der Solinger Sporthalle Wittkulle große Probleme und lag schnell mit 0:3 zurück. Erst in der fünften Minute gelang Pauline Uhlmann per Siebenmeter der erste Leipziger Treffer. Drei Minuten später sorgte Hanna Ferber-Rahnhöfer erstmals für den Ausgleich (4:4). Danach lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, in dem Lilly Glimm in der 15. Minute die erste HCL-Führung erzielte (8:7). Danach konnten die Leipzigerinnen, denen die Spielfreude deutlich anzusehen war, die Partie immer weiter auf ihre Seite ziehen und den Vorsprung auf bis zu vier Tore ausbauen. Beim Stand von 16:13 ging es in die Halbzeitpause.

Spannende Schlussphase

Diesen Vorsprung konnte das HCL-Team auch nach dem Seitenwechsel zunächst verteidigen. Doch die Gastgeberinnen ließen sich nicht abschütteln und konnten in der 50. Minute erstmals wieder ausgleichen (26:26). Nach zwei Toren von Pauline Uhlmann und Lisa Lammich zum 28:26 sah dann doch alles wieder nach einem HCL-Sieg aus.  

Weil die Leipzigerinnen in der spannenden Schlussphase gleich mehrmals an der starken BHC-Torhüterin Lena Lindemann (12 Paraden) scheiterten, konnten die Gastgeberinnen jedoch wieder ausgleichen (28:28/56. Minute). In der 59. Minute erzielte Marlene Tucholke das 29:28 für den HCL, doch die überragende Svenja Mann sorgte 40 Sekunden vor Schluss mit ihrem zehnten Treffer für den 29:29-Endstand.

Weiter geht es für die Leipzigerinnen am Sonntag, 22. März (Anwurf: 16 Uhr) mit einem echten Klassiker. Ab 16 Uhr empfängt der HCL das Team von Bayer Leverkusen.