Hanna Ferber-Rahnhöfer beendet im Sommer ihre Handball-Karriere. Der Vertrag der Kreisläuferin, der eigentlich noch bis zum Sommer 2027 lief, wird auf Wunsch der 23-Jährigen aufgelöst. 

„Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Handball hat über viele Jahre einen großen Teil meines Lebens ausgemacht. In den letzten Monaten habe ich jedoch gemerkt, dass ich mich künftig stärker auf meine berufliche und persönliche Entwicklung konzentrieren möchte. Deshalb habe ich mich entschieden, nach dieser Saison einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen“, erklärt Hanna Ferber-Rahnhöfer, die in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Sharleen Greschner ein perfekt eingespieltes Duo auf der Kreisposition und im Abwehrzentrum des HC Leipzig bildete. 

Mit Blick auf die letzten Saisonspiele sagt die ehemalige Nachwuchs-Nationalspielerin: „Die letzten Spiele werden für mich sicherlich etwas Besonderes. Einerseits freue ich mich darauf, noch einmal gemeinsam mit der Mannschaft auf dem Feld zu stehen und alles zu geben. Andererseits ist es natürlich auch ein etwas emotionaler Moment, weil eine sehr prägende Zeit zu Ende geht. Umso mehr möchte ich die verbleibenden Spiele bewusst genießen und die Saison gemeinsam mit dem Team bestmöglich abschließen.“

Seit 2019 beim HCL

Die 23-Jährige mit der Trikotnummer 14 war vor sieben Jahren aus Bremen nach Leipzig an die Eliteschule des Sports gekommen. Zunächst spielte sie beim Kooperationspartner SC Markranstädt in der Dritten Liga (Zweitspielrecht), wurde behutsam und nachhaltig für höhere Aufgaben aufgebaut und etablierte sich mehr und mehr im Zweitligateam. „Vor allem das Teamgefühl und die vielen gemeinsamen Momente auf und neben dem Feld werden mir am meisten in Erinnerung bleiben. Wir haben zusammen Höhen und Tiefen erlebt, Siege gefeiert und schwierige Phasen gemeistert. Diese Erfahrungen und Freundschaften werden mir definitiv am meisten in Erinnerung bleiben“, sagt die 1,75 Meter große Wahlleipzigerin: „Der Verein und die Mannschaft werden für mich immer etwas Besonderes bleiben. Ich werde die Spiele weiterhin verfolgen und dem Team fest die Daumen drücken.“

Konzentration auf den beruflichen Weg

Nach der Saison gönnt sich Hanna Ferber-Rahnhöfer zunächst eine kleine Pause, um die intensive Zeit der vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren zu lassen und neue Energie zu tanken. Anschließend möchte sie sich in Leipzig verstärkt auf ihren beruflichen Weg als Physiotherapeutin konzentrieren und sich neuen Herausforderungen widmen. Der Sport soll dabei weiterhin ein wichtiger Teil ihres Lebens bleiben, verrät sie.

Weitere Informationen unter www.hc-leipzig.de

Nach dem hart erkämpften Punktgewinn zuletzt beim 31:31 gegen Bayer Leverkusen und drei Unentschieden in Folge wollen die Handballerinnen des HC Leipzig in der 2. Alsco Handball Bundesliga endlich wieder einen Sieg einfahren. Am 22. Spieltag sind die Leipzigerinnen am Samstag, den 28. März (Anwurf: 18:30 Uhr), zu Gast beim Tabellensiebten ESV 1927 Regensburg.

„Wir haben nach dem Spiel in Leverkusen ein spontanes Teamevent veranstaltet, um die Köpfe wieder freizubekommen und wieder noch mehr aneinanderzurücken“, sagt Coach Erik Töpfer und ergänzt mit Blick auf das Spiel in Regensburg: „Wir haben uns in dieser Woche sehr auf uns konzentriert, um „Problemzonen“ besser lösen zu können. In den nächsten Tagen werden wir uns mit Regensburg beschäftigen, um für das schwere Auswärtsspiel im Bunker optimal gerüstet zu sein.“ Wie schon zuletzt gegen Leverkusen muss die HCL-Mannschaft weiterhin ohne die verletzte Marlene Tucholke auskommen. Außerdem sind drei weitere Spielerinnen angeschlagen. „Das lässt uns in dieser Saison nicht so richtig los“, sagt Erik Töpfer.

Der HCL und der ESV 1927 Regensburg stehen sich zum insgesamt zehnten Mal gegenüber. Von den bisherigen neun Duellen konnten die Leipzigerinnen vier gewinnen und spielten einmal Unentschieden. Viermal setzen sich die Regensburgerinnen durch. Im Hinspiel Anfang November feierte der HCL in der heimischen Sporthalle Brüderstraße einen souveränen 32:22-Erfolg.

Wiedersehen mit Franziska Peter

Regensburg hat in den vergangenen Wochen vor allem auf heimischem Parkett sehr erfolgreich gespielt und konnte vier der letzten fünf Heimspiele gewinnen. Angeführt wird das ESV-Team von Kapitänin Franziska Peter. Die 27-Jährige trug in der Saison 2015/16 für einige Monate das HCL-Trikot, bevor sie im Dezember 2015 in ihre bayerische Heimat zurückwechselte. Gemeinsam mit Julika Birnkammer, die mit 104 Toren die bislang erfolgreichste Werferin des Teams ist, prägt Franziska Peter das Offensivspiel der Regenburgerinnen. Die Rückraumspielerin gehört laut HCL-Coach Erik Töpfer zu den besten Spielerinnen der Liga. In der Defensive ist Torhüterin Joel Arno ein großer Rückhalt für das Team von Trainer Bernhard Goldbach. Wie schon in der vergangenen Saison gehört sie auch 2025/26 zu den besten Torhüterinnen der Liga. 

Fans, die nicht live vor Ort dabei sein können, können das Spiel des HC Leipzig gegen den ESV 1927 Regensburg im Livestream von Sportdeutschland.TV live unter sporteurope.tv/esv-1927-regensburg-frauen/2-hbf-esv-1927-regensburg-vs-hc-leipzig verfolgen (Pay per view: 5 Euro).

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Die Planungen für die kommende Saison laufen beim HC Leipzig längst auf Hochtouren. Jetzt hat Linksaußen Alina Gaubatz ihren im Sommer auslaufenden Vertrag um ein weiteres Jahr, bis zum 30. Juni 2027, verlängert.

Die gelernte Linksaußen mit der Trikotnummer 11 kam 2023 von der HSG Blomberg-Lippe als frisch gekürte Deutsche A-Jugend-Meisterin (Finale gegen HCL) nach Sachsen. Die 21-Jährige hat sich schnell in der Mannschaft etabliert, sorgt mit ihrer positiven Art für gute Laune bei ihren Mitspielerinnen und hat einen guten Draht zu den Fans. Seit der vergangenen Saison bildet sie gemeinsam mit Lilly sie ein starkes Duo auf der linken Seite.

„Ich freue mich, auch in der kommenden Saison den gemeinsamen Weg mit dem HCL fortzusetzen und weiterhin Teil des Teams zu sein. Für die gesteckten Ziele möchte ich auch künftig mein Bestes geben und meinen Teil dazu beitragen“, blickt Alina Gaubatz bereits auf die kommende Saison voraus.

Cheftrainer Erik Töpfer über seine akrobatische Außenspielerin: „Ich freue mich sehr, das Alina Lust hat, weiter mit uns zu arbeiten. Sie macht einfach Spaß – für die Mannschaft und für mich als Trainer. Sie ist ein toller Mensch, ein toller Charakter und eine richtig geile Handballspielerin. Sie hat sich mega entwickelt. Vor allem in dieser Saison ist sie in Abwehr und Angriff eine große Stabilität in ihr Spiel bekommen. für uns ist es eine riesengroße Hilfe, wenn sie auf dem Feld steht.“

Nach zwei Auswärts-Unentschieden in Folge steht für die Handballerinnen des HC Leipzig am Sonntag, 22. März (Anwurf: 16 Uhr) ein echter Klassiker auf dem Programm. Die Leipzigerinnen haben in der heimischen Sporthalle Brüderstraße den Tabellenvorletzten Bayer Leverkusen zu Gast. Im Duell der beiden deutschen Rekordmeister will das Team von Erik Töpfer zurück in die Erfolgsspur und beide Punkte in der Brüderhalle behalten.

„Wir freuen uns riesig auf das Heimspiel gegen Leverkusen. Das ist genau der richtige Zeitpunkt, gemeinsam mit unseren Fans das Feuer neu zu entfachen. Wir wollen zeigen, was wir für eine geile Truppe sind und welches Feuer in uns steckt“, blickt Coach Erik Töpfer auf das Spiel voraus: „Gegen Leverkusen wird es vor allem auf eine harte Abwehr ankommen, um es auch unseren Torhüterinnen etwas einfacher zu machen. Das ist wichtig, um wieder besser in unser Tempospiel zu kommen. Das hat uns in den letzten Spielen gefehlt. Leverkusen ist eine sehr gute Mannschaft, mit einer richtig guten Kreisläuferin und einigen guten Rückraumspielerinnen. Da müssen wir alles raushauen – vor allem in der Abwehr.“ 

Die Duelle zwischen dem HC Leipzig und Bayer Leverkusen waren jahrzehntelang echte Spitzenspiele in der Bundesliga. Nach dem Abstieg der Leverkusenerinnen im Frühjahr sind beide Mannschaften nun Kontrahenten in der 2. Alsco Handball Bundesliga der Frauen. Beide Mannschaften standen sich bereits 37-mal gegenüber. 22-mal gewannen die Leipzigerinnen, acht Mal setzten sich die Werkselfen durch. Sieben Duelle endeten Unentschieden. Im Hinspiel – das erste Duell beider Mannschaften in der 2. Bundesliga überhaupt - feierte der HCL in Leverkusen einen souveränen 34:20-Erfolg.

Nach dem Abstieg: Umbruch in Leverkusen

Nach dem Abstieg aus der Bundesliga und dem großen personellen Umbruch im Sommer (12 Abgänge, 11 Neuzugänge) kämpfen die Leverkusenerinnen auch in der 2. Bundesliga gegen den Abstieg. Unter Trainerin Sibylle Grunert, die das Team im Oktober von Michael Biegler übernommen hat, hat das Team nach acht Niederlagen zum Saisonauftakt wieder den Glauben an den Klassenerhalt zurückgewonnen. Neben dem Klassenerhalt steht bei den Leverkusenerinnen vor allem die Förderung des Nachwuchses sowie die Weiterentwicklung junger Talente im Fokus.

Ein Selbstläufer wird das Spiel auf heimischem Parkett für das HCL-Team garantiert nicht. Seit dem deutlichen 34:20 im Hinspiel in Leverkusen haben sich die Leverkusenerinnen um Kapitänin Sophia Cormann schrittweise stabilisiert – auch wenn sie nach wie vor tief im Tabellenkeller stehen.

Fans, die nicht live in der Sporthalle Brüderstraße dabei sein können, können das Spiel des HC Leipzig gegen Bayer Leverkusen im Livestream von Sportdeutschland.TV live unter sporteurope.tv/hc-leipzig-frauen/2-hbf-hc-leipzig-vs-tsv-bayer-04-leverkusen verfolgen (Pay per view: 5 Euro).

Große Ehre für den HC Leipzig: Mit Marlene Tucholke, Lisa Lammich und Jana Walther wurden gleich drei Spielerinnen für die neue Eliteförderung des Deutschen Handballbundes (DHB) nominiert. Anja Althaus und Martin Heuberger, die seit Januar für die weiblichen und männlichen Top-Talente des deutschen Handballs verantwortlich sind, haben in Absprache mit DHB-Sportvorstand Ingo Meckes und den jeweils zuständigen Bundestrainern insgesamt neun Spielerinnen und zehn Spieler in die Förderung aufgenommen. 

„Die Nominierung von gleich drei Spielerinnen unseres Vereins für die Eliteförderung des Deutschen Handballbundes ist für den HC Leipzig eine besondere Auszeichnung und zugleich eine Bestätigung unserer täglichen Nachwuchsarbeit. Mit Marlene Tucholke, Lisa Lammich und Jana Walther stammen ein Drittel der aktuellen Elitekader-Spielerinnen aus unserem Verein – darauf sind wir sehr stolz“, freut sich HCL-Geschäftsführer Lars Lammich über die Nominierung des HCL-Trios: „Die Aufnahme unserer Talente in dieses Förderprogramm zeigt, dass sich die kontinuierliche Arbeit im Nachwuchsbereich beim HC Leipzig auszahlt. Seit vielen Jahren investieren wir gezielt in die Ausbildung junger Spielerinnen und schaffen ein Umfeld, in dem sie sich sportlich und persönlich entwickeln können. Dass diese Entwicklung nun auch auf nationaler Ebene Anerkennung findet, freut uns sehr. Solche Nominierungen sind nicht nur eine große Anerkennung für die Athletinnen selbst, sondern auch für unsere Trainerinnen und Trainer sowie alle, die im Hintergrund täglich an der Förderung des Nachwuchses arbeiten.“

Gleichzeitig begrüße man ausdrücklich die Weiterentwicklung der Eliteförderung durch den Deutschen Handballbund und die enge Zusammenarbeit zwischen Verband, Vereinen und Trainerteams. Mit den erfahrenen Mentoren Anja Althaus und Martin Heuberger erhalten die Talente zusätzliche Unterstützung auf ihrem Weg in den Spitzenhandball. Für uns als Verein ist es wichtig, diesen Weg weiterhin gemeinsam zu gehen. 

Ziel der Eliteförderung ist es weiterhin, Spielerinnen und Spieler mit besonderem Potenzial noch gezielter auf ihrem Weg in den internationalen Spitzenhandball zu begleiten und sie dabei in ihrer sportlichen sowie persönlichen Entwicklung langfristig zu unterstützen. Viele Spielerinnen und Spieler, die heute in der Bundesliga oder in den A-Nationalmannschaften prägend auftreten, haben die Eliteförderung durchlaufen – darunter Emily Vogel, Viola Leuchter und Nieke Kühne oder Juri Knorr, Nils Lichtlein, David Späth, Renars Uscins und Justus Fischer. 

Eliteförderung weiblich: 

Marie Weiss (Tor, TuS Metzingen, 2004), Chiara Rohr (Linksaußen, TV Hannover-Badenstedt, 2007), Marlene Tucholke (Rückraum links, HC Leipzig, 2007), Lisa Lammich (Rückraum Mitte, HC Leipzig, 2008), Lara Däuble (Rückraum rechts, Frisch Auf Göppingen, 2006), Aylin Bornhardt (Kreis, SG Schozach/Bottwartal, 2006), Ida Petzold (Kreis, TuS Metzingen, 2005), Farrelle Njinkeu (Rechtsaußen, HSG Blomberg-Lippe, 2007), Jana Walther (Rechtsaußen, HC Leipzig, 2007)  

Eliteförderung männlich: 

Arnel Durmic (Tor, HSG Krefeld / VfL Gummersbach, 2006), Finn Knaack (Tor, TUSEM Essen, 2006), David Móré (Linksaußen, Rhein-Neckar Löwen, 2004), Jan Mudrow (Rückraum links, TBV Lemgo, 2007), Linus Schmid (Rückraum links, TSV Neuhausen/Filder / TVB Stuttgart, 2006), Rasmus Ankermann (Rückraum Mitte, THW Kiel / TSV Altenholz 2007), Bennet Strobel (Kreis, HBW Balingen-Weilstetten, 2006), Tim Schröder (Kreis, VfL Potsdam / Füchse Berlin, 2006), Julien Sprößig (Rechtsaußen, TSV Neuhausen/Filder / TVB Stuttgart, 2007), Tim Gömmel (Rechtsaußen, HC Erlangen, 2005) 

Die Handballerinnen des HC Leipzig haben am Freitagabend im Nachholspiel der 2. Alsco Handball Bundesliga beim heimstarken Bergischen HC ein 29:29-Unentschieden (16:13) geholt. Für die Leipzigerinnen, die weiterhin die Tabelle anführen, war es das zweite Unentschieden in Folge. Mit acht Treffern war Kapitänin Pauline Uhlmann die erfolgreichste HCL-Werferin des Spiels.

„Wir haben bis zur 45. Minute viele Sachen richtig gut gemacht. Am Ende wollten wir leider wieder zu viel und haben etwas zu viel nachgedacht. Dazu kamen zwei, drei vermeidbare Fehler. Deshalb ist es am Ende wieder ein Unentschieden geworden, was sehr ärgerlich ist“, erklärte Trainer Erik Töpfer nach dem Spiel: „Insgesamt haben wir trotzdem wieder einen Schritt nach vorn gemacht. Es sind noch zehn Spiele. Acht davon sollten wir gewinnen, um unser Ziel zu erreichen. Wichtig ist, dass wir die Freude am Spiel hochhalten und nicht darüber nachdenken, was wir verlieren können. Die Freude soll überwiegen, die Mädels haben es einfach drauf.“

Erst 0:3, dann Vier-Tore-Führung

Zu Beginn des Spiels hatten das HCL-Team in der Solinger Sporthalle Wittkulle große Probleme und lag schnell mit 0:3 zurück. Erst in der fünften Minute gelang Pauline Uhlmann per Siebenmeter der erste Leipziger Treffer. Drei Minuten später sorgte Hanna Ferber-Rahnhöfer erstmals für den Ausgleich (4:4). Danach lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, in dem Lilly Glimm in der 15. Minute die erste HCL-Führung erzielte (8:7). Danach konnten die Leipzigerinnen, denen die Spielfreude deutlich anzusehen war, die Partie immer weiter auf ihre Seite ziehen und den Vorsprung auf bis zu vier Tore ausbauen. Beim Stand von 16:13 ging es in die Halbzeitpause.

Spannende Schlussphase

Diesen Vorsprung konnte das HCL-Team auch nach dem Seitenwechsel zunächst verteidigen. Doch die Gastgeberinnen ließen sich nicht abschütteln und konnten in der 50. Minute erstmals wieder ausgleichen (26:26). Nach zwei Toren von Pauline Uhlmann und Lisa Lammich zum 28:26 sah dann doch alles wieder nach einem HCL-Sieg aus.  

Weil die Leipzigerinnen in der spannenden Schlussphase gleich mehrmals an der starken BHC-Torhüterin Lena Lindemann (12 Paraden) scheiterten, konnten die Gastgeberinnen jedoch wieder ausgleichen (28:28/56. Minute). In der 59. Minute erzielte Marlene Tucholke das 29:28 für den HCL, doch die überragende Svenja Mann sorgte 40 Sekunden vor Schluss mit ihrem zehnten Treffer für den 29:29-Endstand.

Weiter geht es für die Leipzigerinnen am Sonntag, 22. März (Anwurf: 16 Uhr) mit einem echten Klassiker. Ab 16 Uhr empfängt der HCL das Team von Bayer Leverkusen.

Die Handballerinnen des HC Leipzig haben in der 2. Alsco Handball Bundesliga beim heimstarken Tabellenfünften HSV Solingen-Gräfrath 76 ein 27:27-Unentschieden (15:12) geholt. Nach der ersten Punkteteilung seit dem 30:30 beim ESV 1927 Regensburg am 21. Dezember 2024 führt das HCL-Team die Tabelle weiter an. Lisa Lammich und Wiebke Meyer waren mit jeweils sechs Toren die erfolgreichsten HCL-Werferinnen. 

„Wir haben eine sehr solide unaufgeregte erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein, zwei Fehler zu viel gemacht und sind unruhig geworden. Diese negativen Aktionen haben wir nicht aus dem Kopf bekommen und zu lange mitgeschleppt, um wieder im Spiel anzukommen“, erklärte Trainer Erik Töpfer nach dem Spiel: „Am Ende ist es uns gelungen und wir hätten sogar noch als Sieger vom Feld gehen können. Diese Situationen sind wichtig für uns und die Spielerinnen in ihrer Entwicklung. Heute ist es ein Fehlpass oder Fehlwurf, morgen wird es das Tor sein. Dies ist der normale Prozess in der Entwicklung junger Spielerinnen. Wichtig ist, dass wir diesen Prozess kurz und effektiv gestalten.“

Mit Zwischenspurt zur Halbzeitführung

In der Anfangsphase lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. 

Dabei leisteten sich beide Teams allerdings auch einige unnötige technische Fehler. 

Bis zur 20. Minute konnte sich keine Mannschaft absetzen. Dann konnten die Leipzigerinnen das Spiel mit vier Toren in Folge innerhalb von acht Minuten zunächst auf ihre Seite ziehen (13:10/27. Minuten). Diesen Drei-Tore-Vorsprung nahmen sie auch mit in die Halbzeitpause (15:12). Eine höhere Halbzeit-Führung verhinderte Solingens Torhüterin Katja Grewe, die in den ersten 30 Minuten gleich sieben Würfe entschärfen konnte.

Erst Schwächephase, dann starker Schlussspurt 

Nach dem Seitenwechsel ging es auf dem Feld zunächst hin und her. Durch einige leichte Fehler und vergebene Würfe gaben die Leipzigerinnen die Partie im weiteren Spielverlauf nach und nach aus der Hand. So konnten Solingen mit drei Toren in Folge ausgleichen (18:18/42.). Nach fünf Minuten ohne Tor konnte Wiebke Meyer mit ihrem Treffer zum 19:18 den Bann brechen.

In der Folgezeit lieferten sich beide Mannschaften das erwartet spannende Duell, in dem den HCL-Spielerinnen weiter einige unnötige Fehler unterliefen. Die Folge: In der 56. Minute drohte beim Stand von 25:27 die zweite Saisonniederlage. Doch angeführt von Torhüterin Nele Kurzke, die in den letzten vier Minuten kein Gegentor mehr zuließ, kämpften sich die Leipzigerinnen wieder zurück. Lisa Lammich und Marlene Tucholke konnten mit ihren Toren das Spiel wieder ausgleichen (27:27/58. Minute). Bei Ballbesitz 25 Sekunden vor Schluss und einer letzten Auszeit von Coach Erik Töpfer bestand sogar noch die Chance auf den Siegtreffer Dieser gelang leider nicht, so dass das HCL-Team letztlich einen Punkt mit zurück nach Leipzig nehmen konnte.

Aufgrund der Länderspielpause legen die Alsco Handball Bundesliga und die 2. Alsco Handball Bundesliga am kommenden Wochenende eine Spielpause ein. Weiter geht es für die Leipzigerinnen am 13. März (Anwurf: 18 Uhr) mit dem Nachholspiel beim Bergischen HC. Das Spiel war am 10. Januar wegen des Wintereinbruchs abgesagt worden.

Weitere Informationen unter www.hc-leipzig.de

HC Leipzig:

Nele Kurzke (9 Paraden), Janine Fleischer; Lisa Lammich (6 Tore), Wiebke Meyer (6), Marlene Tucholke (5), Hanna Ferber-Rahnhöfer (2), Kim Angelina Lang (2), Lilly Glimm (2), Jana Walther (2/1 Siebenmeter), Sharleen Greschner (1), Pauline Uhlmann (1), Laura-Sophie Klocke, Lara Seidel, Emely Theilig, Linnea Radzeviciute.

Siebenmeter
Solingen 3/3; HCL 1/1

Strafminuten
Solingen 6; HCL 6

Zuschauer: 237

Auf die Handballerinnen des HC Leipzig wartet am Wochenende in der 2. Alsco Handball Bundesliga der Frauen eine schwere Auswärtsaufgabe. Das Team von Trainer Erik Töpfer muss am Samstag (28. Februar, Anwurf: 18.30 Uhr) beim heimstarken Tabellenfünften HSV Solingen-Gräfrath 76 antreten.

„Nach dem Sieg gegen Waiblingen gehen wir mit einem positiven Gefühl in das Spiel. Für uns geht es in Solingen ebenfalls darum, Lösungen zu finden und geduldig im Abschluss zu sein“, blickt Coach Erik Töpfer auf das Spiel im 450 Kilometer entfernten Solingen voraus. „Beide Mannschaften haben Bock auf dieses Spiel und wollen zeigen, was sie draufhaben. Es wird mit Sicherheit ein schönes Duell.“

Der HCL und der HSV Solingen-Gräfrath 76 stehen sich zum elften Mal gegenüber. Von den vergangenen zehn Partien konnten die Leipzigerinnen vier gewinnen, ein Duell endete Unentschieden, fünf Mal hatte Solingen das bessere Ende für sich. Im Hinspiel feierten die Leipzigerinnen einen souveränen 27:17-Sieg.

Lara Tauchmann fehlt weiterhin

Wie zuletzt gegen Waiblingen muss das HCL-Team auch gegen Solingen ohne Lara Tauchmann auskommen. Außerdem sind aktuell einige weitere Spielerinnen inklusive Torwarttrainer Wieland Schmidt angeschlagen.

Solingen: Nur eine Heimniederlage

So eindeutig wie im Oktober wird es also diesmal wohl nicht werden. Der Vorjahresfünfte aus Solingen, der im Sommer einen großen personellen Umbruch erlebte (acht Neuzugänge, acht Abgänge), hat sich in den vergangenen Wochen im oberen Tabellendrittel festgespielt. Nach zuvor vier Siegen in Folge schrammte das Team von Trainer Jonas Schlender auch beim jüngsten 26:27 beim HC Rödertal nur knapp an einem Punktgewinn vorbei. Vor allem in der heimischen Klingenhalle sind die Solingerinnen in dieser Saison sehr erfolgreich. Von den bislang neun Heimspielen haben sie nur eines verloren (26:32 gegen den HC Rödertal am 4. Oktober). Zuletzt feierten sie fünf Heimsiege in Folge. Zuvor hatten sie den Füchsen Berlin ein 27:27-Unentschieden abgetrotzt.

Ehemaliges HCL-Duo Sophie Pickrodt und Patricia Nikolic

Dreh- und Angelpunkt des Solinger Offensivspiels ist Deborah Spatz. Die 27-jährige Rückraumspielerin gehört zu den erfolgreichsten Werferinnen der Liga. Für Gefahr am Kreis sorgt die ehemalige HCL-Spielerin Sophie Pickrodt, die im Sommer nach zwei Jahren in Leipzig nach Solingen gewechselt war. Mit Patricia Nikolic steht noch eine weitere ehemalige HCL-Spielerin im Solinger Team. „Sophie und Patricia haben noch viele Freunde in unserer Mannschaft. Es wird also auch auf dieser Ebene ein sehr interessantes und besonderes Duell“, freut sich Erik Töpfer auf das Wiedersehen mit den beiden ehemaligen HCL-Spielerinnen.

Fans, die nicht live dabei sein können, können das Spiel des HC Leipzig beim HSV Solingen-Gräfrath 76 im Livestream von Sportdeutschland.TV live unter sporteurope.tv/hsv-solingen-graefrath-76-frauen/2-hbf-hsv-solingen-graefrath-76-vs-hc-leipzig-4 verfolgen (Pay per view: 5 Euro).

Die Handballerinnen des HC Leipzig sind in der 2. Alsco Handball Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgekehrt. In der heimischen Sporthalle Brüderstraße feierten die Leipzigerinnen einen souveränen 38:25-Sieg (18:10). Nach dem 17. Sieg im 18. Saisonspiel führt das HCL-Team weiter die Tabelle an und ist damit weiter auf Aufstiegskurs.

Vor allem im Angriff präsentierten sich die Leipzigerinnen diesmal mit einer Trefferquote von 86 Prozent richtig stark. Erfolgreichste Werferin war Jana Walther mit acht Toren. Ein starkes Comeback nach ihrer langen Verletzungspause feierte Marlene Tucholke. Die Rückraumspielerin erzielte sieben Treffer. „Durch unsere hohe Trefferquote haben wir uns in der Abwehr Sicherheit geholt und konnten uns Mitte der ersten Halbzeit absetzen“, so Trainer Erik Töpfer nach dem Spiel und ergänzte: „Wir freuen uns sehr, dass Marlene nach ihrer langen Verletzungspause wieder dabei ist. Sie hat es richtig gut gemacht, auch wenn natürlich noch nicht alles geklappt hat.“

Starker Endspurt der ersten Halbzeit

Von Beginn an war den Leipzigerinnen deutlich anzumerken, dass sie es nach der Niederlagen in Bremen wieder deutlich besser machen wollten. In der spannenden Anfangsphase lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, bei dem das HCL-Team meist mit ein oder zwei Toren führte. Die Gäste konterten ihrerseits immer wieder mit schnellen Toren. In der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit konnten sich die Leipzigerinnen nach einigen starken Paraden von Torhüterin Janine Fleischer mit drei Toren in Folge erstmals etwas absetzen (14:9/22. Minute). Mit weiteren vier Toren in Folge zum Ende der ersten Halbzeit konnten die Gastgeberinnen das Spiel bereits zur Halbzeit vorentscheiden (18:10).

Auszeit als Initialzündung für starken Schlussspurt

Nach dem Seitenwechsel blieben die HCL-Spielerinnen weiter auf dem Gaspedal und bauten die Führung weiter aus (21:12/34.). Marlene Tucholke sorgte mit ihrem Treffer in der 41. Minute für die ersten Zehn-Tore-Führung (27:17). Nach einer Auszeit des Waiblinger Trainers häuften sich plötzlich beim HCL die technischen Fehler, sodass die Gäste wieder besser ins Spiel kamen und drei Tore in Folge erzielten (30:24). Auf diese Schwächephase reagierte HCL-Trainer Erik Töpfer seinerseits mit einer Auszeit – mit Erfolg. Denn plötzlich nahm der Tore-Express wieder richtig Fahrt auf. Zwölf gegentorlose Minuten später verkündete die Anzeigetafel eine überdeutliche 38:24-Führung – sehr zur Freude der 538 begeisterten Zuschauer. Daran änderte auch der abschließende Gegentreffer zum 38:25 nichts mehr. „In der zweiten Halbzeit haben wir gesehen, dass wir noch an unserer Konstanz arbeiten müssen und auch bei einer hohen Führung konsequent und mit Vollgas weitermachen. Das ist die große Aufgabe, um weiterhin erfolgreich zu sein“, erklärte Coach Erik Töpfer die kurze Schwächephase in der zweiten Halbzeit.

Weiter geht es für die Leipzigerinnen am kommenden Samstag (28. Februar, Anwurf: 18.30 Uhr) mit dem schweren Auswärtsspiel beim starken Tabellenfünften HSV Solingen-Gräfrath 76.

Rückraumspielerin Lara Tauchmann hat ihren auslaufenden Vertrag beim HC Leipzig um ein Jahr bis 2027 verlängert. Die 24-Jährige war im Sommer 2024 vom Zweitliga-Konkurrenten HC Rödertal zum HCL gekommen und hat sich hier in den vergangenen beiden Jahren zu einer Führungsspielerin entwickelt.

„Der HC Leipzig, aber auch die Stadt im Allgemeinen, ist in kürzester Zeit mein Zuhause geworden.  Es macht mir jede Menge Spaß in diesem Team zu trainieren, uns gemeinsam weiterzuentwickeln und auf der Platte mit unseren großartigen Fans im Rücken um Punkte zu kämpfen. Im gesamten Verein herrscht ein familiäreres und respektvolles Miteinander und die Rahmenbedingungen sind professionell. Dementsprechend ist es sehr einfach, sich hier wohlzufühlen“, sagt die Wahl-Leipzigerin, die beim HCL die Nummer 28 trägt: „Der Wechsel zum HCL war für mich persönlich die beste Entscheidung. In den letzten eineinhalb Jahren konnte ich mich spielerisch, aber auch persönlich weiterentwickeln. Besonders entscheidend für diese Entwicklung ist, dass ich durch die Harmonie im Team die Freude am Handballspielen wiedergefunden habe.“

Trainer Erik Töpfer freut sich, auch weiterhin mit Lara Tauchmann planen zu können. „Mich freut es riesig, dass Lara ihren Vertrag verlängert hat, weil sie für uns eine Schlüsselspielerin ist. Sie ist eine sehr komplette Spielerin, die uns sehr viel gibt. Außerdem bringt sie immer eine positive Energie ins Team, gibt immer Vollgas und ist einfach jemand, den jeder gern hat. Das hilft auch auf dem Spielfeld. Ihre Stärken liegen im Eins gegen Eins und in der Kommunikation mit dem Team. Nicht zuletzt ist sie auch mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld. Das macht sie von Tag zu Tag besser.“

Lara Tauchmann begann als Fünfjährige beim Radeberger SV Handball zu spielen, bei dem sie bis 2018 ausgebildet wurde. Von 2018 bis zu ihrem Wechsel nach Leipzig spielte sie für den HC Rödertal - unterbrochen nur durch ein Auslandsjahr von 2019 bis 2020 in Neuseeland. Zu dieser Zeit gehörte Lara bereits zur 1. Mannschaft des HCR, mit dem sie 2022 in die 2. Bundesliga aufgestiegen war. Neben dem Handball absolviert Lara Tauchmann derzeit ein Master-Studium. Zu ihren Hobbys zählt sie Beachvolleyball, Snowboarden und Surfen.