Es ist Derbytime in Sachsen. Am Sonntag um 16 Uhr empfängt der HC Leipzig den HC Rödertal zum Meisterschaftsspiel der 2. Handball-Bundesliga.

Die Vorfreude auf dieses Spiel ist auf beiden Seiten sehr groß. Zum einen kommt mit dem HC Rödertal die derzeit wahrscheinlich beste Mannschaft der zweiten Liga und zum anderen bringen die Rödertalbienen den halben Bienenstock mit in die Messestadt. Die Brüderstraße wird richtig voll und die Stimmung prächtig sein. Die Fans beider Mannschaften sind für ihre Unterstützung und Performance bekannt. Der Rahmen für ein würdiges Sachsenderby ist bereitet.

Beim HC Leipzig ist man auf diesen Besucheransturm gut vorbereitet. Die meisten Karten wurden bereits online verkauft. Restkarten gibt es am Ticketschalter. Damit wirklich jeder Interessierte einen Sitzplatz findet, werden die Tribünen hinter den Toren zum Einsatz kommen.

Zur sportlichen Einordnung: Rödertal hat sich unter Trainerin Maike Daniels zu einem Spitzenteam der zweiten Liga entwickelt. Im Dezember 2023 konnte der HCL unter dem damaligen Neu-Trainer Erik Töpfer den HCR im Bienenstock anstacheln und mit dem 26:23 beide Punkte entführen. Daraufhin starteten die Randdresdner eine fabelhafte Serie mit 13 Siegen hintereinander, darunter dem souveränen Auswärtserfolg beim Aufstiegsfavoriten FA Göppingen (28:23), der den Aufstieg der Bienen in die 1. Liga realistisch erschienen lies, sofern die Siegesserie nicht abreißen würde. Auch wir gewannen gegen Göppingen (26:20) und standen zwischendurch auf dem dritten Platz.

Die Niederlagen am letzten Wochenende kamen für beide Teams zur Unzeit und kosteten jeweils die guten Ausgangspositionen. Wir büßten durch das 28:30 bei den Kurpfalz Bären den dritten Platz ein und der HC Rödertal kann nach der Heimniederlage gegen den ESV Regensburg nicht mehr aus eigener Kraft aufsteigen.

Beide wollen sich mit einem Erfolg am Sonntag die Chancen auf das eigene Saisonziel erhalten, auch wenn HCL-Cheftrainer Erik Töpfer die Gäste favorisiert sieht: „Rödertal ist personell besser besetzt. Bei uns kommen neben einigen Wehwehchen noch die Doppelbelastung unserer Talente dazu. Am Wochenende spielen auch die A- und B-Jugend-Teams ums Weiterkommen in den Deutschen Meisterschaften. Im direkten Vorspiel (13 Uhr die A-Jugend gegen den TSC Berlin, Anm.) sind Marlene Tucholke und Laura Klocke gefordert. Auch die Einsätze der beiden in der U19-Nationalmannschaft sowie von Joanna Granicka mit der polnischen Auswahl haben Kraft gekostet. Da müssen wir aufpassen, dass wir deren Gesundheit schützen. Trotzdem wollen wir wieder unser Potential nutzen, die Abwehr stabilisieren und vor allem im Angriff besser sein. Zuletzt war die Abschlussquote knallrot.“

Interview mit Rödertal-Cheftrainerin Maike Daniels:

Mit welcher Zielstellung kommt ihr nach Leipzig?
„Wir wollen am Sonntag gegen Leipzig im Derby vor allem im Vollgas-Modus spielen jede Situation mit 100 Prozent Einsatz bestreiten. Ein Derby macht sehr viel Spaß, bringt aber sicherlich auch viele Emotionen mit sich, gerade zwischen dem HC Leipzig und uns. Das wollen wir positiv nutzen.“

Wie schätzt du die bisherige Saison ein?
„Die Saison lief aus unserer Sicht bisher erfolgreich. Wir haben unsere anfänglichen Fehler - insbesondere die in den ersten beiden Spielen - abgestreift und wurden immer konstanter. Das freut mich, allerdings wollen noch mehr erreichen in den verbleibenden Spielen.“

Welche Bedeutung hat das Derby für dich persönlich?
„Das Derby gegen Leipzig ist und wird immer etwas Besonderes bleiben. In Leipzig bin ich quasi erwachsen geworden: hier habe ich mein Abitur gemacht, mein Studium begonnen und beendet und natürlich auch meine ersten Schritte in meiner Profi-Karriere gemacht. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrungen.“

Vorspiel: 13:00 Uhr Viertelfinal-Rückspiel HCL A-Jugend - TSC Berlin (Hinspiel 25:24)

Die Übertragung im Livestream von Sportdeutschland.tv beginnt um 15:45 Uhr, Vorspiel ab 12:45 Uhr.

Nach der Länderspielpause haben die Damen des HC Leipzig in der 2. Handball-Bundesliga den HCD Gröbenzell zu Gast.

Das Spiel gegen den Tabellenletzten findet zur gewohnten Heimspielzeit der Leipzigerinnen, am Sonntag um 16:00 Uhr in der Sporthalle Brüderstraße statt.

Die Vorzeichen, inklusive alle relevanten Statistiken, sind eindeutig und sprechen für einen Heimsieg unserer Mannschaft und die Verteidigung des dritten Tabellenplatzes. Aber Vorsicht: Zwei ihrer erst sechs Punkte holten die Oberbayerinnen aus der Nähe von München am 18. November gegen einen damals schwächelnden HC Leipzig. Es sollte unser letztes Spiel vor dem Trainerwechsel sein. Seitdem ging es für den HCL stetig bergauf. Der HCD gewann noch in Bremen und zuletzt gegen Freiburg. Wir sind also vor den Gästen gewarnt. Sie können unter bestimmten Umständen richtig unangenehm werden.

Eines verbindet uns mit dem doppelt so alten Traditionsverein aus Bayern: Beim Handballclub Damen Gröbenzell spielen ebenfalls ausschließlich Mädchen und Damen Handball. Zweifelsohne eine Besonderheit im deutschen Handball.

Das Vorspiel bestreitet die HCL-B-Jugend um 13:15 Uhr, mit dem Qualifikationsspiel zur Deutschen Meisterschaft, gegen den Bayern-Meister HC Forchheim 2011.
Der Sieger qualifiziert sich für die Achtelfinalspiele, welche am 20./21. April und 27./28. April ausgetragen werden.

In der zweiten Handball-Bundesliga spielen die Frauen des HC Leipzig am Sonntag 16 Uhr gegen den TuS Lintfort in der heimischen Sporthalle Brüderstraße.

Nach der etwas überraschend deutlichen Niederlage vom letzten Sonnabend in Berlin wollen die Leipzigerinnen und ihr Trainer Erik Töpfer zu Hause erfolgreich bleiben und Lintfort auf Distanz halten. Das Hinspiel hatten unsere Mädels bekanntlich in allerletzter Sekunde durch den Freiwurfkracher von Marlene Tucholke mit 21:20 gewonnen. Nun kommen die Damen vom Niederrhein mit der Empfehlung eines klaren 34:29-Heimerfolges über den ESV Regensburg in die Messestadt.

HCL-Cheftrainer Erik Töpfer: “Die Niederlage gegen Berlin belastet uns nicht. Im Gegenteil, wir wissen, dass dort die charakterliche und emotionale Einstellung gefehlt hatte. Wir waren ohne Energie und ohne Herz am Start. Daraus haben wir die richtigen Schlüsse gezogen. Für das Lintfort-Spiel müssen wir vor allem wieder unsere Aufgaben erfüllen und den Matchplan umsetzen. Wir benötigen eine kämpferische Leistung gegen einen Gegner, der uns körperlich überlegen ist. Ich erwarte einen knappen Spielverlauf, genau wie im Hinspiel und Spannung bis zum Schluss.”

So ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Jedenfalls verspricht das Spiel gute Handballkost zweier Mannschaften, die in der Liga das Niveau mitbestimmen.

Karten für das Spiel sind in unserem OnlineTicket Shop , an der Tageskasse oder in der Geschäftsstelle erhältlich.

Die Übertragung im Livestream von Sportdeutschland.tv beginnt um 15:45 Uhr.

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HC Leipzig II - HC Burgenland 34:25 (15:16)

 

Im Spitzenspiel der Mitteldeutschen Oberliga gewann das Juniorteam des HCL gegen den bisherigen Tabellenführer HC Burgenland vor einer beeindruckenden Kulisse in der Brüderstraße mit 34:25 und übernahm damit selbst die Tabellenführung

 

Ein weiterer Schritt zum angestrebten Meistertitel in der Mitteldeutschen Oberliga und dem Aufstieg in die 3. Liga.

 

Die erste Spielhälfte verlief nahezu ausgeglichen. Die Führung wechselte ständig zwischen beiden Teams. Nichts ungewöhnliches für ein Spitzenspiel. Und so ging es mit einem 16:15 für den HC Burgenland in die Halbzeit.

 

Der HCL kam dann aber nach der Pause besser in Spiel und konnte dem Tabellenführer mit einem 10:2-Lauf bis zur 43. Spielminute den Zahn ziehen. Danach brachte das Team von Trainer Tim Unger das Spiel ungefährdet nach Hause.

 

Und konnte sich im Anschluss von den zahlreichen Zuschauern in der Brüderstraße für die soeben errungene Tabellenführung zu Recht feiern lassen.

 

HC Leipzig II: Janine Fleischer, Anne Bernhardt; Emma Gutseel, Leonie Rauschenbach, Svenja Graebling, Jessica Wronna (2), Clara Marina Kenntner (1), Elisabeth Eckardt (3), Annemarie Möller (3), Jana Walther (3), Marlene Berg (1), Lara Seidel, Laura Klocke (5), Lisa Lammich (4), Lilly Glimm (8), Jenny Illge (4).

 

Am Samstag, 02. März steht bereits das nächste Spiel beim VfL Meißen an. Insgesamt sind noch 6 Spiele (mit 4 Heimspielen) zu spielen, bevor am 14. April zu Hause das Saisonfinale gegen den SV Aufbau Altenburg ansteht.

Die Handballerinnen des HC Leipzig haben das Ostderby der zweiten Bundesliga gegen die Füchse Berlin mit 24:23 gewonnen und zogen mit 5:7 Punkten mit den Berlinerinnen sowie mit der HSG Freiburg in der Tabelle gleich.

Was für ein Derby und was für ein erfolgreiches HCL-Wochenende!


525 erwartungsvolle Zuschauer sahen in der Sporthalle Brüderstraße ein spannendes und verrücktes Spiel. Zunächst souveräne Gäste, die ihr Programm in der ersten Halbzeit unbeirrt durchzogen. Die nach dem Seitenwechsel brutal effizient auf 19:13 erhöhten und das Spiel im Griff hatten. Da schienen die Sächsinnen bereits geschlagen. Sechs Tor Unterschied, zuletzt beim 14:20, waren ein kurzzeitiger Stimmungskiller. Außer beim zahlreichen Berliner Anhang, der seine Lieblinge feierte.


Das wollten weder unsere Mädels noch die Leipziger Fans auf sich sitzen lassen. So sprang der Funke von der Tribüne aufs Parkett und wieder zurück. Janine Fleischer überragte im Tor, hielt unhaltbare Bälle und brachte die Gäste zum verzweifeln. Die Angriffe wurden mutig und sehenswert ausgespielt, wie teilweise schon davor. Aber mit einem 5:0-Lauf zwischen der 40. und 48. Minute auch mit der nötigen Effizienz. Hanna Ferber-Rahnhöfer, glänzend von Marlene Tucholke am Kreis angespielt, erzielte den Ausgleich zum 21:21, die 22:21-Führung sowie eine Minute später die Vorentscheidung zum 24:21 in der letzten Spielminute.


Insgesamt ein verdienter Sieg unserer Mannschaft, die trotz der üblichen Fehler immer an sich glaubte und diesmal mit verbesserter Wurfquote, vor allem von Julia Weise, Patricia Nikolic und Hanna Ferber-Rahnhöfer (je 4 Tore), ein bereits verloren geglaubtes Spiel drehte.


Der Sieg war der krönende Abschluss eines sehr erfolgreichen Wochenendes für den HCL und dessen Nachwuchs. Die A-Jugend gewann das Bundesliga-Gruppenspiel beim HC Erlangen mit 34:31, die B-Jugend war in der Regionalliga Nordost zweimal erfolgreich, am Freitag mit 33:25 beim Görlitzer HC und am Sonntag gegen den TSV Rudow mit 26:18 sowie die C-Jugend, die gegen den BSV Sachsen Zwickau 26:17 gewann.


Max Berthold, Vizepräsident Sport: „Das war wirklich wichtig. Ich hoffe, die Mannschaft nimmt den Schwung mit. Dass alle Mannschaften ab der C-Jugend gewonnen haben ist schön. So kann es weiter gehen.“


Das Auswärtsspiel des 7. Spieltages wurde auf den 13.01.2024 verlegt.


Am 12.11.2023 empfängt der HC Leipzig den 1. FSV Mainz 05 zur gewohnten Zeit.


HC Leipzig


Elia Garcia Canabate, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (2), Lara Seidel (3/1), Leoni Spott, Julia Weise (4), Patricia Nikolic (4), Jennifer Hofmann, Emely Theilig (3), Alina Gaubatz (2), Hanna Ferber-Rahnhöfer (4), Jenny Illge (2), Sophie Pickrodt, Sharleen Greschner, Joanna Granicka, Marlene Tucholke


Füchse Berlin


Natalie Krupa, Ela Szott; Vesna Tolic, Farelle Alicia Njinkeu, Lara Sophi Fichtner (1), Linea-Sophie Höbbel (6), Lucy Gündel (5), Djazzmin Trabelsi, Tina Wagenlader (3), Angela Cappellaro, Isa Ternede (2), Leoni Baßiner (2), Michelle Stefes (4/1)


Siebenmeter


HCL 1/2; Füchse 1/2


Strafminuten

HCL 2; Füchse 4


Zuschauer 525