Showdown an der Tabellenspitze: Auf dem Weg in die 1. Bundesliga müssen die Handballerinnen des HC Leipzig am 27. Spieltag der 2. Alsco Handball Bundesliga am Samstag (9. Mai/Anwurf: 19.30 Uhr) beim Tabellenzweiten Füchse Berlin antreten. Mit dem jüngsten 39:19-Kantersieg gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten haben die Leipzigerinnen am vergangenen Sonntag noch einmal kräftig Selbstvertrauen getankt.
„Tagesform wird entscheiden“
„Nach dem Sieg am Wochenende und dem Hunger, den wir gegen Rosengarten ausgestrahlt haben, fahren wir mit einem sehr guten Gefühl nach Berlin. Wir wissen was wir können, wir wissen aber auch was Berlin kann. Am Ende wird auch die Tagesform entscheiden“, blickt Trainer Erik Töpfer auf das Duell der beiden abwehrstärksten Teams der Liga voraus: „Es wird sicher ein sehr abwehrorientiertes und temporeiches Spiel. Beide Mannschaften spielen eine sehr gute Defensive mit starken Torhüterinnen und gutem Tempohandball nach vorn. Da ähneln wir uns. Berlin ist uns auf einigen Positionen körperlich etwas überlegen, wo wir mit Tempo glänzen können. Deshalb wird es ein sehr ausgeglichenes Spiel, in das wir uns vor allem mit Emotion und Leidenschaft hineinkämpfen und Berlin von Anfang an unter Druck setzen müssen. Wir müssen sie in der eigenen Halle zum Nachdenken bringen und zu Fehlern zwingen. Das Spiel wird nicht nur eine sportliche sondern auch eine mentale Aufgabe.“ Wenige Tage vor dem Spitzenspiel in Berlin hat der Trainer wieder alle Spielerinnen zur Verfügung. Auch die zuletzt verletzte Linksaußen Alina Gaubatz ist wieder ins Training eingestiegen.
Der HCL und die Füchse Berlin standen sich bislang 20-mal gegenüber. Sieben dieser Duelle konnten die Leipzigerinnen gewinnen, elf Mal setzte sich das Team aus der Hauptstadt durch, zwei Aufeinandertreffen endeten Unentschieden. Im Hinspiel Anfang Januar feierte das HCL-Team einen beindruckenden 33:24-Erfolg.
Ausgeglichene Mannschaft
Die Füchse Berlin sind derzeit in der 2. Alsco Handball Bundesliga das „Team der Stunde“. Das Team aus der Hauptstadt feierte zuletzt elf Siege in Folge. Zuletzt gab es ein deutliches 31:21 beim HC Rödertal. Auch in der heimischen Sporthalle Charlottenburg präsentierten sich die Füchse bislang bärenstark und verloren nur eines ihrer 13 Spiele (24:25 gegen HC Rödertal). Ausgeglichenheit ist bei den Berlinerinnen in dieser Saison Trumpf. Die Tore verteilen sich – wie beim HCL - auf viele Spielerinnen. Erfolgreichste Werferin der Mannschaft ist Rückraumspielerin Leoni Baßiner mit 101 Toren. Ein großer Rückhalt in der Defensive ist Torhüterin Zoe Ludwig. Hinzu kommt eine große Nervenstärke in entscheidenden Situationen. Fünf ihrer 21 Saisonsiege feierten die Füchse mit drei oder weniger Toren Vorsprung
Mit der in Leipzig bestens bekannten Susann Müller – 2003 bis 2010 und 2013/14 beim HCL – sitzt der Star bei den Berlinerinnen auf der Bank. Die ehemalige Weltklasse-Rückraumspielerin trainiert das Team bereits seit 2019 – gemeinsam mit Ehefrau Nina Müller (ehemals Wörz), die von 2000 bis 2006 ebenfalls das HCL-Trikot trug. Fans, die nicht vor Ort dabei sein können, können das Spitzenspiel des HC Leipzig bei den Füchsen Berlin im Livestream von Sportdeutschland.TV live unter sporteurope.tv/fuechse-berlin-frauen/2-hbf-fuechse-berlin-vs-hc-leipzig verfolgen (Pay per view: 5 Euro).
Die Handballerinnen des HC Leipzig haben sich am Sonntag zum Abschluss des 26. Spieltages der 2. Alsco Handball Bundesliga mit dem beeindruckenden Auftritt gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten die Tabellenführung zurückgeholt. Die Leipzigerinnen feierten gegen den Tabellen-13. in der heimischen Sporthalle Brüderstraße einen 39:19-Sieg (22:6). Wie stark der HCL dabei als Team agierte, zeigte die Tatsache, dass gleich 13 Spielerinnen mindestens einen Treffer erzielten – darunter auch Linksaußen Nelly Gonschorek aus dem Juniorteam (vier Tore). Erfolgreichste Werferin war Kapitänin Pauline Uhlmann mit neun Toren. Damit geht das HCL-Team mit einem Punkt Vorsprung in das bevorstehende Spitzenspiel bei den Füchsen Berlin am kommenden Samstag (9. Mai, Anwurf: 19.30 Uhr). Die Füchse hatten bereits am Vortag klar mit 31:21 beim HC Rödertal gewonnen und damit zwischenzeitlich die Tabellenführung übernommen.
„Wenn wir unser Potenzial komplett aufs Parkett übertragen, dann sieht das so aus“, freute sich Trainer Erik Töpfer nach dem Spiel und ergänzte: „Dennoch gilt es solche Spiele auch so zu Ende zu bringen, wie wir es getan haben. Ich erwarte, dass jede Spielerin über 60 Minuten an ihr Optimum geht. Das habe ich der Mannschaft auch vor dem Spiel gesagt. Die Mannschaft hat geliefert. Genau mit diesem Gefühl und diesem Statement an uns selbst sollten wir nach Berlin fahren und Gas geben. Wenn wir das schaffen, werden wir auch dort erfolgreich sein.“
Perfekte erste Halbzeit
Von Beginn an zeigten die Leipzigerinnen den Tempo-Handball, der sie über weite Strecken der bisherigen Saison ausgezeichnet hat. Den Spielerinnen um Kapitänin Pauline Uhlmann war deutlich anzusehen, dass sie sich die einen Tag zuvor verlorene Tabellenführung unbedingt wieder zurückholen wollen. Mit einer starken Abwehr zwangen sie die Gäste immer wieder zu schweren Würfen und leichten Fehlern und nutzten ihrerseits schnelle Tempogegenstöße zu Toren. Nach sieben Minuten stand es 5:0 – sehr zur Freude der mehr als 500 Zuschauer. Erst in der achten Minute musste die starke Torhüterin Janine Fleischer (insgesamt 14 Paraden) zum ersten Mal hinter sich greifen.
Und die spielfreudigen Gastgeberinnen, die ohne Alina Gaubatz auskommen mussten, blieben auf dem Gaspedal und bauten ihren Vorsprung weiter deutlich aus. Spätestens nach dem Treffer von Pauline Uhlmann zum 13:3 in der 20. Minute war das Spiel vorentschieden. Und weil auch weiterhin die Treffsicherheit stimmte, wuchs der Vorsprung weiter. Zur Halbzeitpause verkündete die Anzeigetafel eine fast schon historische 22:6-Führung. Damit verpasste das HCL-Team nur knapp den Rekord vom 44:25-Sieg am 22. März 2025 bei den Kurpfalz Bären. Damals führten die Leipzigerinnen zur Halbzeit 23:13.
Erst Probleme, dann Vollgas bis zum Schluss
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste mit einer deutlich verbesserten Abwehr und jeder Menge Schwung zurück aufs Parkett. Damit hatten die Gastgeberinnen zunächst einige Probleme und verloren die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit mit 3:7. Ab der 40. Minute lief es dann wieder deutlich besser – und wie. Mit drei verwandelten Siebenmetern in Folge von Pauline Uhlmann zum 28:13 kehrte auch die Spielfreude aus der ersten Halbzeit zurück. Den HCL-Spielerinnen war deutlich anzusehen, dass sie unbedingt auch die zweite Halbzeit gewinnen wollten. Bis zum Schlusspfiff gaben sie Vollgas und zeigten den Killerinstinkt, den Trainer Erik Töpfer zuletzt bei seinem Team vermisst hatte. In den letzten Minuten erzielten die Leipzigerinnen noch fünf Tore in Folge zum 39:19. Der erhoffte 40. Treffer gelang allerdings nicht mehr. Doch das tat der Freude der Fans über einen starken Auftritt keinen Abbruch.
Der HC Leipzig arbeitet weiter an seiner Mannschaft für die kommende Saison. Mit Emma Niemann verpflichten die Leipzigerinnen ein weiteres vielversprechendes deutsches Talent. Die 19-jährige Rückraumspielerin wechselt vom Drittligisten TV Hannover-Badenstedt an die Pleiße und ist seit Jahresbeginn mit einem Zweitspielrecht für den Zweitligisten HL Buchholz 08-Rosengarten ausgestattet. Die U20-Nationalspielerin unterschrieb beim HCL einen Zweijahresvertrag bis zum Sommer 2028.
Am 3. Mai mit HL Buchholz 08-Rosengarten zu Gast in Leipzig
Nachdem sie im Winter einige Zeit verletzungsbedingt pausieren musste, hat Emma Niemann in den vergangenen Wochen ihr großes Talent in der 2. Alsco Handball Bundesliga bereits unter Beweis gestellt. Die HL Buchholz 08-Rosengarten gastieren am 3. Mai in der Sporthalle Brüderstraße. Dann können auch die HCL-Fans die neue Rückraumspielerin kennenlernen.
„In Leipzig hat mich das gesamte Umfeld sowie die junge, sportlich engagierte Mannschaft überzeugt. Nach sehr positiven Gesprächen habe ich mich dazu entschieden, hier den nächsten Schritt zu gehen“, erklärt Emma Niemann: „Ich sehe in diesem Wechsel die Möglichkeit, mich sowohl sportlich als auch persönlich weiterzuentwickeln, und freue mich, ab der nächsten Saison Teil des Teams sein zu dürfen.“
Emma Niemann feierte in den vergangenen Jahren einige große Erfolge im Nachwuchs. So holte die 1,83 Meter große Rückraum-Linke zusammen mit dem HCL-Quartett Marlene Tucholke, Jana Walther, Lilly Glimm und Laura-Sophie Klocke den Titel bei den U19-Europameisterschaften in Montenegro. Darüber hinaus gewann sie die Deutsche Meisterschaft der B-Jugend 2021, belegte Rang drei bei der Deutschen Meisterschaft 2022 und wurde Pokalsiegerin der A-Jugend 2022.
Dritter Neuzugang
Emma Niemann, die beim HCL in Zukunft das Trikot mit der Nummer 84 tragen wird, ist nach Kreisläuferin Jasmin Eckart und Torhüterin Aleksandra Orowicz die dritte Spielerin, die den HCL im Sommer verstärken wird.

© Vuk Raicevic/DHB
Auf dem Weg in die 1. Bundesliga haben die Handballerinnen des HC Leipzig in der 2. Alsco Handball Bundesliga zum Abschluss des 26. Spieltages am Sonntag (So. 3. Mai, Anwurf: 16 Uhr) den Tabellen-13. HL Buchholz 08-Rosengarten zu Gast in der Sporthalle Brüderstraße. Nach der 29:32-Niederlage im Spitzenspiel bei der TG Nürtingen will das Team von Trainer Erik Töpfer in die Erfolgsspur zurückkehren. Mit einem Sieg würden die Leipzigerinnen ihre Tabellenführung – aktuell ein Punkt Vorsprung auf die Füchse Berlin – verteidigen und gleichzeitig zusätzliches Selbstvertrauen für das eine Woche später folgende Spitzenduell in der Hauptstadt (Sa. 9. Mai, 19 Uhr) tanken.
„Torchancen besser nutzen als zuletzt“
„Die Niederlage in Nürtingen haben wir intensiv ausgewertet. Für uns ist wichtig, dass wir gegen Buchholz-Rosengarten eine kompakte Abwehr stellen, unserem System treu bleiben und mit viel Tempo nach vorn gehen und unsere Torchancen besser nutzen als zuletzt“, blickt Trainer Erik Töpfer voraus. „Rosengarten hat viele verschiedene Spielerinnen. Darauf müssen wir uns einstellen. Das haben wir im Hinspiel ganz gut gemacht, allerdings war da die Wurfquote sehr schlecht. Daran haben wir auch in den letzten Trainingstagen wieder ausgiebig gearbeitet.“
Der HC Leipzig und die HL Buchholz 08-Rosengarten stehen sich bereits zum 14. Mal gegenüber. Von den vorangegangenen 13 Duellen konnten die Leipzigerinnen neun gewinnen. Dreimal setzte sich Buchholz 08-Rosengarten durch. Eine Begegnung endete Unentschieden. Im Hinspiel, im letzten Spiel des Jahres 2025, feierte das HCL-Team einen 23:18-Sieg.
Gäste immer öfter siegreich
Für die HL Buchholz 08-Rosengarten hat die Saison in den vergangenen Monaten so richtig Fahrt aufgenommen. Fünf ihrer bislang sechs Saisonsiege feierten die Handball-Luchse in der Rückrunde. Damit hat die junge Mannschaft von Trainer Dubravko Prelcec den Anschluss an das Tabellenmittelfeld geschafft. Schon in der Hinrunde war das Team aus Niedersachsen oft nah dran, musste sich aber immer wieder nur knapp geschlagen geben. Nun gelingt es den Handball-Luchsen immer öfter, einen Vorsprung über die Ziellinie zu bringen.
Zu den Garanten der bislang erfolgreichen Rückrunde gehört unter anderem die italienische Torhüterin Anja Rossignoli, die zu den besten Torhüterinnen der Liga gehört. In der Offensive sorgt Jugendnationalspielerin Lotta Christiansen, die vor der Saison vom Drittligisten Handewitter SV nach in die Nordheide gewechselt war, für Gefahr. Die 19-Jährige ist die erfolgreichste Werferin der Handball-Luchse. Mit Marleen Kadenbach, Jasmina Rühl und Jule Meisner fallen derzeit allerdings gleich drei Spielerinnen mit langwierigen Verletzungen aus.
Besonderes Duell für Wiebke Meyer
Eine der acht Spielerinnen, die die Buchholz 08-Rosengarten im vergangenen Sommer verließen, ist Wiebke Meyer. Die HCL-Spielerin mit der Nummer 41 kehrte nach drei Jahren bei den Handball-Luchsen – zuletzt sogar als Kapitänin - nach Leipzig zurück. Das Heimspiel gegen ihren ehemaligen Verein wird für die 24-Jährige also ein ganz besonderes.
Fans, die nicht in der Sporthalle Brüderstraße dabei sein können, können das Spiel des HC Leipzig gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten im Livestream von Sportdeutschland.TV live unter sporteurope.tv/hc-leipzig-frauen/2-hbf-hc-leipzig-vs-hl-buchholz-08-rosengarten verfolgen (Pay per view: 5 Euro).
Sie haben bis zum Schluss gekämpft, am Ende mussten sich Handballerinnen des HC Leipzig am Samstagabend im Spitzenspiel der 2. Alsco Handball Bundesliga beim Tabellendritten TG Nürtingen dann doch mit 29:32 (12:14) geschlagen geben.
Mit insgesamt 18 Paraden hielt Torhüterin Nele Kurzke ihr Team lange Zeit im Spiel. Erfolgreichste HCL-Werferin war Kapitänin Pauline Uhlmann mit acht Toren. Trotz der zweiten Saisonniederlage im 25. Saisonspiel führen die Leipzigerinnen weiter die Tabelle an mit einem Punkt Vorsprung vor den Füchsen Berlin, die zeitgleich ihr Heimspiel gegen den ESV 1927 Regensburg mit 39:32 gewinnen konnten.
„Entscheidend waren am Ende unsere technischen Fehler. In den wichtigen Situationen hat uns dann der Killerinstinkt gefehlt. Wir haben eine überragende Nele Kurzke im Tor, konnten aber keinen Profit daraus schlagen. 18 technische Fehler waren einfach zu viel. Am Ende war einigen Spielerinnen die Aufregung deutlich anzusehen“, erklärte Trainer Erik Töpfer nach dem Spiel und ergänzte: „Unsere Situation hat sich nicht geändert, Wir haben jetzt einen Punkt Vorsprung auf die Füchse. Wir müssen weiter unseren Job machen und unsere Spiele gewinnen, dann können wir unser Ziel weiter erreichen. Dafür ist es aber wichtig, dass wir in unserer Entwicklung den nächsten Schritt im Umgang mit entscheidenden Situationen machen. Wir brauchen als Mannschaft einfach diesen Killerinstinkt.“
Duell zweier starker Torhüterinnen
Der HCL-Coach konnte in Nürtingen wieder auf Marlene Tucholke und Lisa Lammich bauen. Allerdings fehlten Lara Seidel und Alina Gaubatz krankheitsbedingt. Von Beginn an sahen die 1100 Zuschauer in der proppenvollen Sporlastic-Arena in Nürtingen ein packendes Duell, in dem die Gastgeberinnen immer in Führung lagen und das HCL-Team ausgleichen konnte – zumindest bis zur zehnten Minute. Dann konnte sich Nürtingen innerhalb von vier Minuten auf drei Tore absetzen, weil die Leipzigerinnen die aus den vergangenen Wochen bereits bekannten Probleme in der Chancenverwertung offenbarten (5:8/14. Minute). Doch angeführt von einer starken Abwehr mit der überragenden Nele Kurzke im Tor kämpften sie sich wieder zurück ins Spiel. Mit vier Tore in Folge machten die Leipzigerinnen innerhalb von sechs Minuten aus einem 8:11 (21. Minute) ein 12:11 (27.). Es sollte allerdings die einzige HCL-Führung in diesem Spiel bleiben. Die letzten drei Minuten der ersten Halbzeit gehörten dann wieder den Gastgeberinnen, deren Torhüterin Kerstin Sander wie schon im Hinspiel ebenfalls eine starke Leistung zeigte (zehn Paraden). Nach drei Gegentoren in Folge gingen die Leipzigerinnen mit einem 12:14-Rückstand in die Halbzeitpause.
Großer Kampf, einige Fehler zu viel
Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich das spannende Duell fort: die Gastgeberinnen legten vor, die HCL-Spielerinnen legten jeweils nach. Nach dem Zweitliga-Premierentreffer von Juniorteam-Linksaußen Nelly Gonschorek zum 19:20 in der 43. Minute waren die Leipzigerinnen endgültig wieder dran. Der Ausgleich gelang ihnen aber trotz großem Kampf nicht mehr – auch, weil ihnen in den entscheidenden Phasen einige Fehler zu viel unterliefen. Fünf Minuten vor Schluss schafften die Gastgeberinnen mit ihrem Treffer zum 29:25 die Vorentscheidung. In der 59. Minute ließ HCL-Kapitänin Pauline Uhlmann mit dem 28:30 zwar noch einmal Hoffnung auf einen Leipziger Punktgewinn aufkommen, wenige Sekunden später machte Nürtingen per Siebenmeter zum 28:31 endgültig alles klar. Am Ende stand aus Leipziger Sicht eine 29:32-Niederlage.
HC Leipzig: Nele Kurzke (18 Paraden), Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (8 Tore/4 Siebenmeter), Wiebke Meyer (5), Marlene Tucholke (5), Jana Walther (4/3), Hanna Ferber-Rahnhöfer (2), Laura-Sophie Klocke (2), Lara Tauchmann (1), Nelly Gonschorek (1), Lisa Lammich (1), Emely Theilig, Sharleen Greschner, Kim Angelina Lang, Lilly Glimm.
Siebenmeter
Nürtingen 5/6; HCL 7/10
Strafminuten
Nürtingen 6; HCL 8.
Zuschauer: 1100
Langsam, aber sicher biegt die Saison in der 2. Alsco Handball Bundesliga in die Zielgeraden ein. Auf dem Weg zum Aufstieg steht für die Handballerinnen des HC Leipzig am 25. Spieltag ein richtungsweisendes Spitzenspiel auf dem Programm. Am Samstag (25. April/Anwurf: 19.30 Uhr) muss die Mannschaft von Trainer Erik Töpfer beim Tabellendritten TG Nürtingen antreten.
„Ein absolutes Top-Spiel!“
„Das wird ein absolutes Top-Spiel, in dem es für beide Mannschaften um alles geht“, blickt Trainer Erik Töpfer voraus. „Wir können die Tür zum Aufstieg ganz weit aufstoßen,
für Nürtingen ist es die letzte Chance, noch einmal ganz oben anzugreifen. Deshalb wird es von Anfang bis Ende ein sehr umkämpftes, emotionales Spiel. Für uns geht es darum, den Kampf anzunehmen und am Ende für uns zu entscheiden. Dabei wird es sicher auch auf die Tagesform ankommen und darauf, wie schnell bei beiden Mannschaften die zuletzt verletzten und kranken Spielerinnen wieder ins Spiel finden.“ Beim HCL soll die zuletzt erkältete Rückraumspielerin Lisa Lammich wieder auf das Parkett zurückkehren. Möglicherweise kann auch Marlene Tucholke nach ihrer langwierigen Fußverletzung ihr Comeback feiern.
Der HC Leipzig und die TG Nürtingen stehen sich zum insgesamt 13. Mal gegenüber. Von den bisherigen zwölf Duellen konnten die Leipzigerinnen sieben gewinnen, vier Mal setzte sich das Team aus der Region Stuttgart durch. Ein Duell endete Unentschieden. Im Hinspiel kurz vor Weihnachten im Sportcenter Markranstädt lieferten sich beide Mannschaften einen echten Handball-Krimi, den das HCL-Team trotz eines zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstands am Ende mit 30:29 gewinnen konnte.
Stärkste Offensive der Liga
Die Handballerinnen der TG Nürtingen, die aktuell ihre elfte Zweitligasaison absolvieren, knüpften in den letzten Monaten an die starke vergangene Spielzeit an, als sie hinter dem HCL Platz vier belegten. Trainer Manel Cirac kann auf einen eingespielten 15-köpfigen Kader zurückgreifen – mit erfahrenen Spielerinnen und jungen Talenten. Mit 803 Toren stellt die TG Nürtingen die stärkste Offensive der Liga. Großen Anteil daran hat Rückraumspielerin Lisa Fuchs, die mit 193 Treffern die Torjägerliste anführt.
Außerdem ist die Mannschaft um Kapitänin Lisa Wieder die drittbeste Heimmannschaft der Liga. Das letzte Spiel in der heimischen Theodor-Eisenlohr-Sporthalle ging gegen den ESV 1927 Regensburg allerdings völlig überraschend mit 28:36 verloren.
Fans, die nicht vor Ort dabei sein können, können das Spiel des HC Leipzig bei der TG Nürtingen im Livestream von Sportdeutschland.TV live unter sporteurope.tv/tg-nuertingen-frauen/2-hbf-tg-nuertingen-vs-hc-leipzig verfolgen (Pay per view: 5 Euro).
Die Handballerinnen des HC Leipzig sind derzeit als Tabellenführer der 2. Bundesliga auf dem besten Weg zurück in die 1. Handball Bundesliga der Frauen. Sollte der Aufstieg tatsächlich gelingen, wäre der HCL der erste Verein, der nach einer Insolvenz die Rückkehr in das Handball-Oberhaus schaffen würde. Diese „Comeback-Story“ begeistert auch den sportaffinen sächsischen Wirtschaftsminister Dirk Panter.
Der Politiker aus Leipzig traf sich vor dem jüngsten Heimspiel des HCL gegen die SG 09 Kirchhof (22:16) mit Vertretern des HCL zu einem kleinen offiziellen Austausch. Mit dabei waren unter anderem auch der Präsident der Industrie- und Handelskammer Leipzig, Kristian Kirpal, und der Geschäftsführer des Unternehmerverbandes, Lars Schaller.
Dirk Panter: „Der Weg des HCL ist wirklich beeindruckend.“
„Die Einladung bestand schon länger – umso mehr freue ich mich, dass es nun geklappt hat. Der Weg, den der HCL in den vergangenen Jahren eingeschlagen hat, ist wirklich beeindruckend“, erklärte der sächsische Wirtschaftsminister. Im Anschluss verschaffte er sich auf der Tribüne der Sporthalle Brüderstraße selbst einen Eindruck von der Entwicklung des jungen Teams.
Talente fördern, Zukunft sichern – mit starker wirtschaftlicher Unterstützung
HCL-Geschäftsführer Lars Lammich gab in einer kompakten Präsentation Einblicke in die aktuelle Entwicklung des Vereins und warb dabei insbesondere um wirtschaftliche Unterstützung. „Wenn wir unseren eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen wollen, brauchen wir den Rückhalt der Leipziger und der sächsischen Wirtschaft. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, Teil unserer Comeback-Story zu werden.“
Dabei verwies Lammich auf die große Bedeutung des eigenen Nachwuchses für die Identität des Teams. Spielerinnen wie Jana Walther und Marlene Tucholke stehen exemplarisch dafür – beide wurden kürzlich von Bundestrainer Markus Gaugisch erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert.
Der „Leipziger Weg“ soll konsequent fortgeführt werden
„Wir haben eine enorme Chance: In einigen Jahren könnten Leipziger Spielerinnen um olympische Medaillen mitspielen. Die Talente sind da – entscheidend ist, dass wir sie hier in der Stadt halten“, betonte Lars Lammich. „Unsere Spielerinnen trainieren und spielen auf Profiniveau, werden aber leider nicht entsprechend vergütet.“
Der Geschäftsführer des HCL unterstrich zugleich die klare strategische Ausrichtung des Clubs: „Wir wollen den Leipziger Weg auch künftig konsequent weitergehen. Mit unserem jungen Team gehen wir bewusst den nächsten Schritt. Spielerinnen wie Marlene Tucholke entscheiden sich für Leipzig, weil sie mit „ihrem“ HCL in der Bundesliga spielen wollen. Damit das auch langfristig möglich ist, brauchen wir jedoch verlässliche wirtschaftliche Unterstützung.“
Die Handballerinnen des HC Leipzig haben am 24. Spieltag der 2. Alsco Handball Bundesliga ihr Heimspiel gegen die SG 09 Kirchhof mit 22:16 (12:6) gewonnen. Damit haben die Leipzigerinnen ihre Tabellenführung gefestigt und einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung „Aufstieg“ gemacht. Der dritte Sieg in Folge war ein echter Mannschaftserfolg. Gleich zehn Spielerinnen steuerten mindestens einen Treffer bei. Mit jeweils vier Toren waren Lara Seidel und Jana Walther die erfolgreichsten HCL-Werferinnen des Spiels. Nach dem 20. Sieg im 24. Saisonspiel hat das HCL-Team als Tabellenführer weiter drei Punkte Vorsprung vor den Füchsen Berlin.
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter unter den Zuschauern
Unter den knapp 500 Zuschauern in der Sporthalle Brüderstraße war auch Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter, der sich vor dem Spiel mit Vertretern des HCL zu einem kleinen offiziellen Austausch getroffen hatte. Mit dabei waren unter anderem auch der Präsident der Industrie- und Handelskammer Leipzig, Kristian Kirpal, und der Geschäftsführer des Unternehmerverbandes, Lars Schaller.
„Ich freue mich natürlich über den Sieg. Mit der Leistung bin ich aber nicht ganz zufrieden“, sagte Trainer Erik Töpfer nach dem Spiel und ergänzte: „Die Abwehr war gut aber unsere Chancenverwertung im Angriff war eine Katastrophe. Das müssen wir besser machen. Gerade in Phasen, in denen wir uns absetzen können, brauchen wir noch mehr Killerinstinkt, um den Sack früher zuzumachen. „Das Spiel hat gezeigt, dass es nicht reicht, wenn wir ein paar Prozent weniger Leistung bringen. Wir müssen immer Vollgas geben, um unsere Ziele zu erreichen. Dabei brauchen wir jede einzelne Spielerin.“
Starke Gäste-Torhüterin Lena Schmid
Von Beginn an stand die Abwehr der Leipzigerinnen sicher und ließ kaum sichere Würfe der jungen Gäste zu. Auf der anderen Seite scheiterten die HCL-Spielerinnen bereits in der Anfangsphase mehrmals an der überragenden Gäste-Torhüterin Lena Schmid, die am Ende 22 Paraden zu Buche stehen hatte. Kim Angelina Lang brach mit ihrem Treffer zum 1:0 in der dritten Minute den Bann. Erst zwei Minuten später musste HCL-Torhüterin Janine Fleischer erstmals den Ball aus dem eigenen Tor holen. Trotz der starken Abwehr brauchten die Gastgeberinnen bis zur 18. Minute, um sich nach einem verwandelten Siebenmeter von Jung-Nationalspielerin Jana Walther auf drei Tore abzusetzen (7:4). Dieser Vorsprung konnte in der Folgezeit weiter ausgebaut werden – auch, weil die Leipzigerinnen in den letzten Minuten der ersten Halbzeit nur ein Gegentor kassierten. Weil Hanna Ferber-Rahnhöfer zum Ende des ersten Durchgangs dreimal und Wiebke Meyer zweimal traf, ging es mit einer beruhigenden 12:6-Führung in die Halbzeitpause.
HCL-Team behält die Nerven
Nach dem Seitenwechsel knüpften die Gastgeberinnen zunächst an die letzten Minuten der ersten Halbzeit an und konnten den Vorsprung auf acht Tore ausbauen (14:6/35. Minute). Nach nur zwei Toren in den folgenden zehn Minuten schrumpfte diese Führung bis zur 45. Minute allerdings auf fünf Tore (16:11). In der Schlussphase behielt das junge HCL-Team die Nerven und feierte am Ende einen ungefährdeten 22:16-Sieg – auch dank Torhüterin Janine Fleischer, die insgesamt 13 Paraden zeigte.
HC Leipzig: Janine Fleischer (13 Paraden), Nele Kurzke; Lara Seidel (4 Tore/0 Siebenmeter), Jana Walther (4/3), Hanna Ferber-Rahnhöfer (3), Kim Angelina Lang (3), Wiebke Meyer (2), Pauline Uhlmann (2), Lara Tauchmann (1), Laura-Sophie Klocke (1), Emely Theilig (1 Tor), Lilly Glimm (1), Sharleen Greschner, Alina Gaubatz.
Siebenmeter
HCL 3/8; Kirchhof 1/1
Strafminuten
HCL 2; Kirchhof 6
Zuschauer: 483
Nach der Länderspielpause mit dem Debüt von Jana Walther für die A-Nationalmannschaft der Frauen starten die Handballerinnen des HC Leipzig mit einem Heimspiel in den Saison-Endspurt der 2. Alsco Handball Bundesliga. Zum Abschluss des 24. Spieltages ist am Sonntag, den 19. April (Anwurf: 16 Uhr), die SG 09 Kirchhof zu Gast in der Sporthalle Brüderstraße.
Aufgrund des zeitgleich stattfindenden Leipzig-Marathons kann es im Stadtgebiet rund um die Innenstadt sowie in angrenzenden Bereichen zu Straßensperrungen und erhöhtem Verkehrsaufkommen kommen. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, mehr Zeit für die Anreise einzuplanen und nach Möglichkeit auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad auszuweichen.
„Wir müssen uns auf eine sehr offensive Abwehr einstellen, das haben wir bereits im Hinspiel zu spüren bekommen. Wir wiederum brauchen eine sehr kompakte Abwehr, um mit Ballgewinnen über unserem Tempospiel schnelle Tore zu erzielen“, blickt Trainer Erik Töpfer auf das Duell mit dem Tabellenvorletzten voraus. Mit Marlene Tucholke (Fußverletzung) und Lisa Lammich (Erkältung) fallen auch gegen Kirchhof zwei Spielerinnen aus. Beide Mannschaften stehen sich zum siebten Mal in einem Pflichtspiel gegenüber. Alle sechs bisherigen Spiele konnte das HCL-Team gewinnen. Im Hinspiel im November in Melsungen feierten die Leipzigerinnen einen souveränen 28:17-Erfolg.
Jüngstes Team der Liga
Erst im vergangenen Sommer schaffte die SG 09 Kirchhof die Rückkehr in die 2. Bundesliga – zum vierten Mal in den vergangenen zehn Jahren. Jetzt wollen sich die Handballerinnen aus Melsungen endlich wieder in der zweithöchsten deutschen Spielklasse fest etablieren. Dafür wurde die Kirchhofer Mannschaft vor der Saison personell deutlich verändert. 14 überwiegend junge Spielerinnen kamen neu ins Team, nur zwei Spielerinnen verließen den Verein. Mit Anna Rudolf von der HSG Blomberg-Lippe wurde zudem im Winter eine der talentiertesten Kreisläuferinnen aus dem 2006er Jahrgang verpflichtet.
Fest steht bereits jetzt: Auch wenn das Team von Trainer Christian Denk, der erst vor einigen Tagen seinen Vertrag unbefristet verlängert hat, derzeit Tabellenvorletzter ist, spielt es auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga, weil es in dieser Saison keinen Absteiger geben wird. Dabei bleibt die Jugendarbeit auch weiterhin ein zentraler Pfeiler des im Jahr 1909 gegründeten Traditionsvereins. Bereits zum dritten Mal in Folge spielt die SG 09 Kirchhof in der Jugendbundesliga. Sowohl die A- als auch die B-Jugend konnten in den vergangenen Jahren große Erfolge feiern, darunter zweimal das Erreichen der Meisterrunde. Ähnlich wie beim HCL schaffen auch bei der SG 09 Kirchhof immer wieder Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in die erste Frauenmannschaft. Nicht zufällig stellt die SG 09 Kirchhof die jüngste Mannschaft der Liga. Dreh- und Angelpunkt der Kirchhofer Offensivspiels ist Juliana Wagner. Die 18-jährige Rückraumspielerin gehört mit ihren bislang 123 Toren zu den erfolgreichsten Werferinnen der Liga. Mit durchschnittlich elf Paraden pro Spiel ist SG-Torhüterin Lena Schmid außerdem die derzeit beste Torhüterin der Liga.
Fans, die nicht vor Ort in der Sporthalle Brüderstraße dabei sein können, können das Spiel des HC Leipzig gegen die SG 09 Kirchhof im Livestream von Sportdeutschland.TV live unter sporteurope.tv/hc-leipzig-frauen/2-hbf-hc-leipzig-vs-sg-09-kirchhof verfolgen (Pay per view: 5 Euro).
Weitere Informationen unter www.hc-leipzig.de
Der HC Leipzig hat mit Aleksandra Orowicz eine erstligaerfahrene Torhüterin verpflichtet. Die 29-Jährige kommt im Sommer vom Zweitliga-Konkurrenten 1. FSV Mainz 05 an die Pleiße. Die polnische Torhüterin, die einen Zweijahresvertrag bis zum Sommer 2028 unterschrieben hat, übernimmt den Platz von Nele Kurzke, die den HCL im Sommer verlässt und gemeinsam mit ihrer Tochter eine einjährige Auszeit plant.
„Der HC Leipzig ist ein Club mit einer großen und erfolgreichen Geschichte. Auch in Polen ist der Verein sehr bekannt – unter anderem, weil Spielerinnen wie Karolina Kudłacz-Gloc - eine echte Ikone des polnischen Handballs - dort gespielt haben. Besonders beeindruckt bin ich davon, dass die Mannschaft trotz ihres jungen Alters aktuell die Liga so stark dominiert. Wenn man diese Ergebnisse sieht, möchte man einfach Teil der weiteren Entwicklung und der zukünftigen Ziele dieses Teams in der kommenden Saison sein“, freut sich Aleksandra Orowicz auf ihre Zeit beim HCL. „Außerdem spricht mich die Vision des Trainers und seine Herangehensweise an. Das war ein weiterer wichtiger Grund für meine Entscheidung, den Verein zu wechseln. Ein zusätzlicher, sehr positiver Nebeneffekt meines Wechsels nach Leipzig ist, dass ich nun näher an meiner Heimatstadt Szczecin und damit auch näher bei meiner Familie bin.“
Möglich machte den Wechsel eine einvernehmliche Einigung zwischen beiden Vereinen, da Aleksandra ursprünglich noch über einen laufenden Vertrag in Mainz verfügte. In diesem Zusammenhang zeigte sich auch HCL-Geschäftsführer Lars Lammich dankbar für die guten Gespräche mit den Mainzer Verantwortlichen: „Die Gespräche waren von Anfang an lösungsorientiert und auf Augenhöhe, wodurch wir einen adäquaten und erstligaerfahrenen Ersatz für Nele Kurzke verpflichten und gleichzeitig Aleksandra die Perspektive auf weitere Erfahrungen in der 1. Liga ermöglichen konnten.“
Zweitliga-Aufstieg mit der SG 09 Kirchhof
Bevor Aleksandra Orowicz im vergangenen Sommer nach Mainz gewechselt war, spielte sie unter anderem ein Jahr beim Bundesligisten Sport-Union Neckarsulm sowie drei Jahre beim Zweitligisten SG 09 Kirchhof, mit dem sie 2023 den Aufstieg in die 2. Bundesliga feierte. Wie in Kirchhof gehört „Oro“ auch in dieser Saison zu den besten Torhüterinnen der Liga und hat großen Anteil daran, dass die „Meenzer Dynamites“ derzeit den achten Tabellenplatz belegen. Außerdem war die 1996 in Stettin geborene Handballerin in ihrer polnischen Heimat bei Pogon Stettin, Korona Kielce, Energa Start Elblag sowie beim spanischen Verein Club Balonmano San José Obrero aktiv und sammelte hier internationale Erfahrung. 2018/2019 wurde sie in die polnische B-Nationalmannschaft berufen.
Die 1,76 Meter große Torhüterin zeichnet sich vor allem durch eine schnelle Reaktionsfähigkeit, teils spektakuläre Paraden und eine große Leidenschaft aus. Neben ihrer Handball-Karriere hat die künftige HCL-Torhüterin schon vor einigen Jahren ihren Master in Psychologie absolviert. Neben dem Handball arbeitet sie aktuell als Psychologin mit Kindern und Jugendlichen in einer Rehabilitationsklinik. Auch in Leipzig möchte sie sich in diesem Bereich weiterentwickeln und schreibt derzeit bereits fleißig Bewerbungen.
Letztes Saisonspiel mit Mainz in Leipzig
Wie es der Zufall so will, gastiert Aleksandra Orowicz, die bereits seit dem neunten Lebensjahr im Tor steht, im letzten Saisonspiel am 30. Mai mit ihren Mainzerinnen in Leipzig. „Das letzte Spiel der Saison gegen Leipzig ist für mich natürlich etwas Besonderes. Ich habe neulich noch mit meinem Partner darüber gelacht, weil es wirklich keine alltägliche Situation ist. Trotzdem bin ich bis zum Ende der Saison Spielerin von Mainz 05 und identifiziere mich voll mit dem Verein. Deshalb werde ich in diesem Spiel alles geben und so gut spielen, wie ich kann. Und natürlich möchte ich mich auch von meiner besten Seite zeigen – sowohl vor den Mainzer Fans als auch vor dem Leipziger Publikum.“
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