HC Leipzig – HC Rödertal 32:27 (16:12)
Dieses Sachsenderby war ein hoch emotionales und vor allem gutklassiges Spiel der zweiten Handball-Bundesliga.
Angetrieben von den jeweils großen Fanblöcken, der Funke sprang quasi von der Tribüne aufs Parkett und direkt wieder zurück, entwickelte sich ein schnelles und umkämpftes Spiel.
Ausgerechnet Nele Kurzke, die in der Saison 2017/2018 das Tor der Rödertalbienen in der Bundesliga hütete, eröffnete mit einem frechen Weitwurf nach 2:20 Minuten den Torreigen. Dabei hatte sie erkannt, dass ihre Gegenüber Ann Rammer weit vor dem eigenen Torraum im Spielfeld stand. Rödertal glich nach einer gelungenen Kombinat über den Kreis und durch Victoria Hasselbusch aus. Dieses 1:1 blieb der einzige Gleichstand. Von da an dominierte der HC Leipzig das Geschehen. Unsere Mädels spielten sich in einen Rausch. Angetrieben von Joanna Granicka, Emely Theilig und Patricia Nikolic, die sehr viel Bewegung und Druck erzeugten, immer wieder die beiden Außen bedienten oder Sharleen Greschner am Kreis, die mehrfach entschlossen verwandelte. Diese Angriffe waren eine Augenweide. Zudem bestach die Deckung der Leipzigerinnen, mit Sharleen Greschner und Laura Klocke im Innenblock. Die Gäste fanden selten gute Lösungen oder scheiterten an einer starken Nele Kurzke. Bereits zur Pause führte Leipzig mit vier Toren, baute diese nach dem Seitenwechsel und vier sehenswerten Toren der Außen Pauline Uhlmann und Alina Gaubatz auf sieben Tore aus (20:13, 38. Minute). Zwischendurch hatte HCR-Trainerin Maike Daniels in einer Auszeit vergeblich versucht zu korrigieren. Auch eine offensiv ausgerichtete Abwehr konnte Leipzig nicht beeindrucken. Der HCL blieb bis zum Schluss die bessere Mannschaft.
Nach dem Spiel gab Maike Daniels zu Protokoll: „Die Niederlage schmerzt. Das Sachsenderby so zu verlieren ist bitter. Der HCL hat heute überzeugend gespielt und verdient gewonnen. Nach 13 gewonnenen Spielen haben wir jetzt zweimal gepatzt. Aber wer die Liga kennt, weis auch, dass jedes Spiel wichtig ist. Wir werden bis zum Schluss weiter kämpfen. Wenn du oben stehst, kannst du nicht erwarten, dass du mit links oder im Rückwärtsgang die Spiele gewinnst. Heute haben wir vor allem im Spiel eins gegen eins nicht die erhofften Lösungen gefunden.“
Der überglückliche HCL-Trainer Erik Töpfer war vor allem von den Fans beeindruckt: „Vielen Dank an die geile Kulisse. Sowohl unsere als auch die Gäste-Fans haben dem Spiel den würdigen Rahmen gegeben. Dafür spielen wir Handball. Nach der Niederlage letzte Woche bin ich froh, dass wir die richtige Einstellung zu diesem Spiel gefunden haben. Wir waren bereit zu kämpfen und zu beißen. Ich habe großen Respekt vor Laura Klocke, die nahezu zweimal 60 Minuten am Stück gespielt hat.“
Tatsächlich war es ein HCL-Spieltag wie gemalt. Im Vorspiel gewann die A-Jugend ihr Viertelfinal-Rückspiel gegen den TSC Berlin mit 26:20 und steht im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft. Die B-Jugend qualifizierte sich auswärts fürs Viertelfinale und hat gute Chancen auch unter die besten vier Mannschaften Deutschlands zu kommen.
Gleich vier Spielerinnen der erfolgreichen A-Jugend kamen im Bundesligaspiel zum Einsatz: Die bereits erwähnte Laura Klocke, Marlene Tucholke (1 Tor), Lisa Lammich und Jana Walther (1 Tor). Das ist das besondere am HCL. Der Nachwuchs ist sehr gut ausgebildet und bietet sich permanent an. Ein Hoffnungsschimmer und wegweisend für die Zukunft.
HC Leipzig
Elia Garcia Canabate, Nele Kurzke (1), Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (6), Lara Seidel (2), Jana Walther (1), Lisa Lammich, Patricia Nikolic (2), Jennifer Hofmann, Emely Theilig (1), Alina Gaubatz (4), Laura Klocke, Jenny Illge, Sharleen Greschner (5), Joanna Granicka (9/5), Marlene Tucholke (1)
HC Rödertal
Oliwia Kaminska, Ann Rammer; Julia Mauksch (8/5), Vanessa Huth (2), Victoria Hasselbusch (1), Leonie Meersteiner, Fabienne Büch (3/1), Joleen Preussler (1), Jasmin Eckart (1), Lena Smolik (5), Lisa Laux, Alicja Pekela (5), Santina Sabatnig (1), Lena Mailin Schorch
Siebenmeter
HCL 5/6; HCR 6/7
Strafminuten
HCL 4; HCR 2
Zuschauer 643
Es ist Derbytime in Sachsen. Am Sonntag um 16 Uhr empfängt der HC Leipzig den HC Rödertal zum Meisterschaftsspiel der 2. Handball-Bundesliga.
Die Vorfreude auf dieses Spiel ist auf beiden Seiten sehr groß. Zum einen kommt mit dem HC Rödertal die derzeit wahrscheinlich beste Mannschaft der zweiten Liga und zum anderen bringen die Rödertalbienen den halben Bienenstock mit in die Messestadt. Die Brüderstraße wird richtig voll und die Stimmung prächtig sein. Die Fans beider Mannschaften sind für ihre Unterstützung und Performance bekannt. Der Rahmen für ein würdiges Sachsenderby ist bereitet.
Beim HC Leipzig ist man auf diesen Besucheransturm gut vorbereitet. Die meisten Karten wurden bereits online verkauft. Restkarten gibt es am Ticketschalter. Damit wirklich jeder Interessierte einen Sitzplatz findet, werden die Tribünen hinter den Toren zum Einsatz kommen.
Zur sportlichen Einordnung: Rödertal hat sich unter Trainerin Maike Daniels zu einem Spitzenteam der zweiten Liga entwickelt. Im Dezember 2023 konnte der HCL unter dem damaligen Neu-Trainer Erik Töpfer den HCR im Bienenstock anstacheln und mit dem 26:23 beide Punkte entführen. Daraufhin starteten die Randdresdner eine fabelhafte Serie mit 13 Siegen hintereinander, darunter dem souveränen Auswärtserfolg beim Aufstiegsfavoriten FA Göppingen (28:23), der den Aufstieg der Bienen in die 1. Liga realistisch erschienen lies, sofern die Siegesserie nicht abreißen würde. Auch wir gewannen gegen Göppingen (26:20) und standen zwischendurch auf dem dritten Platz.
Die Niederlagen am letzten Wochenende kamen für beide Teams zur Unzeit und kosteten jeweils die guten Ausgangspositionen. Wir büßten durch das 28:30 bei den Kurpfalz Bären den dritten Platz ein und der HC Rödertal kann nach der Heimniederlage gegen den ESV Regensburg nicht mehr aus eigener Kraft aufsteigen.
Beide wollen sich mit einem Erfolg am Sonntag die Chancen auf das eigene Saisonziel erhalten, auch wenn HCL-Cheftrainer Erik Töpfer die Gäste favorisiert sieht: „Rödertal ist personell besser besetzt. Bei uns kommen neben einigen Wehwehchen noch die Doppelbelastung unserer Talente dazu. Am Wochenende spielen auch die A- und B-Jugend-Teams ums Weiterkommen in den Deutschen Meisterschaften. Im direkten Vorspiel (13 Uhr die A-Jugend gegen den TSC Berlin, Anm.) sind Marlene Tucholke und Laura Klocke gefordert. Auch die Einsätze der beiden in der U19-Nationalmannschaft sowie von Joanna Granicka mit der polnischen Auswahl haben Kraft gekostet. Da müssen wir aufpassen, dass wir deren Gesundheit schützen. Trotzdem wollen wir wieder unser Potential nutzen, die Abwehr stabilisieren und vor allem im Angriff besser sein. Zuletzt war die Abschlussquote knallrot.“
Interview mit Rödertal-Cheftrainerin Maike Daniels:
Mit welcher Zielstellung kommt ihr nach Leipzig?
„Wir wollen am Sonntag gegen Leipzig im Derby vor allem im Vollgas-Modus spielen jede Situation mit 100 Prozent Einsatz bestreiten. Ein Derby macht sehr viel Spaß, bringt aber sicherlich auch viele Emotionen mit sich, gerade zwischen dem HC Leipzig und uns. Das wollen wir positiv nutzen.“
Wie schätzt du die bisherige Saison ein?
„Die Saison lief aus unserer Sicht bisher erfolgreich. Wir haben unsere anfänglichen Fehler - insbesondere die in den ersten beiden Spielen - abgestreift und wurden immer konstanter. Das freut mich, allerdings wollen noch mehr erreichen in den verbleibenden Spielen.“
Welche Bedeutung hat das Derby für dich persönlich?
„Das Derby gegen Leipzig ist und wird immer etwas Besonderes bleiben. In Leipzig bin ich quasi erwachsen geworden: hier habe ich mein Abitur gemacht, mein Studium begonnen und beendet und natürlich auch meine ersten Schritte in meiner Profi-Karriere gemacht. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrungen.“
Vorspiel: 13:00 Uhr Viertelfinal-Rückspiel HCL A-Jugend - TSC Berlin (Hinspiel 25:24)
Die Übertragung im Livestream von Sportdeutschland.tv beginnt um 15:45 Uhr, Vorspiel ab 12:45 Uhr.
Mit einem hart erarbeiteten 28:23-Erfolg über den Tabellenletzten HCD Gröbenzell verteidigten die Handballerinnen des HC Leipzig in der 2. Bundesliga ihren dritten Platz und revanchierten sich damit für die Hinspiel-Niederlage.
Lange hielten die Gäste vor 468 Zuschauern mit und stellten unsere Mädels vor größere Herausforderungen. Zum Beispiel mit einer offensiven und sehr beweglichen Abwehr wurde der Spielaufbau der Sächsinnen nachhaltig gestört. Weshalb die Lara Seidel, Patricia Nikolic und Joanna Granicka sehr oft mit Einzelaktionen den Erfolg suchten. Auf der anderen Seite hatten die Oberbayerinnen einen Angriffsplan, den sie oft erfolgreich in die Tat umsetzten, sodass es mit dem Halbzeitstand von 13:13 in die Kabinen ging.
Im zweiten Durchgang legte der HCL richtig los und hatte nach 37 Minuten eine Sechs-Tore-Führung (21:15) herausgeholt. Doch auch diese brachte nicht die endgültige Entscheidung. Gröbenzell blieb hartnäckig dran, verkürzte nochmal beim 21:23 acht Minuten vor dem Ende auf minus zwei. Doch Sharleen Greschner, Pauline Uhlmann, Joanna Granicka und die unwiderstehliche Marlene Tucholke überrollten die tapferen Gäste.
Deren Trainer Stefan Weidinger resümierte: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, wir haben das Spiel lange offen gehalten. Nach dem Hinspielerfolg hatten wir uns mehr ausgerechnet. Es war ein verdienter Sieg des HCL, weil wir kurz nach der Halbzeit abreisen lassen mussten.“
HCL-Cheftrainer Erik Töpfer: „Wir haben uns gut vorbereitet, schaffen es aber nicht dies umzusetzen. Das stimmt mich unzufrieden. In der zweiten Halbzeit ist es dann über 20 Minuten gut gelungen und wir haben uns abgesetzt. Aber vorwiegend war es ein Spiel auf Augenhöhe.“
HC Leipzig
Nele Kurzke, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (3), Lara Seidel (6), Patricia Nikolic (4), Jennifer Hofmann, Emely Theilig, Alina Gaubatz, Jenny Illge, Sharleen Greschner (4), Joanna Granicka (4/1), Marlene Tucholke (7)
HCD Gröbenzell
Theresa Bauer, Magdalena Frey, Antonia Johanna Thurmer; Belen Gettwart (2), Kirsten Walter (3), Isabel Kattner (5), Christine Königsmann (4/3), Johanna Leubner, Ramona Nittel (1), Diana Feles (2), Sabrina Lipp (6), Jana Epple, Ann-Christin Steinhart
Siebenmeter
HCL 1/3; HCD 3/3
Strafminuten
HCL 6; HCD 4
Zuschauer 468
Nach der Länderspielpause haben die Damen des HC Leipzig in der 2. Handball-Bundesliga den HCD Gröbenzell zu Gast.
Das Spiel gegen den Tabellenletzten findet zur gewohnten Heimspielzeit der Leipzigerinnen, am Sonntag um 16:00 Uhr in der Sporthalle Brüderstraße statt.
Die Vorzeichen, inklusive alle relevanten Statistiken, sind eindeutig und sprechen für einen Heimsieg unserer Mannschaft und die Verteidigung des dritten Tabellenplatzes. Aber Vorsicht: Zwei ihrer erst sechs Punkte holten die Oberbayerinnen aus der Nähe von München am 18. November gegen einen damals schwächelnden HC Leipzig. Es sollte unser letztes Spiel vor dem Trainerwechsel sein. Seitdem ging es für den HCL stetig bergauf. Der HCD gewann noch in Bremen und zuletzt gegen Freiburg. Wir sind also vor den Gästen gewarnt. Sie können unter bestimmten Umständen richtig unangenehm werden.
Eines verbindet uns mit dem doppelt so alten Traditionsverein aus Bayern: Beim Handballclub Damen Gröbenzell spielen ebenfalls ausschließlich Mädchen und Damen Handball. Zweifelsohne eine Besonderheit im deutschen Handball.
Das Vorspiel bestreitet die HCL-B-Jugend um 13:15 Uhr, mit dem Qualifikationsspiel zur Deutschen Meisterschaft, gegen den Bayern-Meister HC Forchheim 2011.
Der Sieger qualifiziert sich für die Achtelfinalspiele, welche am 20./21. April und 27./28. April ausgetragen werden.
Eine ganz wichtige Personalentscheidung kann Handball-Bundesligist HC Leipzig vermelden. Nele Kurzke hat ihren Vertrag um ein Jahr verlängert und hütet auch kommende Saison das Tor der Blau-Gelben.
Die 33-jährige, die viele Jahre in der 1. Bundesliga unter anderem für den HC Leipzig, Bayer Leverkusen und Sachsen Zwickau gespielt hat und sogar in die Nationalmannschaft berufen wurde, führt derzeit die Torhüterstatistik der 2. Bundesliga mit 229 Paraden an. Das sind im Durchschnitt 11 Paraden pro Spiel und liegt über der Quote der 1. Liga. Dies verdeutlicht, wie wichtig Nele für den sächsischen Traditionsklub ist. Schließlich hat der HCL die wenigsten Gegentore aller Zweitligisten kassiert (564).
Ihre Ziele formuliert die Gymnasiallehrerin bescheiden: „Ich bin gespannt, was die neue Saison bringen wird und hoffe, dass es uns gelingt, konstanter zu werden, um den Verein im oberen Tabellendrittel zu etablieren. Dazu möchte ich gerne beitragen.“
Geschäftsführer Peter Müller: „Nele gibt uns mit Ihrer Erfahrung und Qualität Sicherheit und setzt mit ihren schnellen und punktgenauen Pässen brandgefährliche Akzente bei Tempogegenstößen. Wir freuen uns auf die kommende Saison mit ihr!“
Mit einer ganz bitteren und völlig überflüssigen 22:23-Niederlage in letzter Sekunden traten die Zweitliga-Handballerinnen des HC Leipzig die Heimreise aus Mainz an.
Die knapp 200 Zuschauer sahen ein zerfahrenes und von vielen Fehlern geprägtes Spiel, indem sich beide Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe lieferten. Spannend war es bis zum Ende. Lediglich in der Anfangsphase, als unsere Mädels gedanklich noch im Bus saßen, konnten die Gastgeberinnen drei Tore vorlegen, 5:2 und 6:3 zwischen der 9. und 13. Minute. Was Joanna Granicka mit zwei und Sharleen Greschner mit einem Tor umgehend korrigierten, 6:6/15. Minute. So marschierten beide Teams im Gleichschritt und wechselnder Führung Richtung Halbzeit. Zwei Minuten vor dem Pausensignal besorgten Joanna Granicka per Siebenmeter und Marlene Tucholke aus dem Rückraum eine Zwei-Tore-Führung (11:9), die auch nach dem Seitenwechsel kurzzeitig Bestand hatte, 12:10 durch Marlene Tucholke in der 31. Minute.
Wieder wechselte die Führung mehrfach. Mit Kampf und Einsatz stemmten sich die Erik-Töpfer-Schützlinge gegen die drohende Niederlage, als man in den letzten 10 Minuten ständig einem Rückstand hinterherlief und insgesamt fünfmal ausgleichen konnte.
Die Sächsinnen hatten dabei genügend Gelegenheiten dem Spiel eine positive Wendung zu geben, scheiterten aber immer wieder an den eigenen Unzulänglichkeiten, vor allem in Form technischer Fehler und Unaufmerksamkeiten in der Abwehr.
Dann die dramatische Schlussminute. Mainz-Trainerin Ilka Fickinger hatte gerade in einer Auszeit in Minute 58:56 die letzten taktischen Anweisungen gegeben, die erstmal verpufften, weil Leipzig den Ball eroberte. Eine gelungene Kombinat schloss Pauline Uhlmann über Rechtsaußen zum 22:22-Ausgleich ab. Mainz blieben noch 30 Sekunden. Die HCL-Abwehr packte ordentlich zu, schloss die Reihen und verteidigte auf Kosten eines Freiwurfs für die Gastgeberinnen. Unmittelbar nach dieser Aktion ertönte das Schlusssignal. Jetzt blieb nur noch ein letzter Wurf. Gegen eine Mauer und gegen unsere Nele Kurzke im Kasten. Tatsächlich fand Rugile Bartaseviciute, mit sechs Toren die erfolgreichste Schützin des Spiels, die Lücke in der Leipziger Mauer und verwandelte zum umjubelten 23:22 für den FSV.
HCL-Trainer Erik Töpfer: „Es war ein von beiden Seiten sehr umkämpftes Spiel. Allerdings auch mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Am Ende lag das Glück bei Mainz, die ebenfalls großartig gekämpft und gefightet haben. Ein Unentschieden wäre auch verdient gewesen, aber dafür fehlte uns heute der spielerische Glanz. Trotz vieler Fehler konnten wir aufgrund unserer guten Moral bis zum Schluss um die Punkte mitspielen. Das gibt uns Hoffnung für die nächsten Spiele. Wenn wir dann noch an unserer Cleverness arbeiten und konstanter spielen, gewinnen wir auch wieder.“
Das wird auch nötig sein, will man bis zum Ende der Saison auf dem dritten Platz bleiben. Der direkte Verfolger Nürtingen strauchelte ebenfalls. Dafür haben mit Mainz und Regensburg zwei weitere Teams 27:19 Punkte, sodass es ab sofort einen Vierkampf um die Bronzemedaille gibt.
FSV Mainz
Natascha Krückemeier, Lena Schmid; Anna Weidle (1), Amelie Gilanyi, Nora Schulze, Rugile Bartaseviciute (6), Leah Schulze (1), Julie Jacobs (2/1), Saskia Fackel (5/3), Lena Thoß (5), Hannah Kamp (1), Simone Karl (1), Sakia Wagner, Claire Ramacher (1)
HC Leipzig
Elia Garcia Canabate, Nele Kurzke, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (3), Lara Seidel, Patricia Nikolic (2), Jennifer Hofmann, Emely Theilig (1), Alina Gaubatz (1), Laura Klocke (1), Jenny Illge (3), Sharleen Greschner (2), Joanna Granicka (5/4), Marlene Tucholke (4)
In der 2. Handball-Bundesliga der Frauen empfängt am Sonnabend um 19:30 Uhr der 1. FSV Mainz 05 den HC Leipzig zum Verfolgerduell.
Beide Mannschaften trennen nur zwei Plätze und zwei Punkte voneinander. Mainz ist mit 25:19 Punkten Fünfter, Leipzig belegt mit 27:17 Punkten den dritten Platz. So soll es nach dem Willen unserer Mannschaft um Kapitänin Pauline Uhlmann und Cheftrainer Erik Töpfer auch nach dem Mainz-Spiel bleiben.
Um den dritten Platz erfolgreich zu verteidigen braucht es aber in der Fremde eine hochkonzentrierte Leistung aller. Der FSV ist bekanntlich ein unbequemer Gegner. In der Gesamtbilanz beider Kontrahenten gab es bisher fünf Spiele, von denen die Mainzer drei gewannen. Zweimal blieb der HCL Sieger. Erst im November gab es in Leipzig eine 32:34-Niederlage für unsere Mädels.
Zuletzt lief es für beide mittelprächtig. In den letzten fünf Ligaspielen gab es jeweils drei Siege und zwei Niederlagen. Am letzten Wochenende gewannen die Meenzer Dynamites beim starken ESV Regensburg 26:25 und unsere Mädels setzten sich zu Hause gegen den TuS Lintfort mit 30:25 durch.
Freuen wir uns auf ein interessantes Duell, drücken unserem HC Leipzig die Daumen und hoffen auf einen erfolgreichen Ausgang des Spiels.
Die Übertragung im Livestream von Sportdeutschland.tv beginnt um 19:15 Uhr.
Der HC Leipzig verteidigt in der zweiten Handball-Bundesliga mit einem 30:25-Heimerfolg über den TuS Lintfort den dritten Tabellenplatz.
Am Ende war es ein hart erkämpfter Arbeitssieg über einen wehrhaften Gegner, der trotz personeller Besetzungsprobleme den Sächsinnen bis zum Schluss alles abverlangte.
Zu Beginn spielten die Gäste sehr konzentriert, hatten sich gut auf den Gegner eingestellt, führten mehrfach mit zwei Toren und waren bis zur 25. Minute gleichwertig. Unseren Mädels unterliefen in der Anfangsphasen erneut zu viele technische Fehler. Ungenaue Würfe spielten den Lintforterinnen in die Karten. Prudence Kinlend erzielte nach 23 Minuten die letzte Gästeführung (13:14), bevor Joanna Granicka mit einem Doppelschlag die HCL-Führung zum 15:14 besorgte, die dann Marlene Tucholke und Pauline Uhlmann innerhalb von 30 Sekunden zur 17:14-Halbzeitführung veredelten.
Im zweiten Durchgang hatte sich das Bild komplett verändert. Der HC Leipzig spielte schnell und druckvoll. Mit einigen sehenswerten Kombinationen kamen die Sharleen Greschner, Pauline Uhlmann und Laura Klocke zu freien Würfen und bauten den Vorsprung auf sechs Tore aus (22:16/39. Minute). Patricia Nikolic und Lara Seidel erhöhten sogar auf sieben Tore (23:16 und 24:17). Ab Minute 45 gab es im Leipzig-Spiel einen Bruch. Technische Fehler und eine löchrige Abwehr ließ die 460 Zuschauer verzweifeln und ermöglichte dem TuS Lintfort einen 4:0-Lauf zum 25:22. Zum Glück wurden die folgenden Angriffe wieder erfolgreich abgeschlossen, sodass der Vorsprung bei konstant drei Toren gehalten werden konnte. Erst die offene Abwehr der Gäste in den Schlussminuten nutzte Patricia Nikolic mit zwei sehenswerten Durchbrüchen zum 30:25 Endstand.
HCL-Cheftrainer Erik Töpfer sprach von einem verdienten Erfolg und betonte: „Wir haben heute Qualität und Charakter gezeigt, nachdem wir in der letzten Woche intern nochmal unsere Ziele definiert haben, wo wir hin wollen." Bettina Grenz-Klein vom TuS Lintfort verwies auf die besonderen Umstände: „Mit nur vier (Feld-) Spielerinnen auf der Bank lagen wir irgendwann folgerichtig im Rückstand. Das war schwer aufzuholen. Wir konzentrieren uns nun auf das Schlüssel-Spiel gegen Freiburg. Die Saison ist speziell, da gefühlt nur Platz eins bis drei nichts mit dem Abstieg zu tun haben."
HC Leipzig
Elia Garcia Canabate, Nele Kurzke, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (8), Lara Seidel (1), Julia Weise, Patricia Nikolic (5), Jennifer Hofmann, Emely Theilig (2), Alina Gaubatz (1), Laura Klocke (2), Jenny Illge (1), Sharleen Greschner (2), Joanna Granicka (5/3), Marlene Tucholke (3)
TuS Lintfort
Nora Kothen, Laura Graef; Michelle Breitbarth, Prudence Kinlend (4), Sidney Lupisella, Jule Samplonius (2), Dana Gruner (2) Maxime Drent (8/5), Fenna Muilenburg, Jana Willing (6), Sophia Bücker (1), Insa Weisz (2)
Siebenmeter
HCL 3/4; TuS 5/6
Strafminuten
HCL 8; TuS 6
Zuschauer 460
In der zweiten Handball-Bundesliga spielen die Frauen des HC Leipzig am Sonntag 16 Uhr gegen den TuS Lintfort in der heimischen Sporthalle Brüderstraße.
Nach der etwas überraschend deutlichen Niederlage vom letzten Sonnabend in Berlin wollen die Leipzigerinnen und ihr Trainer Erik Töpfer zu Hause erfolgreich bleiben und Lintfort auf Distanz halten. Das Hinspiel hatten unsere Mädels bekanntlich in allerletzter Sekunde durch den Freiwurfkracher von Marlene Tucholke mit 21:20 gewonnen. Nun kommen die Damen vom Niederrhein mit der Empfehlung eines klaren 34:29-Heimerfolges über den ESV Regensburg in die Messestadt.
HCL-Cheftrainer Erik Töpfer: “Die Niederlage gegen Berlin belastet uns nicht. Im Gegenteil, wir wissen, dass dort die charakterliche und emotionale Einstellung gefehlt hatte. Wir waren ohne Energie und ohne Herz am Start. Daraus haben wir die richtigen Schlüsse gezogen. Für das Lintfort-Spiel müssen wir vor allem wieder unsere Aufgaben erfüllen und den Matchplan umsetzen. Wir benötigen eine kämpferische Leistung gegen einen Gegner, der uns körperlich überlegen ist. Ich erwarte einen knappen Spielverlauf, genau wie im Hinspiel und Spannung bis zum Schluss.”
So ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Jedenfalls verspricht das Spiel gute Handballkost zweier Mannschaften, die in der Liga das Niveau mitbestimmen.
Karten für das Spiel sind in unserem OnlineTicket Shop , an der Tageskasse oder in der Geschäftsstelle erhältlich.
Die Übertragung im Livestream von Sportdeutschland.tv beginnt um 15:45 Uhr.
Im Ostderby kassiert der HC Leipzig bei den Füchsen Berlin eine 21:29-Klatsche und fährt ohne Punkte zurück in die Messestadt. Dass trotzdem der dritte Tabellenplatz verteidigt wurde, liegt an der Niederlage von Konkurrent Nürtingen am Freitag in Waiblingen (21:17).
Dabei begann das Spiel für unsere Mädels fast standesgemäß. Joanna Granicka erzielte nach 30 Sekunden das 1:0. Nach Ausgleich und Berliner Führung gelangen Joanna Granicka und Pauline Uhlmann das 3:2 nach fünf Minuten. Dann Vorteil Füchse, nach 13 Minuten stand es 7:4 für die Hauptstädterinnen. Wieder kämpften sich die Gäste durch Jenny illge, Patricia Nikolic und Pauline Uhlmann heran (7:7, 18. Minute). Lara Seidel warf aus dem Rückraum die erneute Führung (8:7), es sollte die letzte im Spiel gewesen sein. Vor allem wegen einer inflationären Fehlerquote gerieten die Erik-Töpfer-Schützlinge in Rückstand.
Verkehrte Welt in der ersten Halbzeit: Berlin führt 13:11 trotz einer Wurfquote von 50% gegenüber 65% des HCL und 35% gehaltener Bäller von Nele Kurzke gegenüber 21% der Berlinerinnen Krupa und Szott. Dafür wurden etliche Angriffe regelrecht verstolpert. Unglaublich viele Bälle gingen fahrig verloren. Die Mannschaft versuchte zwar das Tempo hoch zu halten, aber der Matchplan geriet schnell zur Nebensache, weil man mit den vielen Unzulänglichkeiten zu kämpfen hatte. Kaum Spielfluss, selten gelungene Kombinationen, oft versuchten wir es durch Einzelaktionen und mit Durchbrüchen.
Mit zunehmender Spielzeit hatte sich der Gegner darauf eingestellt. Ela Szott steigerte sich im Berliner Tor (40% gehaltener Bälle) und so baute die Mannschaft von Susann Müller ihren Vorsprung in der zweiten Halbzeit kontinuierlich aus und gewann auch in dieser Höhe verdient. Beste Werferinnen waren die Berlinerin Michelle Stefes mit 9 Toren (6 Siebenmeter) und unsere Joanna Granicka mit 8 Toren (5).
HCL-Präsident Torsten Brunnquell, der das Spiel in Berlin live verfolgte: "Berlin wollte unbedingt gewinnen und unsere Mädels waren sowohl gedanklich als auch körperlich zu träge. Vor allem unsere zweite Halbzeit war enttäuschend."
Füchse Berlin
Natalia Krupa, Ela Szott; Vesna Tolic, Lara-Sophie Fichtner (4), Linea-Sophie Höbbel, Lucy Gündel (3), Djazzmin Trabelsi (4), Tina Wagenlader (1), Angela Cappellaro (2), Isa Ternede (3/1), Julie Litholt, Antonia Krause, Leoni Bassiner (3), Michelle Stefes (9/6)
HC Leipzig
Elia Garcia Canabate, Nele Kurzke, Janine Fleischer; Pauline Uhlmann (2), Lara Seidel (2), Julia Weise, Patricia Nikolic (1), Jennifer Hofmann, Emely Theilig (3), Alina Gaubatz, Laura Klocke, Jenny Illge (2), Sharleen Greschner (1), Joanna Granicka (8/5), Marlene Tucholke (2)
Siebenmeter
Berlin 7/8; HCL 5/5
Strafminuten
Berlin 2; HCL 10
Zuschauer 503
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